Gibt es am Main eigentlich auch Muscheln?
Einen Tag nach der „Kalten Sophie“ trafen sich über 30 Naturfreund:innen in Zell am Main, um nach Biberspuren und Muscheln zu suchen. Beim Treffpunkt an der Zeller Grundschule konnten sich die ersten aufgeregten Teilnehmer:innen schon einmal an den Klettergerüsten der Schule warm turnen.
Nach einer Begrüßung und einer kleinen Einweisung über die Gefahren am Main ging es zum Main-Radweg und direkt zur Biberburg. Kinder und Eltern waren erstaunt, wie der Biber, hinter dem Schilf versteckt, eine so große Burg bauen konnte. Ein Vater aus der Gruppe konnte Spannendes berichten - denn er sieht jeden Abend, wenn er von seiner Arbeit heimradelt, den Biber auf seiner Burg sitzen. Das Tier sei so groß wie ein mittelgroßer Hund, erzählte er. Die Kinder waren platt!
Spannendes an der Schiffsanlegestelle
Außerdem fanden wir viele Nagespuren entlang des Radweges, sodass die Kinder eine Vorstellung der großen Zähne des Bibers bekamen.
An der stillgelegten Schiffsanlegestelle erzählte Norbert Gehrig viele spannenden Dinge über Schiffsmodelle auf dem Main, die hier vorkommenden Fische sowie die Tankanlage und die Einfüllkräne am gegenüberliegenden Ufer erfahren. Die Kinder hatten viele Fragen, die natürlich alle beantwortet wurden.
Während wir am Radweg weiter in Richtung Margetshöchheim liefen, konnten wir den Kindern immer wieder besondere Zeichen und Schilder erklären. Auch die Erwachsenen gaben zu, dass sie sich schon häufig gefragt hatten, was die Schilder bedeuten.
Endlich am Ziel
Nach einer kleinen Rast mit kurzem Picknick wollten jetzt aber doch alle schnell an unser eigentliches Ziel kommen. Die Frage war nämlich: Gibt es am Main eigentlich auch Muscheln? Und ja, es gibt sie. Wir bogen an der Ortsgrenze Zell/Margetshöch-heim zum Mainufer ab und entdeckten an einem kleinen Sandstrand eine große Anzahl von kleinen und größeren, sehr unterschiedlichen Flussmuscheln. Sabine Walter hatte anschauliches Bildmaterial vorbereitet. Natürlich haben die Kleinen sofort begonnen, mit Eimerchen zu sammeln. Manche Kinder fanden kleine Larven und untersuchten sie mit ihren Becherlupen ganz genau. So hatten alle etwas zu tun und waren gut beschäftigt.
Nach zwei Stunden Laufen und Wassererlebnissen ging es langsam wieder zurück nach Zell.
Bemerkenswert: Kein einziges Kind beklagte sich über die kilometerlange Strecke. Am Ende fragten einige von ihnen: „Und was macht ihr vom Bund Naturschutz als Nächstes für uns Kinder?“
Darüber denken wir schon jetzt nach und freuen uns über das große Interesse sowohl von den Kindern, als auch von den Eltern und Großeltern.
Zell, 16. Mai 2026









