Deregulierungswelle gefährdet bedrohte Arten – auch den Feldhamster bei Würzburg
Der Feldhamster ist eine stark bedrohte Art unserer Agrarflur. In Bayern konzentrieren sich seine Bestände aufgrund einer intensiven Landwirtschaft und Lebensraumverlusten durch Flächenverbrauch nur noch auf die Regionen Würzburg, Schweinfurt und Kitzingen. „Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist von zentraler Bedeutung für den Erhalt dieser Art“, stellt Andrea Angenvoort-Baier, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Würzburg, fest und ist sich sicher: „Ohne diesen Schutz, der ein Verbot von Tötungen und den Schutz seiner Lebensräume und Bauten beinhaltet, wäre der possierliche Nager bei uns wohl schon ganz verschwunden.“
„Aber genau dieser Schutz könnte schon bald aufgeweicht werden. Ein „Stresstest“ der EU zielt nun auch auf die Abschwächung der für viele bedrohte Arten und Lebensräume wichtigen und etablierten FFH-Richtlinie ab“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg.
Der BUND Naturschutz ruft daher zur Unterstützung der europaweiten Kampagne #HandsOffNatur: „Hände weg von der Natur!“ auf. Bisher haben schon über 470.000 Menschen die Petition unterzeichnet. „Helfen Sie mit,den Abbau und die Aufweichung von europäischen Umwelt- und Naturschutzgesetzen zu verhindern und schützen sie unsere Lebensgrundlagen“, so Steffen Jodl.
Möglichkeit zu unterschreiben und weitere Informationen zur Kampagne #HandsOffNature: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/hands-off-nature
Auch kann sich jede Person noch bis zum 10. August an der öffentlichen Anhörung zur FFH-Richtlinie beteiligen. Unter https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/18072-Vogelschutzrichtlinie-und-Habitat-Richtlinie-Stresstest/public-consultation_dekann jeder deutlich machen, dass der europäische Schutz weiterhin wichtig ist.







