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Energiewende in Bayern: Landkreis Würzburg mit Spitzenplatz – Stadt gehört zu Schlusslichtern

Der BUND Naturschutz hat die Versorgung mit Photovoltaik und Windkraft auf regionaler Ebene untersucht und große Unterschiede zwischen den Regionen festgestellt. Besonders die Großstädte und einige ländliche Regionen hinken hinterher.  Der Landkreis Würzburg gehört zu den Spitzenreitern.  Die Stadt gehört hingegen zu den Schlusslichtern.
 

Bayern hinkt bei der Energiewende im Deutschlandvergleich hinterher, insbesondere der Ausbau der wichtigen Windkraft ist im Freistaat in den letzten Jahren durch die 10h-Abstandsregel fast vollständig zum Erliegen gekommen. Im bundesweiten Vergleich ist Bayern hier Vorletzter in Bezug auf die Landesfläche. Und auch bei der Photovoltaik ist Bayern auf die Fläche bezogen nur auf Platz sieben zu finden. Dabei gibt es innerhalb Bayerns große Unterschiede zwischen den Landkreisen.

Der Landkreis Würzburg geht mit gutem Vorbild voran und nimmt im landesweiten Vergleich zwischen 96 Landkreisen und kreisfreien Städten Platz 5 ein. 99 Prozent des derzeitigen eigenen Gesamtstromverbrauchs werden durch Windenergie und durch Photovoltaik erzeugt. „Aber auch bei uns im Landkreis wird ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien benötigt, da sich durch die Elektrifizierung der Wärmeversorgung und von weiten Bereichen des Verkehrssektors der Strombedarf bis 2040 ungefähr verdoppeln wird. Deshalb muss auch der Landkreis Würzburg weiter Photovoltaik und Windkraft voranbringen!“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Der digitale Energie-Atlas der Staatsregierung verdeutlicht die regionalen Unterschiede: Während die Spitzenreiter 120 Prozent ihres Strombedarfs mit Wind- und Solarenergie decken können, hinken die Schlusslichter mit gerade einmal einem Prozent hinterher. Weit abgeschlagen am Tabellenende sind besonders Bayerns Großstädte, aber auch im ländlichen Raum besteht noch enormes Ausbau- und Aufholpotential für eine erfolgreiche Energiewende.

Die Stadt Würzburg liegt der Untersuchung zufolge im landesweiten Vergleich auf Platz 88. Nur 3 Prozent des derzeitigen Stromverbrauchs werden hier durch Erneuerbare erzeugt.

„Nur eine erfolgreiche Energiewende ermöglicht uns, die Klimaziele einzuhalten, garantiert Energieunabhängigkeit von Autokraten und fördert somit Frieden und Freiheit. Und ganz nebenbei sind erneuerbare Energien die kostengünstigsten Quellen und ermöglichen langfristig günstigere Energiepreise für alle!“, unterstreicht Lilli Bähr, Kreisvorstandsmitglied und Energielotsin beim BN.

Daher fordert die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz mehr Engagement, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien Photovoltaik und Windkraft rasch voranzubringen. Für den BN gehören eine schnellstmögliche Ausweisung von zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft und eine Solarpflicht für allen Neubauten unbedingt dazu.

 


Für Rückfragen:

 Lilli Bähr
Diplom-Biologin, BN-Energielotsin
BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Würzburg
Tel. 0176 20960110
E-Mail: lilli_baehr@web.de
 

Steffen Jodl
Diplom-Biologe, Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation Bund Naturschutz:

Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

HIER GIBT ES REGIONALE CHRISTBÄUME OHNE GIFT

Würzburg, 22.11.2022

BUND Naturschutz veröffentlich Liste mit Anbietern von regionalen Ökoweihnachtsbäumen. BN-Kreisgruppe Würzburg: Auch in Ihrer Nähe kann man nachhaltige Bäume kaufen. Appell an Waldbesitzer, Plantagenbesitzer und Verkäufern, mehr Biobäume anzubieten.
   
Wie in jedem Jahr präsentiert der BUND Naturschutz in Bayern auch heuer wieder einen regionalen Einkaufsführer für Christbäume. In die aufwändig recherchierte Händlerliste für ökologisch erzeugte Christbäume konnten wieder neue Anbieter aufgenommen werden.

 „Wir raten eindrücklich, nur Bio-Weihnachtsbäume zu kaufen, die in den bayerischen Regionen ohne Kunstdünger und Pestizide aufgewachsen sind“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Wir möchten auch bei den Christbäumen wegkommen von langen Transportfahrten, die das Klima belasten, von Spritzmitteln, die in den meisten konventionellen Plantagen eingesetzt werden, und von Düngemittelrückständen, die oft die Gewässer und Trinkwasser belasten.“ Die Händlerliste des BN bietet diesbezüglich eine wichtige Orientierung, wo Bürger*innen in und um Würzburg Ökochristbäume herbekommen.  

Der optimale Christbaum kommt direkt aus dem Wald, er fällt ohnehin bei der Waldpflege an. Hier gehen keine landwirtschaftlichen Flächen für Christbaumplantagen verloren und es wird auch kein Wald dafür gerodet, was zwar verboten ist, aber immer wieder vorkommt. Leider werden relativ wenige Christbäume direkt aus dem Wald angeboten. „Wir appellieren an Waldbesitzer und Förster, mehr Weihnachtsbäume aus der Waldpflege anzubieten, bessere Bäumchen kann es nicht geben. Plantagenbesitzer sollten darauf achten, keine Pestizide und Dünger zu verwenden“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe.

Die Palette des pestizid- und düngerfreien Anbaus reicht von den hohen Standards der Bio-Anbauverbände Demeter, Bioland, Biokreis und Naturland, die der BN besonders empfiehlt, über die EU-Bio-Zertifizierung bis hin zu freiwilligen Selbstverpflichtungen von Anbauern.

Ganz anders bei konventionell angebauten Bäumen: In den vergangenen Jahren hatte der BUND bundesweit Stichproben auf Rückstände an Pestiziden untersuchen lassen. Bei über der Hälfte der Ware wurde das Labor fündig. „Auch wenn ein konventioneller Baum im Wohnzimmer wahrscheinlich nicht direkt gesundheitsschädlich ist, so ist doch der Einsatz von Pestiziden auf Plantagen vor allem ein Problem für die Artenvielfalt: Die Gifte gelangen in Böden und Gewässer, sie töten oder schädigen Bienen und andere Insekten und sie zerstören Lebensräume von Nützlingen“, erklärt Jodl.

Anbieterliste für giftfreie Christbäume: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachtsbaum-kaufen

 

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972 oder 0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Ralf Straußberger, BN-Waldreferent
Tel.: 0171/ 738 17 24
E-Mai: ralf.straußberger@bund-naturschutz.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Wasserschutzgebiet „Zeller Quellen“: BN für mehr Tempo beim Wasserschutz – Moratorium für Eingriffsvorhaben nötig

Die Stadt Würzburg möchte das bestehende Wasserschutzgebiet „Zeller Quellen“ im Landkreis Würzburg von 8 auf 66 Quadratkilometer erweitern. Der BUND Naturschutz unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich, warnt aber gleichzeitig, dass das Trinkwasser zwischenzeitlich durch zahlreiche Eingriffsplanungen gefährdet ist.

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) macht sich für eine schnelle Erweiterung des Wasserschutzgebietes „Zeller Quellen“ stark und fordert einen sofortigen Schutz des wertvollen Trinkwassers. „Die Zunahme von Trockenperioden macht deutlich, dass Wasserschutz oberste Priorität haben muss. Bis zur rechtssicheren Neuausweisung des Wasserschutzgebietes braucht es daher ein Moratorium für die geplanten Eingriffsvorhaben in dem sensiblen Gebiet. Die Ausweisung selbst muss nun rasch vorangetrieben werden“, erklärt der BN-Vorsitzende Richard Mergner.

Im März 2022 hat die Trinkwasserversorgung Würzburg (TWV) die Antragsunterlagen zur Neuausweisung des Wasserschutzgebietes beim Landratsamt Würzburg eingereicht, nach 30 Jahren Planungszeit. „Eigentlich hätte schon im Sommer die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange beginnen sollen, doch bis heute ist nichts geschehen“, wundert sich Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Nach Auskunft des Umweltamtes am Landratsamt Würzburg müssten Unterlagen überarbeitet werden. Gleichzeitig schreiten Eingriffsplanungen in der Erweiterungszone rasch voran:

  • Die Firma Knauf möchte im Süden das größte Bergwerk Bayerns errichten. Auf einer Fläche von 7,4 Quadratkilometern sollen im geplanten Wasserschutzgebiet jährlich 300.000 Tonnen Gips abgebaut werden, nur rund 9 Meter unter dem für die Trinkwasserversorgung wichtigen Grundwasserleiter.
  • Die Firma Beuerlein plant im Westen eine Deponie der Schadstoffklasse 1. Dies wäre nach der Deponie Gosberg im Landkreis Forcheim (genehmigt 1977) die zweite Deponie für toxisch belasteten Bauschutt in Bayern in einem Wasserschutzgebiet.
  • Die geplante SüdLink-Trasse mit Erdkabelverlegung würde das Wasserschutzgebiet auf einer Länge von 2388 Metern kreuzen, in einem Bereich mit nur geringem Schutz durch Deckschichten.
  • Die B 26 n würde mit dem 4. Planungsabschnitt im Westen das Wasserschutzgebiet kreuzen. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für den 1. Abschnitt bei Arnstein.

„Seit über 100 Jahren liefern die Quellen in Zell am Main wertvolles Trinkwasser für die Stadt Würzburg und versorgen heute die Hälfte der Stadtbevölkerung, rund 65.000 Menschen“, stellt Norbert Herrmann, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Zell, fest. „Doch mit dem Voranschreiten der Klimakrise sinken insbesondere in Unterfranken die Grundwasserspiegel. Trinkwasservorkommen sind daher besonders zu schützen“, so Andrea Angenvoort-Baier, vom Agenda-21-Arbeitskreis „Wasser am Limit“. Zudem bieten aufgrund des klüftigen Karstgesteins nur knapp 10 Prozent der Deckschichten im Einzugsgebiet der Zeller Quellen ausreichend Schutz für das Grundwasser. Schadstoffe könnten innerhalb weniger Tage in das Grundwasser gelangen.

 

Für Rückfragen

Steffen Jodl
BN-Regionalreferent für Unterfranken

Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation BUND Naturschutz

Der BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) ist mit 261.000 Mitgliedern und FörderInnen der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein - bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Tierfallen im Garten: BUND Naturschutz sorgt sich um Amphibien und Co.

In vielen Gärten stellen Kellerfensterschächte und Treppenabgänge eine Gefahr für Frösche und andere Kleintiere dar. Wenn Amphibien an Hausmauern entlangwandern, purzeln sie in diese Fallen und oft gibt es kein Entkommen. Ist es am Grund der Schächte feucht, können sie dort zwar lange überdauern. Strenger Frost bedeutet für die Gefangenen aber meist den Tod.

 „Jetzt vor dem Winter ist es höchste Zeit um solche Tierfallen im Garten zu kontrollieren“ erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der  BN-Kreisgruppe Würzburg. „Amphibien wie Erdkröte, Grasfrosch, Berg- und Teichmolch sind seit der vergangenen Regenperiode sehr aktiv und auf der Suche nach Nahrung und neuen Verstecken. Dabei werden ihnen Schächte und Treppenabgänge schnell zum Verhängnis“. Betroffen sind  auch andere Arten wie Spitzmäuse, Eidechsen, Blindschleichen oder Laufkäfer.

Der BUND Naturschutz betont, dass gerade in naturnahen Gärten, in denen viele Tiere leben, oft ein hohes Risiko für Lurche besteht, solange keine Vorkehrungen getroffen werden, um solche Gefahrenstellen zu entschärfen. „Je nach Tiefe und örtlicher Situation kann man eine Abdeckung aus Metall-Gaze anbringen oder auch Rampen aus Steinen bauen“ erklärt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN Würzburg. Dennoch sei eine regelmäßige Kontrolle der Schächte und Abgänge ratsam. So können sich junge Amphibien durch Spalten quetschen und so an Schutzgittern vorbei in die Falle geraten.

Tagsüber verbergen sich viele der Gefangenen geschickt unter Laub oder in Spalten, so dass man sie nicht leicht entdeckt. Am Abend werden sie aktiv und versuchen dann einen Ausweg zu finden. Um die hineingefallene Tiere zu retten, rät der BUND Naturschutz zu einer mehrmaligen Kontrolle nach Einbruch der Dunkelheit mit einer Taschenlampe. „Es sollte ein milder Abend mit Temperaturen über sechs Grad sein, leichter Regen schadet nicht“, erklärt Armin Amrehn. Zusätzlich sind Kontrollen untertags anzuraten, wobei man möglich Verstecke wie Laub oder Steinplatten vorsichtig durchsucht. Gerade Blindschleichen werden bei ausschließlich nächtlicher Suche leicht übersehen. Die Tiere können mit Handschuhen angefasst, geborgen und im Umfeld einer Versteckmöglichkeit wieder in die Freiheit entlassen werden.

 „Am besten ist es, wenn man im Garten an mehreren Stellen Haufen aus Ästen und Zweigen anlegt“ weiß Steffen Jodl. Sie dienen als „Hotel“ für viele Arten. Amphibien können sich hier verstecken und überwintern. Frisch angelegte Haufen sollte man im ersten Herbst noch mit einer schützenden Laubschicht überdecken. In den Folgejahren sammelt sich ein Bodensatz aus Mulm und verrottendem Astmaterial an, in dem sich die Tiere verbergen können. Und natürlich sollte man die Fallensituationen umgehend entschärfen, damit in Zukunft das Risiko für die tierischen Mitbewohner des Gartens reduziert wird.

 

Weitere Infos:

https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/laubsauger-und-laubblaeserhttps://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten

 


Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972 oder 0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation Bund Naturschutz:

Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Gartentipps für den Herbst: Wilde Ecken voller Leben

Mit der richtigen Pflege kann der heimische Garten zum Jahresende hin zu einem wertvollen Lebensraum für Schmetterlinge, Igel & Co. werden. BUND Naturschutz zeigt auf, wie es geht.

Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen. „Äste und Zweige, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden. Darauf kann zusätzlich altes Laub geschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch Kröten oder Eidechsen finden hier Schutz und Nahrung“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz.

Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter. Alte Blüten und Pflanzenstängel bieten außerdem vielen Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung. Ebenso hilfreich ist es, ein Stück der Blumenwiese nicht zu mähen und über den Winter stehen zu lassen. Auch das bietet Insekten Überwinterungsquartiere.

Grundsätzlich sollten Hobby-Gärtner*innen besser seltener und später mähen, rät Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BN Würzburg „Wer dem Rasen Zeit zum Wachsen gibt, der fördert Lebensraum für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge. Nektar- und pollenhaltige Wildkräuter wie Salbei, Margeriten oder Knautie vertragen keinen häufigen Schnitt. Wer häufig mäht, verhindert die Entwicklung dieser für Insekten wertvollen Pflanzen.“ Der Rasenschnitt kann zusammen mit Laub und zerkleinerten Zweigen als Mulch-Material locker auf Gemüsebeete oder um Beerensträucher gestreut werden. So kommen Wildkräuter nicht hoch und man spart sich das häufige Jäten. Außerdem schützt der Mulchen vor dem Austrocknen des Bodens im Winter. 

Im Herbst ist auch die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln von Frühblühern im Garten zu verteilen. Insekten wie Bienen oder Hummeln ernähren sich im Frühjahr von Schneeglöckchen, Krokussen, Märzenbechern und Tulpen. Es ist sinnvoll, kleine Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse in größeren Gruppen zu setzen. Bei der Aussaat sollten die Zwiebeln etwas tiefer in die Erde eingearbeitet werden – mindestens die doppelte Zwiebelgröße. Im Frühjahr können sie sich dann zu schönen Blütenteppichen entwickeln.

„Dass Laubbläser tabu sind sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben“, so Amrehn abschließend. „Sie sind nicht nur laut, sondern behindern zudem die Humus- und Nährstoffbildung da die weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten können. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum. Außerdem wird die Deck-Schicht entfernt, die den Boden vor Austrocknung und extremer Kälte schützt.“


Weitere Infos:
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/laubsauger-und-laubblaeser
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten


Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
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E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

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Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

Baugebiet Fahrental II Güntersleben - BUND Naturschutz kritisiert weiteren Flächenverbrauch

Würzburg, 29.09.2022

Die Gemeinde Güntersleben hält an der Planung für ein rund 4 Hektar große Gewerbegebiet Fahrental II fest. Der BUND Naturschutz kritisiert diesen Flächenverbrauch auf Kosten von Natur, Landschaft und landwirtschaftlicher Flächen.

Trotz aller Beteuerungen der Politik zum Flächensparen möchte die Gemeinde Güntersleben das bestehende Gewerbegebiet Fahrental um rund 4 Hektar erweitern. „ Auch wenn das Gewerbegebiet aus Kostengründen vielleicht nur abschnittsweise erschlossen werden würde, ist dieser Flächenverbrauch abzulehnen“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Über 10 Hektar werden in Bayern täglich für Infrastruktur und Siedlungen verbraucht. Inzwischen sind schon 12 Prozent der bayerischen Landesfläche entsprechend überplant. „Das politische Ziel, den Flächenverbrauch auf 5 Hektar pro Tag bis 2030 zu reduzieren, wird so konterkariert. Es muss auch bei den Kommunen ein Umdenken geben, weg vom Kirchturmdenken und einer ewigen Wachstumsphilosophie“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz und führt weiter aus: . „Wir brauchen das Ackerland auch für die Nahrungsmittelproduktion! Und wir brauchen die Fläche als Lebensraum für die Tierarten des Offenlandes, wie Feldlerche, Feldhase und Rebhuhn“.  Gerade angesichts der voranschreitenden Klimakrise sind diese Böden auch als Kohlendioxidspeicher und für die Grundwasserneubildung von zunehmender Wichtigkeit, so der BN in einer Pressemitteilung.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Todesfalle Licht: BN bitte Kommunen und Bevölkerung um Unterstützung der Earth Night

Würzburg, 21.09.2022

Insekten sterben massenweise durch nächtliche Beleuchtung. Wenigstens eine dunkle Nacht im Jahr – dafür setzt sich die Initiative „Earth Night“ ein. Am 23. September (Neumond) ruft die Initiative dazu auf, ab 22 Uhr das Licht zu reduzieren oder abzuschalten.

Straßenlampen, Autoscheinwerfer, Leuchtreklame, Flutlichter auf Parkplätzen, Tankstellen und Sportanlagen, Strahler auf Baustellen, Gewerbeflächen und Baudenkmäler – für nachtaktive Insekten können solche Lichtquellen zu Todesfallen werden, denn sie führen zum Zusammenbruch ihres angeborenen Orientierungsvermögens. Um das große Insektensterben aufzuhalten, fordert die BN-Kreisgruppe Würzburg zusammen mit den „Paten der Nacht“, den Initiatoren dieser bundesweiten Aktion, ein Umdenken bezüglich künstlicher Lichtquellen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Energiekrise hat das Abschalten des Lichts nicht nur einen Artenschutzaspekt, sondern ist selbstverständlich auch das Gebot der Stunde, um Energie zu sparen.

„Von den in Deutschland vorkommenden Insektenarten sind etwa 70 Prozent nachtaktiv. Viele davon sind bereits in ihrem Bestand gefährdet“, sagt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. Für den BN steht fest: „Es ist höchste Zeit, die Beleuchtungsdauer zu verkürzen oder in bestimmten Fällen ganz auf nächtliche Beleuchtung zu verzichten. Dies leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen und damit zum Klimaschutz!“

Das Problem vieler nachtaktiver Insekten: Sie sehen noch bei sehr geringer Lichtstärke und fühlen sich vom Licht angezogen. Das Fatale: Haben Insekten eine künstliche Lichtquelle entdeckt, umfliegen sie sie bis zur völligen Erschöpfung oder sie kollidieren mit der Lampe und werden angesengt. Wer vor Erschöpfung zusammengebrochen ist, fällt oft seinen Fressfeinden zum Opfer. Bei Tagesanbruch räumen dann die Vögel unter den noch immer erstarrt verharrenden Insekten auf, die sich an Hauswänden ausruhen oder am Boden liegen. „Ganze Insektenpopulationen können so in der Stadt in kurzer Zeit zusammenbrechen. Das Massensterben der zum Licht gelockten Tiere kann nicht wettgemacht werden. Selbst scheinbar naturnahe Lebensräume in der Stadt verarmen so“, erklärt Steffen Jodl, Geschäftsführer und Biologe bei der Kreisgruppe Würzburg.

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
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0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de
 

Hintergrundinformation BUND Naturschutz:

Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

BUND Naturschutz fordert Einstellung aller Eingriffe im Plangebiet

Würzburg, 18.08.2022

Obwohl der Bebauungsplan „Am Sand West“ in Rottendorf durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof im Juli für unwirksam erklärt wurde, gingen dort Eingriffe in den Lebensraum der Zauneidechse weiter. Der BUND Naturschutz fordert daher die Gemeinde Rottendorf und das Landratsamt Würzburg auf, endlich für den rechtlich und fachlich nötigen Ausgleich zu sorgen. Hierfür ist auch eine neue artenschutzrechtliche Prüfung unverzichtbar und eine Umweltbaubegleitung einzusetzen.

Immer wieder wurden arten- und naturschutzrechtliche Vorgaben im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan „Am Sand West“ in Rottendorf missachtet. „Schon 2014 hatte der BUND Naturschutz umfassende artenschutzrechtliche Kartierungen eingefordert. Insbesondere Feldhamstervorkommen wurde nicht untersucht, obwohl der BN dies angemahnt hatte“, berichtet Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe. „Erst als ein fotografischer Beleg eindeutige Nachweise erbrachte, wurden Untersuchungen durchgeführt, mit der Folge erster Verzögerungen  im Bauleitverfahren“. Doch auch der Umgang mit der geschützten Zauneidechse war unzureichend. So wurde erst beim Beginn der ersten Umsiedlung der Tiere klar, dass im Gebiet ein bedeutendes Vorkommen der Zauneidechse besteht und vorgesehene Ausgleichsmaßnahmen nicht ausreichen. Auch wurden die Ausgleichsflächen fachlich nicht betreut, da eine gemäß Bebauungsplan vorgesehene Umweltbaubegleitung nicht existent ist. Das gesetzliche Vermeidungsgebot von Eingriffen wurde nicht beachtet und damit der nötige Erhalt von Streuobst- und Heckenbereiche nicht sichergestellt.  Eine Aufhebung des Bebauungsplanes war damit unausweichlich. Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN: „Der BUND Naturschutz fordert nun, dass die Gemeinde Rottendorf und das Landratsamt Würzburg sicherstellen, dass keine weiteren Maßnahmen im Gebiet erfolgen, die in Lebensräume vorhandener Arten eingreifen, wie beispielsweise die kürzlich erfolgte Intensivmahd im Zauneidechsenhabitat. Aktuell gibt es keine rechtliche Grundlage hierfür. Artenschutzrechtliche Erhebungen müssen zunächst fachlich korrekt durchgeführt werden. Ausgleichmaßnahmen sind im nötigen Umfang und an geeigneter Stelle unter Einbeziehung einer Umweltbaubegleitung einzurichten. Das Vermeidungsgebot von Eingriffen zum Schutz von Natur und Umwelt ist zu berücksichtigen.“

 

Biberlandschaften wirken Austrocknung entgegen

Würzburg, 12.08.2022

Vielerorts sind aufgrund wochenlang anhaltender Hitze und fehlendem Niederschlag vor allem kleine Fließgewässer dem Austrocknen nahe - mit fatalen Konsequenzen für Tiere dieser Lebensräume. Vom Biber geschaffene Feuchtlandschaften sind nun oft letzte Rückzugsgebiete für Fische, Amphibien oder Libellenlarven.

Seit Jahrmillionen ist ein tierischer Wasserwart im Einsatz, der es wie kein anderer versteht, mit dem zur Verfügung stehenden Wasser optimal zu haushalten: Der Biber. Er baut Dämme, die das Wasser zurückhalten, und schafft so wasserreiche Lebensräume ohne diese Leistung in Rechnung zu stellen. Und er profitiert nicht alleine von seiner Fähigkeit.

„Durch die anhaltenden Dürreperioden in diesem Sommer trocknen viele Bachläufe und sogar Stillgewässer aus. Allerletzte Rückzugorte, die Fische, Amphibien, Wasserkleinstlebewesen, Muscheln & Co. vor dem sicheren Tod bewahren, sind vom Biber gestaltete Gewässer mit ihren strukturreichen Feuchtbereichen“, erklärt Armin Amrehn von der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Damit bleibt auch der Tisch für zahlreiche andere Arten wie Fledermäuse, Insekten, Libellen reich gedeckt, wie zum Beispiel im Zeubelrieder Moor bei Erlach.“

 

Der Biber schafft den Gewässern wieder den (Lebens-)Raum, den sie früher hatten und den sie brauchen. Gerade in den Sommermonaten haben Biber oft den Wasserstand mittels Biberdämmen vor ihren zahlreichen Wohn- und Ruhestätten etwas mehr als üblich erhöht, denn nicht zuletzt die vor wenigen Wochen zur Welt gekommenen Biberbabys benötigen nun besonders hohen Schutz sowie optimale Voraussetzungen, um bei Gefahr abtauchen zu können.
Würzburg, 12.08.2022

„Dort, wo das Wasser jetzt über die Ufer tritt, verteilt es sich in mehreren Kleinstwasserarmen in der angrenzenden Landschaft. Dort entstehen nicht nur Lebensräume, sondern auch das Grundwasser wird angereichert, denn ein Teil des Wassers versickert im Boden. In entwässerten Moorgebieten ist der Biber mittlerweile ein zentraler Partner für die Grundwasseranhebung, die für Klima- und Naturschutz nötig ist“, so Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BN.  

Wo diese Flächen genutzt werden, kann das bei Land-, Forst und Teichbewirtschaftern zu Sorgen und Unzufriedenheit führen. Doch mit diesen Problemen ist niemand alleine gelassen, hierfür gibt es unterstützende Hilfe durch das Bayerische Bibermanagement und als direkten Ansprechpartner die Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern. Sie werden unterstützt durch ehrenamtliche Biberberater*innen in ganz Bayern. Sie informieren ausführlich und umfassend über den Biber und seine Lebensweise sowie die Möglichkeiten, wie wir mit dem Biber als Gewässernachbar gemeinsam leben können.

HAUS- UND STRAßENSAMMLUNG DES BUND NATURSCHUTZ WIEDER ERFOLGREICH

Der BUND Naturschutz freut sich über die Unterstützung seiner Arbeit im Natur- und Umweltschutz durch Würzburger Schulen und Ehrenamtliche. Insgesamt wurde ein Sammelergebnis von 9.471,86 Euro erzielt. Spitzenreiter ist das Röntgengymnasium.

Würzburg, 12.08.2022

Nach zwei Jahren Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir in diesem Sommer die Haus- und Straßensammlung erneut starten. Diese Gelder stellen eine wichtige Finanzierungsquelle für die unabhängige Arbeit des BUND Naturschutz im Natur- und Umweltschutz in der Region dar. „Wir freuen uns, dass sofort wieder vier Schulen aktiv waren und insgesamt 8.516,86 Euro an Spenden für die BN-Arbeit gesammelt wurden“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe. Überragende 3.246,00 Euro erzielten dabei alleine die Schüler*innen des Röntgen-Gymnasiums. Dicht gefolgt vom Matthias-Grünewald-Gymnasium, das auf ein Spitzenergebnis von 3.075,82 Euro kam. Die Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg und das Wirsberg-Gymnasium sammelten tolle 1.165,22 Euro beziehungsweise 1.029,82 Euro.
Zudem wurden wir durch Ehrenamtliche in Leinach und Veitshöchheim unterstützt, die zusätzliche 955,00 Euro beitrugen. 

Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe: „Unser Dank für dieses tolle Engagement gilt allen Lehrer*innen, die an ihrer Schule die Sammlung organisierten, allen Sammler*Innen und natürlich allen Spender*innen.“

BUND NATURSCHUTZ SIEHT ERFOLG AUCH ALS WECKRUF FÜR DEN GANZEN LANDKREIS

Würzburg, 25.07.2022

Am 24. Juli haben die Bürger*innen Ochsenfurts entschieden, dass der Dümmersberg nicht bebaut wird! Dies ist ein großer Erfolg für mehr Arten- und Flächenschutz in Ochsenfurt und ein Aufruf an alle Kommunen zur Reduktion des Flächenverbrauchs.  

Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg: „Der BUND Naturschutz gratuliert der Bürgerinitiative in Ochsenfurt zum gewonnen Bürgerentscheid und bedankt sich für das Engagement!“ Der BUND Naturschutz hatte die Ochsenfurter Initiative zum Erhalt der Kulturlandschaft am Dümmersberg stets unterstützt. „Damit zeigen die Bürger*innen Ochsenfurts, dass ihnen der Schutz von Freiflächen, der Erhalt landwirtschaftlicher Böden und der Artenschutz wichtige Anliegen sind“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN Würzburg. „Dies ist auch als Weckruf an alle Gemeinden im Landkreis zu verstehen. Die Bürger*innen haben erkannt, dass der hohe Flächenverbrauch und der Verlust an wertvollen Flächen gestoppt werden muss“, so der BN in einer Pressemitteilung.

BUND Naturschutz spricht sich für Talavera-Bewirtschaftung und Cityzone aus

Würzburg, 20.07.2022

Der BUND Naturschutz unterstützt eine Bewirtschaftung der Talavera in Würzburg als Beitrag zur Mobilitätswende und wirbt für das Stadtratsbegehren „Besser in den Bischofshut“ (Bürgerentscheid 1). Gleichwohl ist das ÖPNV-Angebot für das Umland rasch und deutlich zu verbessern.

Am 24. Juli entscheiden die Bürger*innen der Stadt Würzburg über einen wichtigen Schritt zu einer dringend nötigen Verkehrswende und mehr Klimaschutz in Würzburg“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Der BUND Naturschutz unterstützt daher das Stadtratsbegehren für eine Bewirtschaftung der Talavera“, so Amrehn weiter. „Mit den Parkeinnahmen aus der Talavera-Bewirtschaftung könnte auch eine City-Zone eingerichtet werden, welche die kostenlose Nutzung der Straßenbahn zwischen Talavera, Hauptbahnhof und Sanderring für alle ermöglichen würde“, erläutert Dr. Volker Glöckner, stellvertretender Vorsitzender der BN-Kreisgruppe.  Damit würde die Stadt Würzburg den wichtigen Weg einer Mobilitätswende fortführen, weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zu klimafreundlichen Verkehrsmitteln wie dem ÖPNV oder dem Rad.  „Wir müssen deutlich mehr in Sachen Klimaschutz tun, denn die Zeit läuft uns davon“, appelliert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. „Gleichzeitig muss aber auch der ÖPNV im Landkreis mit Hochdruck verbessert werden“, fordert Jodl. „Nur mit einer attraktiven Verzahnung des ÖPNV zwischen Stadt und Umland ist die Mobilitätswende zu schaffen.“

Würzburg ist eine der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Regionen Deutschlands. Im Stadtzentrum haben wir schon jetzt um rund fünf Grad höhere Temperaturen im Vergleich zum Umland. Schreitet die Klimakrise voran, wird ein Leben und Arbeiten in Würzburg aufgrund dieses Hitzeinseleffektes schon bald nur noch eingeschränkt möglich sein. Klimaschutz liegt daher im grundeigenem Interesse aller Menschen in und um Würzburg, so der BN in einer Pressemitteilung.

So kann jeder von uns Wasser sparen

Würzburg, 26.07.2022

Hitze und Trockenheit haben in diesem Sommer nicht nur Bayern fest im Griff. Bisher war Wasserknappheit in Deutschland kein großes Problem. Doch in diesem Jahr und den vergangenen Hitzesommern zeigte sich, dass sich das in Zukunft zumindest in einigen Landesteilen aufgrund der Klimakrise ändern könnte. Die BN-Kreisgruppe Würzburg gibt Tipps, wie man in seinem Haushalt Wasser sparen kann.

Durch den Klimawandel und vermehrte Trockenperioden haben wir auch in Bayern zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen. Insbesondere in der Region um Würzburg sinken die Grundwasserspiegel. Gerade bei uns ist es also notwendig, sparsam mit Wasser umzugehen. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie im Haushalt weniger Wasser verbrauchen können. Dass Duschen deutlich wassersparender ist und mindestens drei Mal weniger Wasser verbraucht als Baden, dürfte bekannt sein. Und die Start-Stopp-Taste an der Klospülung ist mittlerweile ja zum Glück Standard“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Beim Einseifen während des Händewaschens fließen meist etwa 15 bis 20 Liter ungenutzt. Drehen Sie das Wasser beim Händewaschen öfters ab, bei gleicher Hygiene kann so der Wasserverbrauch beim Händewaschen um bis zu 70 Prozent reduziert werden.“

Unser Regenwasser wird allerdings immer noch viel zu wenig genutzt. Für Gartenbesitzer sollte die Regentonne obligatorisch sein, um das Wasser zumindest für die Pflanzenbewässerung zu nutzen. Über Zisternen lassen sich zudem auch Toilettenspülung und Waschmaschine trinkwasserschonend betreiben. Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN: „Mit Pflanzen bewachsener Boden kann viel mehr Wasser bei Regen aufnehmen als versiegelte, unbewachsene Flächen. Vermeiden Sie auch andere Tätigkeiten, die viel Wasser brauchen wie Autowaschen, Rasenbewässerung oder Pool-Befüllungen. Bitte beachten Sie auch die Empfehlungen Ihrer Gemeinde zur reduzierten Wassernutzung an heißen Sommertagen.“

Der mit Abstand größte Teil unseres Verbrauchs entfällt allerdings nicht auf den Haushalt und den Garten, sondern auf unsere Lebensmittel und Konsumgüter.
In einem Kilo Import-Tomaten stecken etwa 40 Liter Wasser, in einem Kilo Papier 250 bis 700 Liter, in einem Kilo Rindfleisch 5.000 Liter und in einem Auto bis zu 20.000 Liter. „Oft ist uns gar nicht klar, in welchen Lebensbereichen überall Wasser für unsere Bedürfnisse verbraucht wird. So können wir unseren Wasserverbrauch unter anderem senken, wenn wir Mehrweg- statt Einwegverpackungen verwenden. Eine Glas-Mehrwegflasche benötigt bei der Herstellung zum Beispiel 70 Prozent weniger Wasser als ein Milchkarton“, so Steffen Jodl.

Wer den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft fördern will, sollte möglichst Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Produktion kaufen. Denn der Vormarsch von wasserintensiven Anbaumethoden sowie der Fleischproduktion führt gerade in wasserärmeren Ländern des Südens zum Absinken des Grundwasserspiegels und damit zu Bodenerosion, Versalzung und Versteppung. Hinzu kommen Belastungen des natürlichen Wasserhaushalts durch Düngemittel und Pestizide.

Auch Strom sparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Ein großer Teil des Wassers in Deutschland wird nämlich zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt. Bei Konsumgütern weisen Gütezeichen wie der Blaue Engel auf wasser- und umweltschonende Waren wie zum Beispiel Recyclingpapier hin.

 

BUND NATURSCHUTZ UNTERSTÜTZT BÜRGERBEGEHREN GEGEN BAUGEBIET

Würzburg, 25.07.2022

Am 24. Juli entscheiden die Bürger*innen Ochsenfurts über die Zukunft von Natur und Landschaft am Dümmersberg. Der BUND Naturschutz unterstützt das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative „Erhaltet den Dümmersberg als wertvolle und artenreiche Kulturlandschaft“.

Noch immer möchte die Stadt Ochsenfurt am Dümmersberg rund 8,5 Hektar Ackerland mit einem Baugebiet überplanen. Ein Ratsbegehren soll dies ermöglichen. Der BUND Naturschutz spricht sich jedoch klar gegen dieses Vorhaben und damit gegen das Ratsbegehren aus. „Wir unterstützen das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative zum Erhalt der Kulturlandschaft am Dümmersberg. Es darf dort keine Bebauung geben“, fordert Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. Auch die Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Ochsenfurt, Christine Ruhl, steht hinter dem Bürgerbegehren: „Viel zu viel Boden wird täglich überbaut, zum Schaden von Natur und Landwirtschaft. Damit muss endlich Schluss sein!“

Rund 12 Hektar Fläche werden in Bayern täglich für Baugebiete und Straßen verbraucht, Tendenz steigend. Und dies, obwohl auch die Bayerische Staatsregierung beschlossen hat, den Flächenverbrauch bis 2030 (!) auf fünf Hektar pro Tag zu begrenzen. Um dies zu erreichen muss es auch bei den Kommunen ein Umdenken geben, weg vom Kirchturmdenken und einer ewigen Wachstumsphilosophie. „Wir brauchen das Ackerland für die Nahrungsmittelproduktion! Und wir brauchen die Fläche als Lebensraum für die Tierarten des Offenlandes, wie Feldlerche, Feldhase  und Rebhuhn“, weiß Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe. „Gerade angesichts der voranschreitenden Klimakrise sind diese Böden auch als Kohlendioxidspeicher und für die Grundwasserneubildung von zunehmender Wichtigkeit“, so Jodl weiter. Der BUND Naturschutz unterstützt daher eine Innenentwicklung, die Leerstände und freie Bauplätze aktiviert. Dass dies geht, zeigen zum Beispiel die Gemeinden im Hofheimer Land (Landkreis Hassberge). „Man muss es nur wollen!“, so der BN in einer Pressemitteilung.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972 oder 0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de
 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Vogel gefunden – was tun?

Vermeintlich verlassene Jungvögel sollte man in den meisten Fällen in Ruhe lassen. Falsche Tierliebe schadet. Der BUND Naturschutz/BN gibt Tipps, wie man sich in einer solchen Situation verhalten soll. Hecken und Büsche nicht schneiden.

Würzburg, 20.05.2022

Jetzt kann man sie überall beobachten: Vogelkinder! Sie hüpfen durch die Büsche und am Boden entlang und warten darauf, von den Eltern gefüttert zu werden. „Für viele Menschen sieht das so aus, als ob die Jungvögel Hilfe brauchen, vor allem, wenn sie sich nicht von der Stelle bewegen. Doch in einer solchen Situation muss man gut überlegen, was das Richtige ist“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Zuerst muss geklärt werden, ob es sich um einen Nestling handelt, der möglicherweise aus dem Nest gefallen ist. Denn in diesem Jungvogel-Stadium benötigen die Tiere unsere Hilfe, da sie alleine noch nicht überlebensfähig sind. Der wichtigste Unterschied zwischen einem Nestling und einem Ästling ist, dass Nestlinge noch kein vollständiges Federkleid besitzen und im Gegensatz zu Ästlingen nicht auf den eigenen Füßen stehen, sondern auf ihrem gesamten unteren Beinabschnitt sitzen. „Wenn das Nest in der Nähe ist, kann man diese herausgefallenen Vögel einfach vorsichtig zurücksetzen, die Eltern stören sich nicht daran“, so Steffen Jodl, Diplom-Biologe und Geschäftsführer beim BN.

Anders sieht es bei flüggen Jungvögeln am Boden aus, erkennbar am vollständigen Gefieder. „Diese Vögel sollte man in den meisten Fällen in Ruhe lassen. In der Regel werden sie von den Eltern am Boden versorgt oder durch bestimmte Rufe zum Fliegen animiert. Droht dem flüggen Jungvogel aber unmittelbar Gefahr - etwa durch Katzen oder den Straßenverkehr - kann man den Vogel an einen geschützten Ort beispielsweise in eine dichte Hecke setzen. Der Ort sollte aber unbedingt in der Nähe des Fundortes sein. Die Vogeleltern beobachten die Situation genau und finden ihren Nachwuchs wieder“, erklärt Steffen Jodl.

Um offensichtlich verletzte Vögel sollte man sich in jedem Fall kümmern. Diese sollten vorsichtig aufgelesen und zu einem Tierarzt gebracht werden - beispielsweise in einem Karton mit Handtuch darin.

Wichtiger Hinweis: Während der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 30. September ist es verboten, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder zu beseitigen. Viele Vögel haben hier Nester gebaut und versorgen ihre Jungen. Erlaub ist nur der schonende Schnitt. Lassen sich bestimmte Arbeiten, wie schonende Formschnitte, nicht aufschieben, sollte die Hecke unbedingt zuvor nach Nestern und Jungtieren abgesucht werden. Ganzjährig geschützt sind sogar Nistbereiche von standortreuen Vogelarten wie Haussperling oder Mehl- und Rauchschwalbe.
 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972 oder 0160 5611341
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Im Ökohaus Würzburg ist ab Mitte September wieder eine Bundesfreiwilligendienst-(BFD)-Stelle frei – Jetzt bewerben und einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer Natur leisten!

Die BUND Naturschutz (BN) – Kreisgruppe Würzburg hat ab Mitte September 2022 einen BFD-Platz im Ökohaus im ehemaligen Landesgartenschaugelände neu zu besetzen. Alle Bürger*innen, die ihre Schulpflicht absolviert haben, können einen Bundesfreiwilligendienst leisten. BFD in Teilzeit für Menschen über 27 Jahren beim BN Würzburg möglich.

Würzburg, 09.05.2022

„Bundesfreiwilligendienstleistende haben beim BN Würzburg im Ökohaus mit umliegenden Naturgarten die Möglichkeit bei abwechslungsreichen und vielseitigen Aufgaben in einem tollen Team zu arbeiten“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg.

Zum Aufgabenspektrum gehören beispielsweise die Unterstützung bei der Umweltbildung, die Pflege der Homepage, die Mitorganisation der jährlichen Haus- und Straßensammlung an Schulen in und um Würzburg oder auch die Pflege des Ökogartens um das Ökohaus.

Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg des BN, ruft zur Bewerbung auf: „Unterstützen Sie uns mit einem BFD im Ökohaus bei unserer Arbeit für den Klimaschutz, beim Einsatz für unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten und in der Umweltbildung! Nutzen Sie die Möglichkeit, auch im Rahmen von Seminaren neue Kompetenzen in verschiedenen Fachbereichen zu erwerben und sich mit anderen Freiwilligen aus ganz Deutschland auszutauschen.“

Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und der Bewerbung sind auf der BN-Würzburg-Homepage einsehbar: wuerzburg.bund-naturschutz.de/bundesfreiwillige/.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung!
Diese richten Sie bitte an Herrn Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 7000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Tausende Ehrenamtliche sammeln Spenden für Bayerns Natur

Nach zwei Jahren Corona-Pause startet der BUND Naturschutz wieder seine jährliche Spendenaktion. Schon ab dem 09. Mai werden wieder zahlreiche Kinder, Erwachsene und Jugendliche in ganz Bayern unterwegs sein, um Spenden für Projekte des BUND Naturschutz zu sammeln.

Würzburg, 05.05.2022

Es ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Mit den Spendengeldern werden zum Beispiel Schutzgrundstücke gekauft oder das Engagement für Energiewende und Klimaschutz finanziert. In der Region Würzburg unterstützt eine Spende auch unser Engagement zum Grundwasserschutz und in der Umweltbildung. „So entsteht aktuell auf dem Gelände beim Ökohaus Würzburg ein neuer Schmetterlingsgarten, der Anregung zur Anlage naturnaher Gärten sein soll“, wirbt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg um Spendengelder. 

„Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie für den BN. Jeder Euro zählt!“, appelliert Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg, an alle Freund*innen der Natur.

Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto der BN-Kreisgruppe Würzburg, IBAN DE10 7905 0000 0043 8844 10 bei der Sparkasse Mainfranken, mit dem Vermerk „Spende HuS“ eingezahlt werden.

Wer mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über unsere Geschäftsstelle im Ökohaus Würzburg (Tel. 0931/43972) anfordern.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.950 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

„Internationaler Tag des Baumes am 25. April 2022 - Baum des Jahres ist die Rotbuche“

Der Vorsitzende der Kreisgruppe Stadt- und Landkreis Würzburg im Bund Naturschutz, Armin Amrehn, erinnert anlässlich des Tag des Baumes an den amerikanischen Farmer Julius Morton der schon 1872 zum Gründungstag in den USA erklärt hatte: „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“ Amrehn ist überzeugt: „unserer Gesellschaft ist mehr denn je klar, dass der Baum von heute der Klimaschützer von morgen ist.“

Würzburg, 20.04.2022

Schattige, kühle Rotbuchenwälder spielen eine herausragende Rolle; sind sie doch – ob schonend forstlich gepflegt oder auch ungenutzt - Garanten für die Lieferung wertvoller Ökosystemleistungen. In diesem Zusammenhang betont Amrehn dass es unter maßgeblicher Beteiligung des Bund Naturschutzes im Jahr 2019 zur Ausweisung des größten bayerischen Buchen-Naturwaldes im Irtenberger Wald gekommen ist.

Rotbuche auch im Klimawandel wichtig
Laut BN Waldexperte Karl-Georg Schönmüller würde die Rotbuche mit einem Anteil von über 80% unsere heimischen natürlichen Wälder dominieren. Franken und insbesondere die Landschaft um Würzburg, gilt als Zentrum ihrer mitteleuropäischen Verbreitung. Nur auf feuchten bis nassen Standorten wären Bergahorn, Esche und Ulme konkurrenzkräftiger, auf trockeneren Standorten wäre dies die Eiche, begleitet von selteneren Baumarten wie Elsbeere und Feldahorn. Schönmüller ist überzeugt, dass trotz der sich ändernden klimatischen Verhältnisse die Rotbuche ihren Platz in den Wäldern behalten wird, insbesondere auch in forstlich schonend behandelten Dauerwäldern, die vielfältigste Mischungen, Alter und Strukturen aufweisen.

Größtes Buchenurwaldgebiet in der Ukraine
Herausragende Bedeutung haben die wenigen noch vorhandenen europäischen Buchen-Urwaldgebiete, wie sie sich heute noch in kleinen Resten in Nordspanien, in den Abruzzen oder auch in Albanien finden. Waldexperte Schönmüller weist explizit auf die weltweit größten unberührten Buchenwälder in den ukrainischen Karpaten in der Nähe von Lwiw/Lemberg hin. Als UNESCO Welterbe der Menschheit sind sie seit 2007 unter internationalen Schutz gestellt und befinden sich jetzt in Gefahr.

Buchen-Nationalpark in Franken
Auch Frankens Buchenwälder sind schützenswert. BN Kreisgruppen-Vorsitzender Armin Amrehn dazu: „um der überragenden Bedeutung dieser Baumart in Bayern endlich gerecht zu werden, ist die Einrichtung eines Buchen-Nationalparks, ob im Steigerwald, Gramschatzer Wald oder Spessart, überfällig“.

 

Für Rückfragen:
Karl-Georg Schönmüller, BN-Waldexperte
Tel. 0170/5081478
info@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern und Förderer der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Osterhase in Gefahr

Lebensraum des Feldhasen schwindet

Der Legende nach versteckt „Meister Lampe“ an Ostern die bunten Eier. Noch. Schwindende Lebensräume, Mangel an Kräutern und zunehmender Verkehr machen dem Feldhasen zu schaffen. Beim Ostereinkauf kann jeder helfen.

Würzburg, 31.03.2022

Der Feldhase fühlte sich eigentlich mal wohl in der Agrarlandschaft. Heute ist er wie viele andere Arten der Feldflur ein seltener Anblick geworden und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Er braucht artenreiche Kräuter-Nahrung sowie Verstecke vor Fressfeinden und für die Jungenaufzucht. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft ist beides selten geworden. Dazu kommen noch die Gefahren durch Straßen und zunehmenden Verkehr sowie generell abnehmender Lebensraum durch Siedlungen und Gewerbegebiete.

„Der Feldhase ist ein Kräuterspezialist. Doch die sind in der intensiven Landwirtschaft selten geworden“, unterstreicht Armin Amrehn, Vorsitzender  der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Um einen weiteren Rückgang der Hasenbestände zu vermeiden, brauchen wir den Erhalt und die Aufwertung der Landschaft mit blütenreichen Wiesen, Rainen, Säumen, Versteckmöglichkeiten wie alten Heckenbeständen und Brachflächen sowie einen Biotopverbund zur Vernetzung der Lebensräume“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. Davon würden auch viele andere Arten der Agrarlandschaft wie Goldammer, Kiebitz, Grasfrosch oder viele Insektenarten profitieren. Der Biotopverbund auf 15 Prozent der Offenlandfläche ist seit dem erfolgreichen Bienen-Volksbegehren im Bayerischen Naturschutzgesetz verankert und seine Herstellung bis 2030 gesetzliche Pflicht. „Leider hapert es bei der Umsetzung des Volksbegehrens besonders im Bereich Biotopverbund – hier passiert noch viel zu wenig“, kritisiert Jodl.

Kritik übt die BN-Kreisgruppe auch am nach wie vor hohen Flächenverbrauch im Landkreis, der die Lebensräume nicht nur des Feldhasen laufend einschränkt, wie zum Beispiel am Dümmersberg. Hier plant die Stadt Ochsenfurt ein rund zwei Hektar großes Baugebiet, das auch wichtige Verbindungskorridore zwischen wertvollen Biotopen zerschneiden würde.

Aber auch jeder Einzelne kann beim Ostereinkauf Gutes tun. „Wer sich jetzt über Schoko-Osterhasen und bunte Ostereier freuen will, sollte Erzeugnisse aus ökologischem Landbau oder lokalen Naturschutzprojekten nachfragen. Bio fair-trade Schokolade schützt vor Pestizideinsatz. Auch bei bunten Ostereiern sollte man nicht auf Käfigeier hereinfallen, denn bei den gefärbten Eiern muss die Haltungsform nicht gekennzeichnet sein“, erklärt Armin Amrehn. Der BN empfiehlt, Eier aus ökologischer Haltung zu kaufen (Stempelkennzeichnung 0 auf dem Ei) und selbst zu färben.

Der Feldhase ist ein Tier mit beeindruckenden Fähigkeiten: Er ist ein Meister der Tarnung mit hervorragendem Gehör. Durch seine langen, kräftigen Hinterbeine ist der Feldhase sehr flink: Auf der Flucht erreicht er Geschwindigkeiten von etwa 50 km/h, kurzzeitig sogar bis zu 70 km/h – das ist schneller als ein Rennpferd im Galopp! Dabei schlägt er 90-Grad-Haken und kann bis zu drei Meter hoch und sieben Meter weit springen. Um die Damen zu beeindrucken, liefern sich die männlichen Hasen in der Paarungszeit spektakuläre Boxkämpfe und Wettrennen. Übrigens: Vom Wildkaninchen kann man den Feldhasen durch seine deutlich größeren Ohren unterscheiden.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de
 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

Frühjahrsputz kann noch warten

Die Tage werden länger und wärmer und die ersten Vorfrühlingsboten werden sichtbar. Blühende Blumen und Hecken kündigen nicht nur die neue Jahreszeit an, sondern spielen auch für Bienen und Vögel eine wichtige Rolle. Der BUND Naturschutz gibt Tipps für einen naturfreundlichen Garten zu Beginn des Frühlings.

Würzburg, 24.03.2022

Der große Frühjahrsputz im Garten sollte noch warten, betont die BN-Kreisgruppe Würzburg. „Insekten brauchen die Laubschicht auf dem Boden, die sie vor kalten Nächten schützt, denn: der Spätfrost kommt bestimmt! Außerdem werden bei einem zu frühen Rückschnitt der Pflanzen und dem Entfernen des Laubes alle darin überwinternden Insekten mitentsorgt“, beklagt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe.

„Alte Blütenstauden und vertrocknete Gräser schützen das junge Grün vor den gefährlichen Spätfrösten“, erklärt Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BN Würzburg. „Ebenso befinden sich noch viele Insekten gut geschützt unter der Streuschicht im Boden oder in hohlen Ästen und Pflanzenstängeln. Ein großangelegter Frühjahrsputz schadet deshalb der Artenvielfalt im Garten. Besser ist es, bestimmte Pflanzen individuell zu pflegen und mit dem schonende Rückschnitte abgestorbener Pflanzen erst zu beginnen, wenn es längere Zeit konstant warm ist.“
 

Viele Wildbienen und die ersten Hummeln sind bereits unterwegs und gehen auf Futtersuche. Wichtige Quellen für Pollen und Nektar sind derzeit Huflattich, Schlüsselblumen, Krokusse und Winterlinge. Auch Sträucher und Bäume wie Haselnuss, Kornelkirsche und einige Weidenarten blühen bereits und sind bedeutende Futterpflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten.
 

Mit dem Vorfrühling kommen auch die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück und erkunden mögliche Nistplätze. Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken mit Schlehen, Wildrosen und Weißdorn bieten ideale Brutmöglichkeiten. Fehlen diese Strukturen, kann man zumindest den Höhlenbrütern mit einem Nistkasten helfen. Aber Achtung: Nicht jeder Kasten passt! Jede Vogelart hat andere Ansprüche und bevorzugt bestimmte Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. „Neben den Standard-Meisenkästen ist es auch sinnvoll, spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter, Gartenschläfer oder Fledermäuse anzubieten“, empfiehlt Steffen Jodl.
 

Hätten Sie es gewusst? Mit über zwanzig Millionen Gärten in Deutschland haben Gartenbesitzer ein riesiges Potential, Natur zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern. Jeder Garten kann zu einem kleinen Biotop werden, das durch Pflanzenvielfalt Vögel, Kleintiere und Insekten anlockt und ein dauerhaftes Zuhause verspricht. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ökotipp „Garten bienenfreundlich gestalten“: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/bienenfreundlicher-garten

Frühjahrsputz kann noch warten

Die Tage werden länger und wärmer und die ersten Vorfrühlingsboten werden sichtbar. Blühende Blumen und Hecken kündigen nicht nur die neue Jahreszeit an, sondern spielen auch für Bienen und Vögel eine wichtige Rolle. Der BUND Naturschutz gibt Tipps für einen naturfreundlichen Garten zu Beginn des Frühlings.

Der große Frühjahrsputz im Garten sollte noch warten, betont die BN-Kreisgruppe Würzburg. „Insekten brauchen die Laubschicht auf dem Boden, die sie vor kalten Nächten schützt, denn: der Spätfrost kommt bestimmt! Außerdem werden bei einem zu frühen Rückschnitt der Pflanzen und dem Entfernen des Laubes alle darin überwinternden Insekten mitentsorgt“, beklagt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe.

„Alte Blütenstauden und vertrocknete Gräser schützen das junge Grün vor den gefährlichen Spätfrösten“, erklärt Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BN Würzburg. „Ebenso befinden sich noch viele Insekten gut geschützt unter der Streuschicht im Boden oder in hohlen Ästen und Pflanzenstängeln. Ein großangelegter Frühjahrsputz schadet deshalb der Artenvielfalt im Garten. Besser ist es, bestimmte Pflanzen individuell zu pflegen und mit dem schonende Rückschnitte abgestorbener Pflanzen erst zu beginnen, wenn es längere Zeit konstant warm ist.“
 

Viele Wildbienen und die ersten Hummeln sind bereits unterwegs und gehen auf Futtersuche. Wichtige Quellen für Pollen und Nektar sind derzeit Huflattich, Schlüsselblumen, Krokusse und Winterlinge. Auch Sträucher und Bäume wie Haselnuss, Kornelkirsche und einige Weidenarten blühen bereits und sind bedeutende Futterpflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten.
 

Mit dem Vorfrühling kommen auch die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück und erkunden mögliche Nistplätze. Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken mit Schlehen, Wildrosen und Weißdorn bieten ideale Brutmöglichkeiten. Fehlen diese Strukturen, kann man zumindest den Höhlenbrütern mit einem Nistkasten helfen. Aber Achtung: Nicht jeder Kasten passt! Jede Vogelart hat andere Ansprüche und bevorzugt bestimmte Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. „Neben den Standard-Meisenkästen ist es auch sinnvoll, spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter, Gartenschläfer oder Fledermäuse anzubieten“, empfiehlt Steffen Jodl.
 

Hätten Sie es gewusst? Mit über zwanzig Millionen Gärten in Deutschland haben Gartenbesitzer ein riesiges Potential, Natur zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern. Jeder Garten kann zu einem kleinen Biotop werden, das durch Pflanzenvielfalt Vögel, Kleintiere und Insekten anlockt und ein dauerhaftes Zuhause verspricht. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ökotipp „Garten bienenfreundlich gestalten“: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/bienenfreundlicher-garten

Ansprechpartner:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

Igel wachen auf – was jeder tun kann

Es geht wieder los: Die ersten Igel wachen auf. Die warmen Sonnenstrahlen locken die Winterschläfer aus ihren Verstecken. Da die Insektenfresser noch kaum Nahrung finden, sind manche Tiere auf unsere Hilfe angewiesen. Was jeder jetzt tun kann, verrät der BUND Naturschutz.

Würzburg, 21.03.2022

Vielerorts sind die ersten Igel unterwegs. Doch: „Verlässt ein Igel sein Winterquartier, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass der Winterschlaf beendet ist“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz. „Viele Tiere wechseln zum Ende des Winters nochmal ihr Versteck, auf Nahrungssuche gehen dabei nur wenige. Manche Igel legen sich in die Sonne, um den Stoffwechsel anzuregen und eigene Kraftreserven zu sparen. Anschließend ziehen sich diese Igel wieder in ihre Quartiere zurück und schlafen weiter.“

Dennoch werden dem BUND Naturschutz in den letzten Tagen vermehrt tagaktive Tiere gemeldet, die nach Fressbarem suchen oder schlafend in der Wiese gefunden werden. „Schwache Igel nutzen die warmen Temperaturen und die letzten Kraftreserven für den Aufwachprozess“, weiß Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe. „Manche dieser Tiere sind dann tatsächlich hilfsbedürftig, da sie keine Fettreserven mehr besitzen, um ihre Körpertemperatur, trotz frostiger Nachttemperaturen, aufrechtzuerhalten oder um nochmal einschlafen zu können“, so Steffen Jodl weiter. Ausgehungert und ausgelaugt gehen diese Stachelritter dann auf Futtersuche. Doch richtig satt wird jetzt noch keiner: Die Nächte sind zu kalt. Am Boden lebende, nachtaktive Insekten sind kaum aktiv. Im März ist der Speisezettel unserer stacheligen Fleischfresser sehr übersichtlich und besteht hauptsächlich aus Regenwürmern und wenigen saisonalen Insekten. Deshalb schlafen Igel regionen- und wetterabhängig lieber bis Ende April und mancherorts sogar bis in den Mai hinein. Erst mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr erhöht sich die Anwesenheit weiterer Futtertiere.

Kurzfristige Hilfe in der nahrungsarmen Zeit

Laut BUND Naturschutz erkennt man hilfsbedürftige Tiere häufig an ihrer Tagaktivität oder daran, dass diese Igel ziellos umherirren, abgemagert und kraftlos wirken. Wem ein solches Tier begegnet, der sollte handeln:

„Nach dem Aufwachen verspüren unsere Stachelritter zunächst großen Durst. Eine flache Schale mit frischem Wasser sollte jeder Gartenbesitzer aufstellen“, begründet Steffen Jodl. Gefressen werden gerne Rühreier, Katzenfeucht- und trockenfutter oder getrocknete Insekten. Manche Igel mögen auch angebratenes Hackfleisch oder gekochtes, kleingeschnittenes Geflügelfleisch. Je fett- und proteinreicher die Nahrung, umso besser. „Das Futter sollte an einem geschützten Ort aufgestellt werden, damit die Futterspende auch bei dem hilfsbedürftigen Tier ankommt und nicht etwa bei der dicken Nachbarskatze“, so Armin Amrehn. Eine Bauanleitung für ein Igelhaus, das auch als Futterhaus verwendet werden kann, ist auf den Seiten des BUND Naturschutz zu finden. https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igelhaus-bauen

Außerdem bittet der BUND Naturschutz alle Gartenbesitzer darum, mit dem Frühjahrsputz im Garten noch zu warten. „Jeder Igel-Unterschlupf wie Laub- und Reisighaufen, dichte Hecken und anderes Gestrüpp ist aktuell für unsere Igel überlebenswichtig“, so die BN-Vertreter.

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation BUND Naturschutz:

Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Wasser steckt überall drin - So gehen wir sparsam damit um

Wasser steckt in Lebensmitteln und Kleidung und sogar im Strom. BN-Kreisgruppe Würzburg gibt Tipps zum Wassersparen. Regionale Lebensmittel kaufen, bei Konsumgütern auf entsprechende Gütezeichen achten. Wasser sparsam verwenden, Hausbesitzer können Regenwasser nutzen.

Würzburg, 17.03.2022


Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz in Bayern ruft anlässlich des Weltwassertages am 22. März die Bevölkerung auf, sparsam mit dem kostbaren Gut umzugehen und gibt entsprechende Tipps. „Durch den Klimawandel und vermehrte Trockenperioden haben wir auch in Bayern zunehmend mit niedrigen Grundwasserständen zu kämpfen. Insbesondere die Region um Würzburg ist als Klimahotspot Bayerns besonders betroffen.  Auch bei uns ist es also notwendig, sparsam mit Wasser umzugehen. Der mit Abstand größte Teil unseres Verbrauchs entfällt allerdings auf unsere Lebensmittel und Konsumgüter“, betont Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe.

Um eine Getränkedose herzustellen, braucht es rund 25 Liter Wasser. In einem Kilo Import-Tomaten stecken etwa 40 Liter Wasser, in einem Kilo Papier 250 bis 700 Liter, in einem Kilo Rindfleisch 5.000 Liter und in einem Auto bis zu 20.000 Liter.

„Wer den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft fördern will, sollte möglichst Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Produktion kaufen. Denn der Vormarsch von wasserintensiven Anbaumethoden sowie der Fleischproduktion führt gerade in wasserärmeren Ländern des Südens zum Absinken des Grundwasserspiegels und damit zu Bodenerosion, Versalzung und Versteppung. Hinzu kommen Belastungen des natürlichen Wasserhaushalts durch giftige Düngemittel und Pestizide“, erklärt Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Aber natürlich muss sich auch die Landwirtschaft in unserer Region anpassen, um Entwicklungen wie in südlichen Ländern zu verhindern.“

Auch Strom sparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Ein großer Teil des Wassers in Deutschland wird nämlich zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt.

Bei Konsumgütern weisen Gütezeichen wie der Blaue Engel auf wasser- und umweltschonende Waren wie zum Beispiel Recyclingpapier aus 100% Altpapier statt umweltbelastender Frischfaserpapiere hin. Viele Produkte beinhalten sowohl große Mengen “verstecktes” Wasser wie auch „graue Energie“ aus ihrem Herstellungsprozess. So steckt etwa in einem Kilo Recyclingpapier aus 100% Altpapier mit dem Blauen Umweltengel bis zu 60 % weniger Wasser als in Primärfaserpapier. Neben dem weitaus geringeren Wasser- und Energieverbrauch weist Recyclingpapier auch eine geringere Abwasserbelastung bei der Herstellung auf.

Auch beim „normalen“ Wasserverbrauch im Haushalt gibt es viel Einsparpotential. „Dass Duschen deutlich wassersparender ist und mindestens drei Mal weniger Wasser verbraucht als Baden, dürfte bekannt sein“, so Armin Amrehn. „Und die Start-Stopp-Taste an der Klospülung ist mittlerweile ja zum Glück auch Standard. Unser Regenwasser wird allerdings immer noch viel zu wenig genutzt. Für Gartenbesitzer sollte die Regentonne obligatorisch sein, um das Wasser zumindest für die Pflanzenbewässerung zu nutzen“, ergänzt Steffen Jodl.

Man kann das Regenwasser aus Zisternen im Gebäude oder ohne Raumverlust im Garten versenkt zusätzlich auch für den Haushalt nutzen. Mit einer entsprechenden Pump- und Filtertechnik kann damit die Klospülung aber auch die Waschmaschine betrieben werden. Wer eine Regenwasserzisterne nutzen möchte, sollte sich auch an seine Kommune wenden, oftmals gibt es Zuschüsse beim Bau von Regenwasseranlagen - sofern sie mit getrennten Leitungen und einer Überlaufleitung gebaut und abgenommen werden.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
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Hintergrundinformation BUND Naturschutz:

Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Keine Waldrodungen für Abbau von Bodenschätzen - BN Würzburg fordert Änderungen im Regionalplan

IPCC-Bericht zeigt deutlich Folgen der Klimakrise auf. Hitzeperioden werden weiter zunehmen. Der BUND Naturschutz fordert daher Änderungen im Regionalplan zum Schutz der Wälder um Würzburg. Vorrangflächen für den Abbau von Bodenschätzen müssen gestrichen werden.

Würzburg, 03.03.2022

Der Weltklimarat (IPCC) hat am 28. Februar den Bericht zur Klimakrise mit Fokus auf die Auswirkungen der Erderhitzung auf Menschen und Biodiversität veröffentlicht. „Es wird deutlich, dass die Auswirkungen der voranschreitenden Klimakrise immer drastischer werden. Auch das damit verbundene Aussterben von Arten schreitet voran“, stellt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg fest. „Gerade in der waldarmen Verdichtungsregion um Würzburg ist der Erhalt von Wäldern daher immens wichtig. Sie sind wichtige Lebensräume und sorgen für ein positives Mikroklima. Auch für den Grundwasserschutz sind sie unverzichtbar.“
Einige Waldflächen sind aber im Regionalplan als Vorrangflächen für den Abbau von Bodenschätzen ausgewiesen. In der Vergangenheit kam es dort immer wieder zu Waldrodungen, um Muschelkalk abbauen zu können, wie zum Beispiel bei Thüngersheim oder Kleinrinderfeld. Auch bei Mädelhofen sind weitere Waldflächen bedroht. „Der BUND Naturschutz fordert daher die Streichung aller Vorrangflächen für den Abbau von Bodenschätzen in Wäldern im Landkreis Würzburg“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe. „Es darf nicht sein, dass wertvolle und artenreiche Laubmischwälder vor den Toren Würzburgs – dem Klimahotspot Bayerns – für den Abbau von Muschelkalk geopfert werden.“ Ein Ausgleich für den Verlust der zahlreichen Waldfunktionen ist aus Sicht des BN nicht möglich. Wiederaufforstungen erscheinen in Anbetracht ausgeprägter Trockenperioden der vergangenen Jahre als kaum noch erfolgversprechend.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Bürger*innen in und um Würzburg melden 1.178 Eichhörnchen und liefern wichtige Erkenntnisse

Seit zwei Jahren sammelt der BUND Naturschutz mit Hilfe der Bürger*innen Daten über Eichhörnchen. Über 27.600 Eichhörnchen wurden in Bayern seitdem gemeldet, davon 988 in der Stadt Würzburg und 190 in Landkreisgemeinden. Projekt bestätigt, dass die Fellfarbe nicht nur genetisch vorgegeben ist, sondern auch Anpassung an die Umgebung sein kann. Die meisten Eichhörnchen wurden in Grünanlagen gesichtet. Projekt läuft weiter, die besten Beobachtungschancen hat man jetzt!

Würzburg, 24.02.2022

Im Frühjahr 2020 startete der BUND Naturschutz das großangelegte Bürger*innen-Forscherprojekt „Eichhörnchen in Bayern“. Interessierte können seither über eine App oder die BN-Homepage melden, wann und wo sie Eichhörnchen entdeckt haben und Merkmale angeben. Bis zum Herbst 2021 kamen so über 21.600 Meldungen mit insgesamt 27.600 Tieren zusammen. Allein in Würzburg Stadt und Landkreis wurden seit dem Projektstart 1.178 Tiere gemeldet. „Das ist ein großartiges Ergebnis und zeigt, dass sich viele Menschen für Eichhörnchen begeistern“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Die meisten Tiere wurden in Städten und Siedlungen gemeldet. Der Grund dafür ist einfach erklärt. „Die Nager lieben unsere städtischen / kommunalen Grünanlagen mit altem Baumbestand und lassen sich dort besonders gut beobachten. Das zeigt auch, wie wichtig naturnahe Räume in der Stadt und in den Kommunen sind. Sie bieten unzähligen Tieren Lebensraum und Nahrung. Mehr Baumbestände und Grün-Achsen in der Siedlung statt grauer Parkplätze oder Schotter-Gärten würden nicht nur Eichhörnchen und Co, sondern mit ihrer kühlenden Wirkung auf das Lokalklima und hoher Aufenthaltsqualität auch den Menschen guttun", erläutert Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Nicht nur Rot oder Schwarz

Unsere Eichhörnchen können in einer Vielzahl von unterschiedlichen Fellfarben vorkommen. Neben dem klassischen roten Fell sind ebenso verschiedenste Braun- und Grautöne möglich, auch ganz schwarze Tiere werden immer wieder gesichtet. Nur der Bauch ist bei unseren heimischen Eichhörnchen immer weiß. „Das Fell ist wichtig für die Tarnung“, erklärt Steffen Jodl. „Von oben gesehen können Feinde die Eichhörnchen nur schlecht von der Rinde unterscheiden und von unten gesehen verschmilzt der weiße Bauch mit dem hellen Himmel“. Über die Ursachen der variantenreichen Fellfärbungen haben Wissenschaftler in der Vergangenheit bereits viel diskutiert. Die vorherrschende Meinung, dass man im Laubwald eher rötliche und im Nadelwald sowie in höheren Lagen mehr braun-schwarze Tiere antrifft, wird durch das bayerische BN-Projekt bestätigt. „Die bisher eingegangenen Daten sind sehr gut und verraten uns eine Menge über das Verhalten und die unterschiedlichen Fellfarben der Eichhörnchen. Richtig gute Aussagen über die geographische Verteilung der Nager können wir aber erst treffen, wenn wir mehr Daten - auch aus größeren Waldgebieten - erhalten und die Meldungen mehrere Jahre miteinander vergleichen“, sagt Steffen Jodl.

Beste Beobachtungszeit: jetzt

Die Bäume haben noch nicht ausgetrieben, die Kronen sind kahl. Eigentlich sind Eichhörnchen lieber allein unterwegs, doch derzeit hat man gute Chancen mehrere Tiere gleichzeitig zu entdecken. Denn: je nach Lebensraum und Ernährungszustand nehmen gerade viele der Nager an der Paarungszeit teil.  „Bessere Bedingungen für die Eichhörnchen-Beobachtung gibt es nicht“, betont Armin Amrehn. „Die Tiere verfolgen sich die Bäume rauf und runter und springen von Krone zu Krone, doch das Weibchen bestimmt immer das Geschehen. Kurze aggressive Kämpf zwischen mehreren Männchen können dabei stattfinden. Dabei wird die Situation vom Weibchen interessiert beobachtet. Und nach einer oft langen Werbung entscheidet sich das Weibchen dann für einen Partner“, so Amrehn weiter.

Weiterhin mitmachen

Helfen Sie dem BN Eichhörnchen-Daten zu erfassen, um herauszufinden, wie es den Tieren in Bayern geht und wie sie in unseren Städten, Dörfern und Wäldern zurechtkommen. Ziel ist es, mehr über ihre Verbreitung zu erfahren und das Wissen über Entwicklung und Zustand der Eichhörnchen-Populationen zu verbessern. Freiwillige melden dem BUND Naturschutz, wann und wo sie Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach über die BN-Webseite oder noch einfacher mit der Smartphone-App „Eichhörnchen in Bayern“, die es für Android und iOS Betriebssysteme kostenfrei zum Download gibt.

Eine Bilanz der ersten zwei Jahre findet man unter Ergebnisse 2020 und 2021 - BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)

Mehr Infos unter Eichhörnchen beobachten und melden - BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)

Ansprechpartner:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND Naturschutz hilft Fröschen und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichgebieten

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen werden jetzt aktiv und bauen Schutzzäune auf, um die Tiere vor dem Tod auf der Straße zu bewahren. Die bayernweite Aktion rettet jährlich 500.000 bis 700.000 Amphibien das Leben. Autofahrer aufpassen!

Würzburg, 22.02.2022

„Ab einer nächtlichen Temperatur von circa 5 ° C und insbesondere bei feuchtem Wetter wandern die fortpflanzungsbereiten Amphibien massenweise zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie häufig Straßen queren“, weiß Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Deshalb sind nun wieder die ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, kontrollieren jeden Abend und oft auch morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Beim Aufbau der Zäune werden die Aktiven oft auch von Straßenbauämtern und Gemeinden unterstützt. Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden aktiv sind. Knapp 100 Ehrenamtliche sind an den acht vom BUND Naturschutz betreuten Standorten im Landkreis und der Stadt Würzburg im Einsatz, um die Tiere vor dem Straßentot zu bewahren.

Traurigerweise stellen immer mehr Helfer*innen in den letzten Jahren fest, dass an vielen Übergängen die Anzahl der Tiere in den Fangeimern sinkt. Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz Würzburg warnt: „Wenn wir nicht entschieden gegen die Klimakrise vorgehen, werden die trockenen Sommer und Frühjahre, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, zur Regel. Selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch könnten dann zu einem seltenen Anblick werden.“ Für den Schutz der Amphibien, die aufgrund ihrer schnell austrocknenden Haut auf Feuchtigkeit angewiesen sind, müssen die Gewässer im Landkreis geschützt oder renaturiert und feuchte Wiesen und Weiden erhalten werden. „Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber das hilft langfristig nur, wenn auch ihre Lebensräume erhalten werden“, so Steffen Jodl.

Der BN bittet alle Autofahrer*innen in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:

  • Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Amphibienzäunen.
  • Achten Sie an den Stellen, an denen Amphibienzäune errichtet sind, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.·
  • Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind. Auch wenn Tiere nicht direkt überfahren werden, kann der Druck unter dem Fahrzeug schon die Tiere bei Tempo 30 töten!

 Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßenabschnitte betroffen:

  • Remlingen - Birkenfeld
  • Randersacker – Lindelbach
  • Randersacker - Gerbrunn
  • Rimpar - Güntersleben - Gramschatz
  • Kist - Reichenberg und Kist - Gerchsheim
  • Greußenheim - Hettstadt, Uettingen und Oberleinach
  • Leinach - Zellingen
  • Erlach - Kaltensondheim
  • Limbachshof - Kist
  • Heidingsfeld – Winterhausen
  • Margetshöchheim – Erlabrunn
    Ochsenfurt – Markbreit

Auch in der Stadt Würzburg sind mehrere Wanderstrecken bekannt, so in Dürrbach (Kreisstraße und Schafhofstraße), im Steinbachtal, am Leutfresserweg, an der Giebelstädter Steige sowie in der Berner Straße (Bereich Seelein).

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.900 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

Darauf müssen Sie beim Blumenkauf achten

Rosen besonders mit Giftstoffen belastet und nicht nachhaltig, Tulpen unbedenklicher. Auf Fairtrade-Siegel achten. Beste Wahl sind Bio-Blumen und heimische Pflanzen. Es müssen nicht immer Schnittblumen sein.

Würzburg, 08.02.2022

Ob zum Valentinstag, Muttertag, Geburtstag oder einfach nur mal so: Blumen gehören einfach dazu. Und die Auswahl ist riesig: Tulpen, Rosen, Narzissen, Freesien, Anemonen, Ranunkel – es gibt unzählige schöne Blumen in vielen traumhaften Farben. Aber wie umweltfreundlich ist der Blumengruß eigentlich? Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz in Bayern rät gerade zum Valentinstag Blumen mit dem Fairtrade-Siegel oder einem Bio-Siegel zu verschenken. Denn insbesondere Rosen, die in Deutschland im Winter angebotenen werden, sind oft mit Pestiziden belastet und führen zu Problemen in den Herstellerländern. „Ob es nun der Blumengruß zum Valentinstag ist oder einfach nur so: Achten Sie auf das Fairtrade-Siegel bei Rosen“, erklärt Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe.

Im Winter kommen die Rosen hauptsächlich mit dem Flugzeug aus Kenia. Sie werden dort mit enormem Wasserverbrauch gezüchtet – die Folgen für die Bevölkerung sind gravierend. 2020 hat Deutschland rund 300 Millionen Rosen direkt aus Kenia importiert. Ungefähr zwei Drittel aller Zimmer- und Zierpflanzen werden im globalen Süden kultiviert oder vorgezogen, was neben dem hohen Wasserverbrauch häufig mit intensivem Pestizideinsatz einhergeht. Auch in der Rosenproduktion werden zahlreiche und zum Teil gefährliche Gifte gespritzt. Auf getesteten Rosen sind oftmals Rückstände mehrerer Pestizide nachweisbar*. Diese Stoffe schädigen vor allem die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter im Rosenanbau, die zumeist unter schlechten Bedingungen tätig sind. „Viele der eingesetzten Mittel gegen Pilzerkrankungen oder Schadinsekten bei Blumen sind krebserregend oder schädigen das Hormonsystem. Auch für Blumenverkaufende können die Rückstände in Rosen noch ein Gesundheitsproblem sein“, warnt Steffen Jodl, Diplom-Biologe und Geschäftsführer bei der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Wenn das Siegel "Fairtrade" auf dem Blumentopf, der Rose oder dem Blumenstrauß erkennbar ist, so verläuft die Blumenzucht nach besseren sozialen und ökologischen Standards als bei herkömmlichen Produkten: Die Beschäftigten werden fair entlohnt, auch Regeln zum Gesundheits- und Umweltschutz sind umfangreicher als bei "Standard-Blumen". Wer beim Blumenkauf auf dieses Siegel achtet, tut also auch den Beschäftigten vor Ort und der Umwelt etwas Gutes.

Als giftfreies Geschenk eignen sich Tulpen besser als Rosen. Pestizidrückstände werden hier seltener festgestellt, zudem wachsen diese Blumen meist in Mitteleuropa und die Transportwege sind kürzer – auch das schützt die Umwelt. Wunderschön sind auch Kirsch- oder Forsythienzweige, die in der warmen Wohnung vorzeitig zu blühen beginnen. Sie sind hierzulande heimisch, unbelastet und halten sogar länger als jede Schnittblume.

„Die beste Wahl“, so die BN-Experten, „sind Bio-Blumen oder Bio-Pflanzen, die möglichst noch aus der Region stammen. Bio-Blumen werden ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden und ohne Mineraldünger produziert. Auch chemische Hemmstoffe, die die Pflanzen klein halten, sind tabu, ebenso wie Gentechnik.“

„Geht das überhaupt?“, werden sich einige Fragen. Ja, im Bio-Zierpflanzenanbau werden Schadinsekten mit Nützlingen wie Schlupfwespen, Raubmilben oder Marienkäfern reduziert statt die bienengefährlichen Neonikotinoide einzusetzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen ist oft etwas größer, so kann die Feuchtigkeit reduziert werden mit dem Vorteil, dass weniger Pilzkrankheiten auftreten. Um die Abwehrkräfte der Pflanzen zu stärken, erhalten sie Pflanzenstärkungsmittel auf biologischer Grundlage.

Bio-Blumen gibt’s von den bekannten Bio-Anbauverbänden Demeter, Bioland und Naturland oder mit dem EU-Biosiegel. Verkauft werden sie in Naturkostläden, in Bio-Gärtnereien, auf Märkten oder in Hofläden direkt vom Produzenten. Und auch das ganze Jahr über kann man Bio-Pflanzen erhalten: Die Saison startet im Frühjahr mit Ranunkeln, Anemonen, Narzissen und Tulpen. Im Sommer gibt es dann eine riesige Palette Sommerblüher wie heimische Rosen, Lilien oder Sonnenblumen. Im Herbst blühen Dahlien, Astern, Chrysanthemen und Gräser, im Winter gibt es Christrosen und Weihnachtssterne im Angebot.

Es müssen auch nicht immer Schnittblumen sein, betont Steffen Jodl. „Es gibt auch jede Menge hübsche Frühjahrsblüher, Frühlingsprimeln oder Krokusse im Topf. Auch die kann man schön verpacken und man hat länger was davon. Auf dem Balkon, auf der Fensterbank und im Garten blühen sie lange weiter.“

„Für jeden Anlass von Valentinstag bis Weihnachten gibt es also Möglichkeiten, mit seinem Blumengruß nicht nur dem Empfänger oder der Empfängerin eine Freude zu machen, sondern gleichzeitig auch Umwelt und Produzenten vor gefährlichen Giften zu schützen“, so Armin Amrehn abschließend.

*Rosentest: Ökotest 2017


Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

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Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.700 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Biberdamm auf BN-Grundstück im Naturschutzgebiet erneut zerstört

BUND Naturschutz entsetzt über erneute massive Beschädigung des Biberdammes im Naturschutzgebiet „Zeubelrieder Moor“. Anzeige wegen Verstoß gegen Artenschutzrecht erstattet.

Würzburg, 25.01.2022

Zum zweiten Male innerhalb von rund zwei Jahren wurde der imposante Biberdamm im Zeubelrieder Moor massiv geschädigt. „Auf einer Breite von rund zwei Meter wurde der Damm gänzlich eingerissen, sodass sich der Wasserstand im Moor rasch um rund 30 Zentimeter abgesenkt hat“, zeigt sich Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe erschüttert. Wer diese Straftat auf dem Grundeigentum des BUND Naturschutz/BN begangen hat, ist noch unbekannt – aber die Polizei ermittelt. Für Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe, ist diese „mutwillige Zerstörungsaktion“ kein Bagatelldelikt. „Ein derartiger Eingriff kann sogar zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe führen, denn auch der Biberdamm zählt – wie die vorhandene Biberburg - zur Lebensstätte des Bibers, die gemäß Naturschutzgesetz nicht beeinträchtigt werden darf.“ In der bestehenden Biberburg befindet sich der Wohnkessel. Der Zugang liegt zum Schutz vor Feinden stets unter Wasser. Um dies sicherzustellen, errichtet der Biber einen Damm.

Fassungslos von der Zerstörung des Dammes zeigten sich auch Familien, die bei einem Wochenendspaziergang am Moor vorbeikamen, berichtet Armin Amrehn, der schon am Freitag vor Ort war. „Wer macht denn so etwas“, fragte ein Kind erschüttert.

„Die Biberfamilie hat schon wieder mit der Reparatur des Dammes begonnen. Doch dies kostet unnötige Energie, gerade in einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für die Biber ohnehin reduziert ist und sich die Tiere meist nur von Baumrinde und Knospen ernähren können“, so Steffen Jodl vom BN.

 

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Steffen Jodl
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Der BN ist mit über 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit weit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

BN-Kreisgruppe Würzburg blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

BUND Naturschutz in Bayern verzeichnet neuen Mitgliederhöchststand. Kreisgruppe Würzburg freut sich über staatliche Anerkennung als Umweltstation. Schwerpunkt im neuen Jahr liegt auf Klima- und Wasserschutz sowie der Umweltbildung.

Würzburg, 18.01.2022

Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz in Bayern zieht eine positive Jahresbilanz für 2021. „Nicht zuletzt durch die schlimmen Flutkatastrophen in ganz Deutschland und die regionalen Auseinandersetzungen um Flächenverbrauch und Straßenbauprojekte ist der Umwelt- und Klimaschutz noch einmal besonders in das Bewusstsein der Menschen gelangt“, erklärt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe. „Das wachsende Interesse an grünen Themen belegt auch das bayernweite Mitgliederwachstum im BN um 9.000 Personen auf den Höchststand von 261.000 Mitgliedern. Auch die Kreisgruppe Würzburg ist im Jahr 2021 um rund 250 Mitglieder auf nunmehr 6.920 weitergewachsen. Wir sehen dies als enormen Rückenwind und werden im Jahr 2022 verstärkt Druck machen, damit die Versprechen der bayerischen Staatsregierung und der neuen Ampelkoalition in Berlin zu konsequenterem Klima-, Wald-, und Flächenschutz auch bei uns in der Region umgesetzt werden!“ Gerade auf Kreis- und Ortsebene gebe es viele Stellschrauben und Möglichkeiten für einen konsequenten Umwelt- und Klimaschutz, unterstreicht Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe. „Erst die Summe all dieser Umweltschutzmaßnahmen führt zu einer echten Veränderung zum Wohle von Mensch und Natur. Deshalb ist es gerade auch auf regionaler Ebene so wichtig, immer wieder als ‚grünes Gewissen‘ Natureingriffe anzuprangern und gleichzeitig Alternativen aufzuzeigen. Nur so kann die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, unsere Lebensgrundlagen auch für die nachfolgenden Generationen zu schützen, bewältigt werden“, so Armin Amrehn.

In diesem Zusammenhang macht Steffen Jodl aufmerksam auf die dringende Notwendigkeit des Grundwasserschutzes. Sinkende Grundwasserstände machen ein Umdenken auch in der Landwirtschaft nötig. Ein Ausweichen auf Mainwasser kann aber nicht die Lösung sein. Auch die Ausweisung des Wasserschutzgebietes „Zeller Quellen“ muss laut BN nun zügig umgesetzt werden, zur Sicherung der Trinkwasserversorgung Würzburgs.
Froh ist der BN über die Ausweisung des rund 517 ha großen Naturwaldes im Irtenberger Forst. Weitere Schritte hin zu älteren Wäldern wünscht sich der BN aber auch im Guttenberger Forst und im Gramschatzer Wald.
Für die Stadt Würzburg erhofft sich der BN eine Entwicklung zur Schwammstadt, die wertvolle Niederschläge nicht ausleitet, sondern Grünstrukturen zuführt.
Mehr Grün in der Stadt schafft ein besseres Stadtklima und erhöht die Aufenthaltsqualität. Die Gestaltung des Kardinal-Faulhaber-Platzes muss nun dringend angegangen werden. Zudem muss die Verkehrsberuhigung insbesondere innerhalb des Bischofshutes vorangetrieben werden. Negativ sieht der BN den anhaltenden Flächenverbrauch, der auch durch die Ausweisung weiterer Baugebiete bei Lengfeld – auf besten landwirtschaftlichen Böden und im Lebensraum des Feldhamsters – verstärkt wird.

Die BN-Aktiven haben auch 2021 alleine für den Schutz von Arten und wertvoller Natur in Stadt und Landkreis Würzburg wieder Tausende Stunden ehrenamtlich aufgebracht, vom Schutz für Erdkröte und Co bei den frühjährlichen Amphibienwanderungen bis zur Biotoppflege im Herbst.
Besonders stolz ist die Kreisgruppe auf die staatliche Anerkennung als Umweltstation. „Dies bringt unsere Umweltbildung noch weiter voran“, freut sich Dr. Martina Alsheimer, Leiterin der Umweltstation und Nachfolgerin des langjährigen und sehr erfolgreichen Bildungsreferenten, Klaus Isberner, der im September in den Ruhestand gewechselt ist.
Leider hat die Corona-Pandemie das Bildungsprogramm auch in 2021 wieder eingeschränkt. Aber trotz der coronabedingten Ausfälle und Beschränkungen sind immerhin mehr als 1500 TeilnehmerInnen bei ca. 130 Veranstaltungen erreicht worden. Davon wurden etwa 50 Naturaktionen mit Schulklassen und Kindergärten durchgeführt. Daneben gab es mit einer attraktiven Wildkatzen-Ausstellung einen gut besuchten Auftritt bei der Mainfrankenmesse.
Für das laufende Jahr wird die BN-Umweltstation ihr Programm noch weiter ausbauen. Auch der neue Schmetterlingsgarten beim Ökohaus soll in 2022 weiter vorangebracht werden.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Würzburg Tel. 0931 43972
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