Vom Baum in die Flasche


Samstag, 26. September 2026:
Apfelsaftpressen für Kinder
Bei schönstem Herbstwetter haben sich an der Zeller Schutzhütte rund 25 Familien getroffen, um gemeinsam selbst gesammelte Äpfel aus dem Wasserschutzgebiet zu Apfelsaft zu verarbeiten. Eingeladen hatte - wie schon im vergangenen Jahr - die Bund Naturschutz-Ortsgruppe. Viele Zeller Kinder kannten die Veranstaltung schon vom Herbst 2025 und kamen gerne wieder, aber auch einige neue Gesichter waren dabei.
Und so wurde fleißig zusammengearbeitet: Einige Kinder wuschen die Äpfel, andere trugen sie zu den vorab aufgebauten Schneidestationen und kehrten mit den leeren Schüsseln zurück. Mit Unterstützung der Eltern und Großeltern wurden die Äpfel dann geviertelt und durch den Häcksler gedreht. Schließlich ging es ans Pressen: An drei Apfelpressen konnten die Kinder ihre Muskelkraft unter Beweis stellen. Wer genug gekurbelt hatte, wurde abgelöst und so hatten alle Kinder viel zu tun und trugen zum Gelingen bei. Nach kurzer Zeit floss unter Jubel der erste naturtrübe Apfelsaft und konnte direkt probiert werden.
Bei allem Eifer blieb genug Zeit zum Plaudern und Spielen, die Kinder erkundeten das Gelände rund um die Schutzhütte, die Erwachsenen kamen ins Gespräch. Und wenn das Veranstaltungsteam nach den Themen der BN-Ortsgruppe gefragt wurde, bekamen die Teilnehmenden natürlich gern Auskunft und waren mit großem Interesse dabei.
Zum Schluss waren sich die Kinder einig: „Das machen wir nächstes Jahr wieder!“ - und schlenderten mit einem Fläschchen Saft im Rucksack gemütlich nach Hause.
Sonntag, 14. Juni 2026
Laurentiusfest in Zell
Rathausplatz Zell a. Main
Die BN-Ortsgruppe mit einem Familienstand dabei
Mit einem lebendigen und informativen Stand für Kinder und Erwachsene präsentierte sich die Ortsgruppe Zell beim diesjährigen Laurentiusfest am Zeller Rathausplatz. Wir boten spannende Einblicke in das Wasserschutzgebiet Zell a. Main und kreative Aktivitäten sowie aufklärende Informationen rund um Wildbienen, Honigbienen und die Bedeutung des Naturschutzes.
Neben der Herstellung von Saatkugeln oder dem Gießen von Wachskerzen, die mit nach Hause genommen werden konnten, bot der Stand ausführliche Informationen durch Infotafeln und Fachgespräche mit Expert*innen, die Fragen rund um den Naturschutz, die Bedeutung der Bienen und die Pflege des Wasserschutzgebietes beantworteten.


Gibt es am Main eigentlich auch Muscheln?
Einen Tag nach der „Kalten Sophie“ trafen sich über 30 Naturfreund:innen in Zell am Main, um nach Biberspuren und Muscheln zu suchen. Beim Treffpunkt an der Zeller Grundschule konnten sich die ersten aufgeregten Teilnehmer:innen schon einmal an den Klettergerüsten der Schule warm turnen.
Nach einer Begrüßung und einer kleinen Einweisung über die Gefahren am Main ging es zum Main-Radweg und direkt zur Biberburg. Kinder und Eltern waren erstaunt, wie der Biber, hinter dem Schilf versteckt, eine so große Burg bauen konnte. Ein Vater aus der Gruppe konnte Spannendes berichten - denn er sieht jeden Abend, wenn er von seiner Arbeit heimradelt, den Biber auf seiner Burg sitzen. Das Tier sei so groß wie ein mittelgroßer Hund, erzählte er. Die Kinder waren platt!
Spannendes an der Schiffsanlegestelle
Außerdem fanden wir viele Nagespuren entlang des Radweges, sodass die Kinder eine Vorstellung der großen Zähne des Bibers bekamen.
An der stillgelegten Schiffsanlegestelle erzählte Norbert Gehrig viele spannenden Dinge über Schiffsmodelle auf dem Main, die hier vorkommenden Fische sowie die Tankanlage und die Einfüllkräne am gegenüberliegenden Ufer erfahren. Die Kinder hatten viele Fragen, die natürlich alle beantwortet wurden.
Während wir am Radweg weiter in Richtung Margetshöchheim liefen, konnten wir den Kindern immer wieder besondere Zeichen und Schilder erklären. Auch die Erwachsenen gaben zu, dass sie sich schon häufig gefragt hatten, was die Schilder bedeuten.
Endlich am Ziel
Nach einer kleinen Rast mit kurzem Picknick wollten jetzt aber doch alle schnell an unser eigentliches Ziel kommen. Die Frage war nämlich: Gibt es am Main eigentlich auch Muscheln? Und ja, es gibt sie. Wir bogen an der Ortsgrenze Zell/Margetshöch-heim zum Mainufer ab und entdeckten an einem kleinen Sandstrand eine große Anzahl von kleinen und größeren, sehr unterschiedlichen Flussmuscheln. Sabine Walter hatte anschauliches Bildmaterial vorbereitet. Natürlich haben die Kleinen sofort begonnen, mit Eimerchen zu sammeln. Manche Kinder fanden kleine Larven und untersuchten sie mit ihren Becherlupen ganz genau. So hatten alle etwas zu tun und waren gut beschäftigt.
Nach zwei Stunden Laufen und Wassererlebnissen ging es langsam wieder zurück nach Zell.
Bemerkenswert: Kein einziges Kind beklagte sich über die kilometerlange Strecke. Am Ende fragten einige von ihnen: „Und was macht ihr vom Bund Naturschutz als Nächstes für uns Kinder?“
Darüber denken wir schon jetzt nach und freuen uns über das große Interesse sowohl von den Kindern, als auch von den Eltern und Großeltern.
Zell, 16. Mai 2026









