"Neues Grün für Würzburg" – Gewinnerprojekte 2025

Die erste Runde des Wettbewerbs „Neues Grün für Würzburg“ ist erfolgreich beendet.
Als die Jury-Mitglieder des Wettbewerbs „Neues Grün für Würzburg“ im Herbst 2025 die eingereichten Projekte begutachteten, waren sie begeistert davon, mit wie viel Hingabe und Liebe zum Detail sich die Menschen in Würzburg für neues Grün einsetzen. Es fiel ihnen nicht leicht, aus den zahlreichen Einreichungen die besten zu bestimmen. Jetzt stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest: Am 30. März hat ihnen die 2. Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová im Rathaus ihre Preise verliehen.
Insgesamt wurden acht Preise in vier Kategorien vergeben. Die ersten Plätze jeder Kategorie erhielten CityGutscheine im Wert von 300 Euro, die zweitplatzierten bekamen CityGutscheine im Wert von 200 Euro.
Gärten und Entsiegelunsflächen
Erster Preis
In der Kategorie „Gärten und Entsiegelungsflächen“ hat die Jury am meisten ein Garten in der Sanderau überzeugt. Eva Wenzlik hat einen Parkplatz vor dem Haus komplett entsiegelt und in eine grüne, blühende Fläche verwandelt. Dort wachsen unter anderem verschiedene Wildpflanzen, ein Baum und eine Hecke, die als Sicht- und Lärmschutz zur Straße gepflanzt wurde. Die Jury lobte, dass das Konzept zum restlichen Garten passe, es sei eine „gepflegte Wildnis mit viel Wissen und Wunsch zur Natur“. Zudem hob sie positiv hervor, dass Eva Wenzlik für die neue Mauer keinen Beton, sondern Bruchsteine nutzte.


Zweiter Preis
Den zweiten Preis in dieser Kategorie gewann Melanie Rösch für ihren Garten im Steinbachtal. Hier wurde ein Hang befestigt und neu angelegt. Melanie Rösch hat weitgehend heimische, bienenfreundliche Stauden und viele verschiedene Blumen gepflanzt, die durch ihre unterschiedlichen Wuchshöhen und Blütezeiten sehr viel Abwechslung bieten. Hinzu kommen drei mittelgroße Bäume und eine Hecke. Etwas Abzug gab es von der Jury, da die Stützmauer aus Betonformsteinen gebaut wurde. Lediglich im Umfeld sind Bruchsteine verbaut.


Baumscheiben
Erster Preis
In der Kategorie „Baumscheiben“ gewann Johannes Schauer Marin Rodrigues den ersten Preis. Er und seine Frau kümmern sich am Hubland um zwei dicht bewachsene Baumscheiben, die sie laut Jury ideenreich und bewusst pflegen. So setzen die beiden neben neuen, heimischen Pflanzen auch über Foodsharing gerettete Pflanzen in die Erde rund um die Stadtbäume ein und denken dabei an verschiedene Blühzeiträume. Besonders lobte die Jury außerdem, dass das Paar in seinem Umfeld stark für die Baumscheiben-Patenschaften wirbt, Nachbarn zur Pflege animiert und das Projekt beim Tag der offenen Gartentür vielen Interessierten gezeigt hat.


Zweiter Preis
Den zweiten Preis erhielt Nadja von Groll. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Mutter um eine Baumscheibe in der Zellerau. Über die Pflanzenauswahl machen sich die drei Frauen viele Gedanken. Sie achten laut Jury darauf, dass das gesamte Jahr über etwas blüht und nur heimische Pflanzen unter dem Baum wachsen. Auch die Blütenstände lassen sie bewusst stehen, damit Insekten sich darin einnisten können. Die Baumscheibe belebt außerdem die Nachbarschaft: So liebt eine Katze die gepflanzte Katzenminze und die Kinder freuen sich über die großen blühenden Tulpen und die leckeren Walderdbeeren.


Grün auf kleinem Raum
Erster Preis
In der Kategorie „Grün auf kleinem Raum“ gewann Christian Thurn den ersten Preis für die Gestaltung seines Balkons in der Sanderau. 2021 hatte er den Balkon leer übernommen und diesen seitdem kontinuierlich aufgehübscht. Auf dem schmalen, länglichen Balkon wachsen verschiedenste Kräuter, Wildblumen, Gemüse und Salate. Selbst Zitronen und Feigen hat Christian Thurn angepflanzt. Im Winter bleiben die Samenstände der Pflanzen stehen. Des Weiteren gibt es eine Vogelfutterstation, ein Insektenhotel und zwei Regentonnen. Laut der Jury hebt sich der Balkon deutlich von den anderen im Wohnblock ab, ist sehenswert, ökologisch wertvoll bepflanzt und sehr gut durchdacht.


Zweiter Preis
Der zweite Preis ging an Hannah Glückler und ihren Partner Phillip Kess. Innerhalb weniger Monate haben sie einen kleinen Balkon in Grombühl zu einer Oase für sich und zwei Katzen gemacht. Um auf mehreren Ebenen pflanzen zu können, haben sie einige Holzpaletten vertikal angebracht. Darin wachsen verschiedene Kräuter und heimische Blumen, die Nahrung für Menschen und Insekten bieten. Für letztere hat Hannah Glückler zusätzlich eine dauerhafte Wasserstelle eingerichtet. Mit verschiedenen Dekorationen hat sie den Balkon ästhetisch weiter aufgewertet. Laut Jury ist er von vielen anderen Balkonen aus sichtbar und bietet so auch der Nachbarschaft einen hübschen Anblick.


Gemeinschaftsprojekte
Erster Preis
In der Kategorie „Gemeinschaftsprojekte“ erhielt den ersten Preis das Referat Ökologie der Studierendenvertretung der Universität Würzburg, das den CampusGarten am Hubland betreut. Rund 60 Studierende und Angestellte der Uni engagieren sich derzeit in einem der größten Uni-Gärten Deutschlands. Da jedes Jahr neue Beete und Pflanzen hinzukommen, konnte der CampusGarten mit diesen neuen Anteilen am Wettbewerb teilnehmen. Beim Rundgang erkannte die Jury auf Anhieb die ökologische Vielfalt. Natursteinmauern, Insektenhotels und Wasserflächen dienen verschiedenen Tieren als Lebensraum und es gibt einen eigenen Kompost. Zum Gießen steht seit Kurzem eine 10.000-Liter-Zisterne bereit.


Zweiter Preis
Der zweite Preis ging an eine Gruppe von Menschen, die sich gemeinsam um sieben Baumscheiben in Versbach kümmern und so die Aufenthaltsqualität des versiegelten Platzes deutlich steigern. Tatjana Fischer-Hock hatte das Projekt gestartet, nach und nach kamen mehr Baumscheiben und Menschen dazu. Laut Jury sind die Bereiche rund um die Stadtbäume abwechslungsreich bepflanzt, vor allem eine Baumscheibe stach als besonders dicht und naturnah bepflanzt heraus. Ebenso positiv beurteilte die Jury, dass die Gruppe mit Flyern und Hinweisschildern über den Sinn der Baumscheibenbegrünung informiert und so für weiteres neues Grün in der Stadt wirbt.








