Herzlich willkommen bei der Ortsgruppe Kürnach-Estenfeld-Prosselsheim!

Doppelmessermähwerk der Gemeinde Kürnach
Martin Stula stellt eine insektenfreundliche Mähmethode vor
Montag, 15. Juni, 15 - 16 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Kräuterwiese, 14:45 Uhr
Die Anzahl der Insekten in unserer Natur nimmt dramatisch ab und das obwohl sie so wichtig für das ökologische System sind, sei es als Nahrung für Igel und Singvögel oder als Bestäuber für unsere Kulturpflanzen. Bei einem üblichen Mähvorgang werden Käfer, Bienen und Schmetterlinge im Allgemeinen zerhäckselt oder sterben beim Einsaugen des geschnittenen Grases. Es gibt Alternativen, die das Überleben der kleinen Wiesenbewohner ermöglichen, wir lassen uns hierzu gerne die Vorteile eines Doppelmessermähwerks von Martin Stula (Forstwirt, geprüfter Natur- und Landschaftspfleger, Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs) erklären.
Kinderprogramm
Fledermaus-Führung
Für Kinder ab der 2. Grundschulklasse
Freitag, 19. Juni 2026 von 21:30 bis 22:30 Uhr
Freitag, 26. Juni 2026 von 21:30 bis 22:30 Uhr
Maximal 12 Teilnehmer, Kosten 1 €
Anmeldung bis zwei Tage vor der Veranstaltung: 09305-1715 oder anita.trompke@gmx.de
Treffpunkt: Parkplatz Weiße Mühle in Estenfeld
Ende der Veranstaltungen: Parkplatz Grundschule Estenfeld
Leitung: Martina Schwab und Anita Trompke
Fledermäuse sind die geheimnisvollen Jäger der Nacht. Als einzige Säugetiere fliegen sie mit den Händen und sehen mit den Ohren. Mit dem Bat-Detektor gehen wir auf „Fledermausjagd“ und machen ihre Rufe hörbar.
Nächstes Mitgliedertreffen!
Dienstag, 30. Juni, 19-21 Uhr
BieberBau Kürnach
Themen: Organisation verschiedener Projekte
Veranstaltungen im Juli
Auf den Spuren eines fränkischen Ureinwohners
Eugen Bieber führt durch typische Hamsterflächen
Samstag, 18. Juli, 18 - 20 Uhr
Treffpunkt: Waldparkplatz, Langer Höllberg
Als ursprünglicher Steppenbewohner kam er vor Jahrtausenden mit der menschlichen Landwirtschaft zu uns und konnte auf den bäuerlichen Ackerflächen ausreichend Nahrung finden. Er bevorzugt heute noch tiefgründige Lössböden, wo er seine tiefen Baue anlegen kann. Galt er einst zunehmend als landwirtschaftliche Plage, so ist er heute massiv vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste als stark gefährdete Art. Der Nager wird durch Artenschutzprogramme europaweit intensiv geschützt und ist trotzdem in ganz Bayern nur noch in Unterfranken zwischen Würzburg, Kitzingen und Schweinfurt zu finden. Eugen Bieber wird mit uns im Umfeld von Kürnach auf die Suche nach dem seltenen Tier und seinem Lebensraum gehen und wir freuen uns auf viele spannende Geschichten und Erlebnisse.
Main-Fluss-Film-Abend
Ursula Arras präsentiert den Film „Water is love“
Dienstag, 28. Juli, 19-21 Uhr
Wasser ist Leben und es wird immer knapper in Zeiten des Klimawandels. Unterfranken ist einer der extremsten Hitze-Hotspots in Deutschland und gilt als Paradebeispiel für die Probleme, die daraus besonders in der Landwirtschaft entstehen.
Der Hauptfilm des diesjährigen Main-Fluss-Filmfestivals „Water ist love – Ripples of Regeneration“ verdeutlicht was Wasser mit Klimaschutz zu tun hat, warum Wasser Leben bedeutet und wie wir alle dazu beitragen können, Wasserkreisläufe wieder in den Gang zu setzen.
Dieser Filmabend ist ein sommerliches Abschlusstreffen der aktiven BN-Gruppe. Im Anschluss wird bei einem gemütlichen Imbiss über den Film gesprochen (jeder Teilnehmer bringt etwas zum Essen mit). Es können maximal 25 Besucher aufgenommen werden. Es sind somit noch ein paar Plätze frei, die durch Begleitpersonen des aktiven BN-Teams nach Anmeldung ausgeschöpft werden können.
Vergangene Projekte
Bach-Renaturierung:
Bei einer 2023 von der SPD organsierten Wanderung entlang der Kürnach mit Bürgermeister René Wolfahrt und Michael Kolahsa vom Fischereifachverband Bezirk Unterfranken entstand die Idee, man könnte mit kleinen Eingriffen das Fließverhalten der Kürnach an verschiedenen Stellen verbessern und dadurch geeignete Aufenthaltsräume für Wasserlebewesen schaffen. Die BN-Ortsgruppe nahm die Planung vor und holte die erforderlichen Genehmigungen ein. Schließlich verlegte eine engagierte BN-Ortsgruppe in einem unwegsamen Gelände die von der Gemeinde gestifteten Steine alternierend in einem kleinen Bachabschnitt. Die verbesserten Fließeigenschaften waren schnell zu beobachten.
Aktion: „Streuobst für alle“:
Friedrich Barthel hat für interessierte Streuobstgarten-Besitzer Fördergelder für neue Bäume beantragt. Auf diese Weise konnten neue Obstsorten in Estenfeld und Kürnach gepflanzt werden, darunter die älteste bekannte Apfelsorte. Der „Edelborsdorfer“ soll bereits im 13. Jahrhundert im Osten Deutschlands entstanden sein.
Ein Sandarium bauen mit Uli Krammel:
Siehe Fotos und Text unten.
Ein Sandarium für Wildbienen




Was ist ein Sandarium?
Von den 460 Wildbienenarten nisten 340Arten im Boden, sie werden deshalb zu den Erd- oder Bodennistern gezählt. Sie benötigen dafür kahle, trockene und sandige Stellen in Wiesen und Gärten, um dort ihre Bruthöhlen anlegen zu können. Diese sind jedoch komplett verschwunden, was eine Ursache dafür ist, dass die wertvollen Bestäuber unserer pflanzlichen Nahrungsmittel so dramatisch zurückgegangen sind.
Wie wird ein Sandarium angelegt?
Jeder kann recht einfach im Garten oder auf der Terrasse ein solches Terrarium für Wildbienen anlegen und diese bei ihrer täglichen Arbeit beobachten und fotografieren.
Übrigens: Der Stachel der Wildbienen kann die menschliche Haut nicht durchdringen, sie stellen also keinerlei Bedrohung dar.
Einzelschritte:
- Sonnigen Standort suchen
- Eine 50 cm Meter tiefe Mulde graben, ca. 40 cm x 40 cm breit. Alternativ ein entsprechendes Behältnis, z.B. eine Blechwanne, Hochbeet o.ä. nutzen
- Spielplatz- oder Flusssand muss mit Erde gemischt werden, da die Bruthöhlen in den rundgewaschenen Sandkörnern einbrechen können. Nur kantige, ungewaschene Sandkörner, wie man sie in Steinbrüchen, aber auch im Baumarkt findet, bleiben stabil.
- Den groben Sand in die Mulde füllen und dabei einen Hügel aufschichten, der dafür sorgt, dass das Wasser bei Regen schnell abfließen kann und der Sand trocken bleibt.
- Bei lehmigem Untergrund oder einem Behälter empfiehlt es sich, zuvor eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Ziegelbruch in die Mulde zu füllen.
- Den Sandhügel durch Klopfen mit der Schaufel etwas verdichten.
- Die Ränder dekorativ mit Totholz umranden. Die Wildbienen nutzen das Material zum Verschließen ihrer Bruthöhlen.
- Einen Draht, Brombeer- oder Rosenranken darüberlegen, damit Katzen und Co. nicht im Sandarium scharren können.
Nahrung für Wildbienen:
- Wildbienen sind häufig auf wenige Pflanzenarten spezialisiert. Gibt es diese speziellen Blüten nicht, sterben die Tiere.
- Blühende Kräuter (Rosmarin, Lavendel, Salbei) bieten reichlich Nahrung für Wildbienen.
- Wiesenblumen bilden Nektar und Pollen für diese Insekten.
- Niemals gefüllte Blüten anpflanzen, sie enthalten kaum Bienenahrung.
Viel Spaß beim Ausprobieren!






