BN-Kreisgruppe Würzburg warnt vor Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern
Laubbläser und Laubsauger verursachen Lärm, wirbeln Staub und Mikroorganismen auf und können Kleintieren schaden. Die BN-Kreisgruppe Würzburg empfiehlt: Laub möglichst liegen lassen und ansonsten zu Besen, Rechen oder Harke greifen.
Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz in Bayern appelliert zum Beginn der herbstlichen Laubsaison, auf Laubbläser und Laubsauger möglichst zu verzichten. „Laubbläser machen viel Lärm und wirbeln Staub, Pollen, Pilzsporen und Mikroorganismen auf. Vor allem aber können sie Insekten, Spinnen und andere Kleintiere aus ihren Rückzugsorten entfernen oder verletzen. Wer stattdessen zu Besen und Harke greift, schützt Mensch und Natur“, erklärt Andrea Angenvoort-Baier, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Würzburg. Besonders problematisch sind Laubsauger, die Insekten, Spinnen, Asseln, Regenwürmer und andere bodenlebende Tiere aufnehmen und diese je nach Gerätetyp sogar häckseln.
„Laub ist kein Abfall, sondern ein wichtiger Teil des natürlichen Kreislaufs“, betont Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BN. „Unter Bäumen und Sträuchern oder auf Beeten sollte es deshalb möglichst liegen bleiben. Die Laubschicht bietet vielen Tieren Nahrung und Schutz, bewahrt den Boden vor Austrocknung und Temperaturschwankungen und führt ihm bei der Zersetzung wieder Nährstoffe zu. Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke sind zudem wertvolle Winterquartiere für Kleintiere oder Igel.“ Wo Laub aus Sicherheitsgründen entfernt werden muss, etwa auf Wegen, Treppen oder Terrassen, empfiehlt der BN, Besen, Rechen oder Harke zu benutzen.
Auch die Lärmbelästigung von Laubbläser und Laubsauger ist ein großes Problem. Die Geräte erreichen Schallpegel von etwa 90 bis 120 Dezibel, dies ist mit einem Presslufthammer zu vergleichen. Grundsätzlich dürfen Laubbläser daher nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden. Messungen haben zudem gezeigt, dass der Einsatz von Laubbläsern auf trockenen, befestigten Flächen eine etwa sechs- bis zehnmal höhere kurzfristige Feinstaubbelastungen bedeutet, als beim Kehren mit einem Besen.






