BUND NATURSCHUTZ BESORGT ÜBER INTENSIVIERUNG DER LANDSCHAFTSPFLEGE

Würzburg, 19.12.2016

In den letzten Jahren musste der BUND Naturschutz Würzburg /BN eine zunehmende Intensivierung  der Landschaftspflege im Landkreis Würzburg feststellen. Immer mehr Flächen - auch in Schutzgebieten  - werden intensiv beweidet,  häufig zweimal (teilweise sogar dreimal) im Jahr. „Dies verhindert zwar eine Verbuschung der Flächen, stört aber auch die Entwicklung von vielen Insektenarten massiv“, so die stellvertretende BN-Kreisgruppenvorsitzende Dr. Martina Alsheimer.

Als Beispiel für diese Fehlentwicklung in der Landschaftspflege nennt der BN die Weideflächen am Eisenheimer Anglersee. Dort waren auf Sandböden unter anderem seltene Laufkäferarten heimisch, die durch eine gezielte maschinelle Mahd gefördert werden müssten. „Die nun erfolgte Beweidung mit Rindern ist jedoch ungeeignet, diese gefährdeten Insektenarten zu erhalten und es ist zu befürchten, dass eine Verarmung der Insektenfauna die Folge ist. Sowohl die auwaldtypischen als auch an offene Sandrasen angewiesene Arten sind durch die Beweidung existentiell bedroht“ kritisiert der Diplom-Biologe Hans-Jürgen Beck vom BN diese Maßnahme.  „Dies wurde der Unteren Naturschutzbehörde auch mitgeteilt, jedoch ohne die nötige Konsequenz“, ergänzt  Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. Von dem im Main-Post-Artikel vom 14.12. zitierten „vortrefflichen Zustand“ der Flächen kann aus ökologischer und naturschutzfachlicher Sicht jedenfalls nicht gesprochen werden. Wie man zu einer solchen Einschätzung gelangt, bleibt unklar. „Zumindest müsste die Fläche zoologisch untersucht werden, um feststellen zu können, ob das  Entwicklungsziel der Förderung von Sandrasenarten auch wirklich erreicht worden ist“, erläutert Hans-Jürgen Beck die BN-Kritik.
Auch auf anderen Flächen stellt der BN immer wieder fest, dass die Förderung von Insektenarten kaum eine Rolle bei der Festlegung der Pflegevarianten spielt. In der Regel  findet weder zuvor noch nach Beginn der Beweidung eine Kartierung der vorhandenen Tierarten statt. Ausnahme dürfte eine Fläche bei Frickenhausen sein, wo eine intensive Rinderbeweidung gerade noch gestoppt werden konnte und nun zunächst unter anderem eine Ermittlung vorhandener Schmetterlingsarten erfolgen soll. „Wird dies nicht gemacht, besteht  die große Gefahr, dass viele Insektenarten auch ihren letzten Rückzugsraum verlieren. Gerade Schmetterlinge, die immer seltener werden (die Individuen- und Artenzahlen gehen insgesamt massiv zurück), sind hier betroffen“, so die Diplom-Biologin Dr. Martina Alsheimer.

Der BUND Naturschutz fordert daher zumindest Teilflächen aus dieser intensiven Beweidung herauszunehmen, damit sich die Blütenpflanzen dort im Jahresverlauf entwickeln können. Eine intensive Beweidung muss sich auch auf die ersten maximal drei Jahre einer Erstpflege beschränken und darf nicht wie zum Beispiel im Naturschutzgebiet Marsberg-Wachtelberg bei Randersacker zur Dauereinrichtung werden. Nur dann können sich dort auch Schmetterlinge nachhaltig entwickeln und vermehren. Diese  benötigen als erwachsene Tiere die Blüten und als Raupen vor allem die Blätter der Pflanzen zur Ernährung. Werden diese regelmäßig weggefressen, haben diese kaum eine Chance.  Eine eventuelle Nachblüte auf den Flächen hilft hierbei nicht weiter. Zudem ist es wichtig, vor der Festlegung der Pflegemaßnahmen eine Aufnahme der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten durchzuführen, so der BN abschließend.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ INITIIERT PROJEKT „HAND IN HAND FÜR EINE SAUBERE UMWELT“

Würzburg, 16.12.2016

 „Hand in Hand für eine saubere Umwelt“ lautete das Motto für ein Gemeinschaftsprojekt des BUND Naturschutz (BN) und dem Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg. „Deutsche Jugendliche unterstützten gleichaltrige, junge Menschen mit Fluchterfahrung bzw. Migrationshintergrund, um mehr über die Möglichkeiten der Ressourcenschonung durch Müllvermeidung und Mülltrennung zu erfahren“ erläutert die Initiatorin Martina Alsheimer vom BN das interkulturelle Vorhaben. Gleichzeitig konnten sich die Jugendlichen besser kennenlernen und sich „Hand in Hand“ für eine saubere Umwelt einsetzen.

Weshalb haben wir ein globales Müllproblem und wie kommt all der Müll in unsere Weltmeere? Was ist Mikroplastik und welche Gefahren gehen davon aus? Wie kann ich Ressourcen schonen und zum Beispiel Plastikmüll vermeiden? Inwiefern trägt Mülltrennung zur Ressourcenschonung bei? Mit all diesen Fragen beschäftigte sich die Klasse 10c des Friedrich-Koenig-Gymnasiums (FKG) unter Anleitung der BN-Mitarbeiterin Martina Alsheimer.

Ihr hierbei gewonnenes Wissen gaben die Schüler als Multiplikatoren an einem Projektnachmittag im Dezember an die Schüler der Klasse InGym2 des FKG weiter. Die Schüler dieser InGym-Klasse (Integration am Gymnasium) sind allesamt Jugendliche mit Fluchterfahrung bzw. Migrationshintergrund, die erst kürzlich nach Deutschland gekommen sind und bislang noch wenig Wissen und Erfahrungen zur Ressourcenschonung zum Beispiel durch Mülltrennung sammeln konnten.

Auf unterhaltsame Art und Weise, wie zum Beispiel mit Hilfe eines von den Schülern der 10c durchgeführten Wissensquiz zum Thema „Welcher Müll gehört wohin?“, konnten alle Schüler zusammen in gemischten Gruppen ihr Wissen in Sachen Mülltrennung testen und erweitern.

Anschließend wurden rund um die Talavera und den Viehmarktplatz Abfall und damit auch Rohstoffe gesammelt, getrennt und der Wiederverwertung zugeführt. „Alle waren erstaunt, wie viel es da zu finden gab, und auch ein wenig stolz darauf, einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung geleistet zu haben“, so die Projektleiterin Martina Alsheimer.

Nach der  großen Sammelaktion konnten sich alle Schüler bei alkoholfreiem Punsch und Weihnachtsgebäck im BN-Ökohaus aufwärmen und lernen, wie man durch „Upcycling“ scheinbar nutzlose leere Tetra-Packs zu einer Geldbörse verwandeln kann. Ganz nebenbei wurden so auch neue Kontakte geknüpft und ein Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen ermöglicht.

Von Seiten der Schule wurden die Schüler von den Lehrkräften Frau Hartmann, Frau Berger und Herrn Kamhawi durch das Projekt begleitet. Finanziell gefördert wurde das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.


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Martina Alsheimer
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BUND NATURSCHUTZ IST ERSCHÜTTERT ÜBER GEPLANTE BAUMFÄLLUNGEN IN HOPFERSTADT

Würzburg, 24.11.2016

Die Stadt Ochsenfurt hat  beschlossen, eine Allee mit gesunden Bäumen im Ortsteil Hopferstadt zu fällen. Vorausgegangen waren Beschwerden von Bürgern wegen Verschmutzungen und allergischen Problemen durch die Birken. „Der BUND Naturschutz/BN ist erschüttert über diesen kurzsichtigen Beschluss und fordert, diesen zurückzunehmen“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Die Hopferstadter Birkenallee, die vor vielen Jahren auch zum Lärmschutz gepflanzt wurde, soll nun der Motorsäge zum Opfer fallen, da die 34 Bäume „Dreck machen“  und Allergien auslösen.  Alle Bäume sind kerngesund. Sie schlucken Lärm, filtern gesundheitsschädlichen Feinstaub aus der Luft, kühlen durch Verdunstung die Umgebung, prägen das Ortsbild und produzieren Sauerstoff.  „Ja, ein lebender Baum wirft im Herbst Blätter ab und Birken produzieren auch Pollen und  Samen, aber die Vorteile, die diese Bäume bieten, überwiegen doch deutlich“, kritisiert Steffen Jodl die Entscheidung in Ochsenfurt. „Dies sollten wenigstens die gewählten Vertreter der Stadt erkennen, die Verantwortung für das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger und für Natur und Umwelt tragen. Wir fordern daher den Stadtrat auf,  diesen Beschluss zurückzunehmen und die Birkenallee zu erhalten“, so der BN-Vertreter in einer Pressemitteilung.

 

 

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Steffen Jodl
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Bauschuttdeponie im Schnellverfahren? BUND Naturschutz fordert Umweltverträglichkeitsprüfung

Würzburg, 18.11.2016

Bei Winterhausen soll auf Antrag der Firma Dotterweich GmbH eine Deponie für betriebseigene Muschelkalkabfälle eines früheren örtlichen Steinwerks zu einer großen Bauschuttdeponie erweitert werden. Dies soll darüber hinaus in einem Schutzgebiet geschehen. Lebensräume für zahlreiche streng geschützte Arten wären bedroht. Außerdem würden insgesamt über 60.000 LKW-Fahrten vor allem die Gemeinde Winterhausen zusätzlich belasten. „Der BUND Naturschutz/BN fordert daher die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung anstelle der vorgesehenen einfachen Planänderung“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Rund 425.000 Kubikmeter Bauschutt sollen in einem Steinbruch bei Winterhausen eingelagert werden. „Durch die dortige bisherige Steingewinnung und Geländenutzung sind ständig neue Habitate streng geschützter Tiere entstanden. Abraumhalden mit unterschiedlichen Teillebensräumen von nass bis trocken haben sich über viele Jahre entwickeln können. So entstanden Lebensräume für Zauneidechsen, Schlingnattern,  Bienenfresser, Kreuzkröten und Gelbbauchunken. Nicht ohne Grund gehören diese Flächen zum europaweiten Biotopverbundsystem Natura 2000 und stehen unter Schutz. In unmittelbarer Nachbarschaft wurden unter der Leitung der Regierung von Unterfranken im Rahmen des LIFE+ Projektes MainMuschelkalk mit hohem finanziellen Aufwand Maßnahmen zur Erhaltung der Biotopqualitäten des Schutzgebietes durchgeführt und mit Schautafeln dokumentiert. Jetzt sollen Teile des Schutzgebietes verfüllt werden ohne dass überhaupt Bestandskartierungen über die dort vorkommenden Arten durchgeführt wurden und die Auswirkungen im Detail klar sind, so der BN. Die vorgesehene Plangenehmigung würde auch ohne Öffentlichkeitsbeteiligung ablaufen, obwohl eine deutliche Zusatzbelastung durch Lärm, Abgase und Staub auf umliegende Gemeinden zurollen könnte. Der BUND Naturschutz fordert daher ein für solche Fälle übliches Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung. Dieses ist sogar gesetzlich vorgeschrieben, wenn sich in einer Vorprüfung ergibt, dass sich erhebliche Nachteile für die Umwelt ergeben können. Dies ist eindeutig der Fall, so der BN abschließend.

 
 

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Steffen Jodl
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BUND NATURSCHUTZ FORDERT MAßNAHMEN GEGEN DAUERSTAU DURCH A3-AUSBAU

Würzburg, 10.10.2016

Der A3-Ausbau zwischen den Anschlussstellen Heidingsfeld und Randersacker führt immer häufiger zu einem Verkehrschaos  in und um Würzburg, kritisiert der BUND Naturschutz/BN in einer Pressemitteilung. Als Folge befürchtet  der BN eine  zunehmende Schadstoffbelastung  der Anwohner an den Staustrecken. Auch der ÖPNV leidet massiv, da Busse ebenfalls im Dauerstau festsitzen.  „Grund für die häufigen Staus scheinen  immer wieder Unfälle in der Baustelle zu sein. Der BUND Naturschutz/BN fordert daher die Autobahndirektion Nordbayern auf, diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen“,  so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. 

Immer häufiger quält sich eine Verkehrslawine von der A3 kommend quer durch Würzburg. Vor allem die westlichen Zufahrtstraßen sind dann massiv überlastet. Bis über Höchberg hinaus herrscht Stau, der ÖPNV bricht zusammen. Auch Umlandgemeinden wie Kist oder Reichenberg ersticken dann förmlich im Verkehr. Schuld ist die unfallträchtige Dauerbaustelle auf der A3 zwischen Heidingsfeld und Randersacker. Gerade Würzburg leidet jedoch auch ohne diesen Dauerstau schon unter einer gesundheitsschädlichen Feinstaub- und Stickoxidbelastung. „So kann Stickstoffdioxid in zu hoher Konzentration Entzündungen der Atemwege hervorrufen. Bei Heranwachsenden mit Asthma können das Lungenfunktionswachstum verringert und die Symptome von Bronchitis verschlimmert werden. Zusätzlich werden Herz-Kreislauf-Probleme und Allergien mit diesem Autoabgas in Verbindung  gebracht“, warnt Steffen Jodl, Biologe und Geschäftsführer beim BUND Naturschutz.  Der BN fordert daher sofortige Maßnahmen, um die Unfallgefahr in der A3-Baustelle und damit die Staubelastungen deutlich zu reduzieren. In der Pflicht sieht der BN  vor allem die Autobahndirektion Nordbayern, die die Baumaßnahme durchführt. Aber auch die Regierung von Unterfranken als Planungsträger sowie Stadt und Landkreis Würzburg müssen  ihren politischen Einfluss geltend machen, so der BN in einer Pressemitteilung.

 

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BUND NATURSCHUTZ KRITISIERT SIEDLUNGPLANUNGEN AM NIKOLAUSBERG

Würzburg, 04.10.2016

Der BUND Naturschutz /BN kritisiert die erneuten Planungen für ein weiteres Siedlungsgebiet am Nikolausberg und lehnt jegliches Vorhaben in diese Richtung entschieden ab.  Das Gebiet zeichnet sich durch eine hohe ökologische Wertigkeit aus und ist für das Landschaftsbild prägend.  Eingriffe sind hier unbedingt zu unterlassen.

Erneut versuchen die Eigentümer der ökologisch wertvollen Streuobst- und Wiesenflächen rund um das Gut „Neue Welt“ am Nikolausberg eine Bebauung  durchzusetzen – nun sogar mit Unterstützung der Stadt Würzburg. „Nachdem schon 2012 mit einer unerlaubten Rodung von  rund 200 Obstbäumen gegenüber dem Gut „Neue Welt“ aus Sicht des BN eine Bebauung vorbereitet werden sollte, versucht man nun auf der dem Gut angrenzenden Wiese eine Bebauung umzusetzen“, kritisiert Armin Amrehn, 1 Vorsitzender der BN-Kreisgruppe das erneute Ansinnen. „Damit würden aber ebenfalls  naturschutzfachlich wertvolle Flächen bedroht, wie zum Beispiel totholzreiche Streuobst- und Heckenbestände am Weg zur neuen Welt. Diese Flächen sind auch biotopkartiert und würden selbst bei Erhalt des Bestandes durch die Nähe einer weiteren Bebauung ökologisch entwertet werden“, beschreibt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN, die Auswirkungen einer Bebauung.  Die Wertigkeit dieser Flächen ist auch in Zusammenhang mit den westlich anschließenden  Lebensräumen zu sehen, mit denen ein funktionaler Zusammenhang besteht. Eingriffe sind daher zu unterlassen, auch in die vorhandenen Wiesenflächen die den Hang ökologisch bereichern und das Landschaftsbild positiv mitbestimmen. Zudem ist  der grüne Hang oberhalb des Leistengrundes für die Kaltluftentstehung gerade in Hinblick auf den Klimawandel unverzichtbar , so der BN in einer Pressemitteilung.

 

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Steffen Jodl
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AUCH BUND NATURSCHUTZ SAMMELT UNTERSCHRIFTEN FÜR VOLKSBEGEHREN

Würzburg, 13.07.2016

Am kommenden Samstag werden Aktive des BUND Naturschutz mit weiteren Bündnispartnern viele Hundert Infostände in ganz Bayern durchführen und Unterschriften für die 1. Stufe des Volksbegehrens gegen CETA sammeln. Der BUND Naturschutz ist auch  auf dem Domvorplatz in Würzburg zwischen 11 und 15 Uhr für Sie da und freut sich auf Ihren Besuch.

In dieser Woche findet die 14. Verhandlungsrunde zum Handelsabkommen der USA mit der Europäischen Union in Brüssel statt. Die Verhandlungen sind in den vergangenen Monaten ins Stocken geraten und aller Voraussicht nach in diesem Jahr nicht mehr abzuschließen. „Dies ist auch ein Erfolg des in seiner Breite bisher nie dagewesenen zivilgesellschaftlichen Bündnisses“, lobt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg, das Bürgerengagement.

Die Entscheidung der EU-Kommissarin den CETA-Vertrag durch die Mitgliedstaaten ratifizieren zu lassen ist richtig. Besonders die internationalen Schiedsgerichte greifen tief in die demokratischen Prozesse der Mitgliedsstaaten ein. Daher muss in der aktuellen Situation die oberste Priorität die angemessene Beteiligung des Bundestags- und Bundesrats, sowie die Verhinderung der vorläufigen Anwendung sein, so der BN in einer Pressemitteilung.

CETA ist Türöffner für TTIP

„CETA gilt als Türöffner für TTIP, daher besteht die reale Gefahr, dass mit CETA die Gentechnik auf unseren Tellern landet und die Landwirtschaft und Landschaft mit Billigkonkurrenzprodukten noch mehr unter Druck kommt“, warnt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz Würzburg.

 

 

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Steffen Jodl
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Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

BUND NATURSCHUTZ KRITISIERT HOTELBAU AUF KLOSTERGELÄNDE - CHANCE ZUR BEGRÜNUNG WIRD VERTAN

Würzburg, 05. Juni 2016

Erneut soll ein freier Platz in der Würzburger Innenstadt überplant werden. Nach der Bebauung weiter Teile  des sogenannten Platz’schen Gartens und  den Planungen für ein Hotel am Kardinal-Faulhaber Platzes soll nun auch auf dem Gelände des Franziskaner-Minoriten-Klosters ein Hotelneubau entstehen. Auch ein Teil des Klostergartens fiele  den Planungen zum Opfer. „Wir brauchen diese Freiräume jedoch für eine dringend nötige Durchgrünung der Innenstadt“, kritisiert Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg im BUND Naturschutz/BN, dieses Vorhaben. Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN, zitiert in diesem Zusammenhang  die Enzyklika Laudato Si des Papstes Franziskus: “Es entspricht nicht dem Wesen der Bewohner dieses Planeten, immer mehr von Zement, Asphalt, Glas und Metall erdrückt und dem physischen Kontakt mit der Natur entzogen zu leben.“  

Der Klimawandel schreitet voran, Würzburg wird heißer und gilt schon jetzt als Hot-Spot des Klimawandels. Der Sommer 2015 gab einen Vorgeschmack auf die Zukunft, die Würzburg bevorsteht. Auch das Klimaschutzkonzept der Stadt Würzburg fordert daher eine stärkere Durchgrünung der stark versiegelten Innenstadt. Denn dies führt zu Kühlungseffekten und reduziert nebenbei auch noch die Feinstaub- und Stickoxidbelastung.  „Doch bei der Mehrheit des Stadtrates scheinen die Forderungen nach mehr Grün  kein Gehör zu finden“, moniert Steffen Jodl. "Das nötige Bauleitverfahren zum Hotelneubau mit Tiefgargage  auf dem Franziskanergelände möchte die Stadt  auch noch im beschleunigten Verfahren – und damit ohne Umweltbericht – durchführen. Dies wird den Auswirkungen, die eine derartige Planung hat, nicht gerecht, denn es wird noch mehr Verkehr in die Innenstadt gezogen und die Chancen zur Entsiegelung und Begrünung des Platzes  werden vertan, zum Nachteil der in Würzburg lebenden und  arbeitenden Bevölkerung", so Jodl abschließend.

 

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Steffen Jodl
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.400 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

Hochwasserschutz muss in die Fläche kommen

Würzburg, 10.06.2016

 So dramatisch die Hochwasserkatastrophen in vielen Gemeinden sind, sie sollten wenigstens dazu führen, dass sämtliche Politik-Bereiche endlich die Bedeutung der flächigen Wasserspeicherung im Boden und in der Landschaft erkennen und fördern“, so Armin Amrehn, Vorsitzender beim BUND Naturschutz/BN Würzburg. Es kann keinen 100%-igen Schutz vor Extrem-Hochwasser geben, aber es kann eine ganze Menge getan werden, an den Ursachen etwas zu ändern und damit zumindest das Ausmaß der Schäden zu beeinflussen und zu reduzieren.

Verschiedene Faktoren haben in den letzten Jahren zu einer gefährlichen Gemengelage geführt, die solche Katastrophen entstehen lassen: Durch Flurbereinigung, Entwässerung und Begradigung der Landschaft in den letzten Jahrzehnten sowie die Kanalisierung der vielen kleinen Gewässern zu Wasser-Autobahnen fließt Regen heute immer schneller nach unten. Auch ein zunehmender Versiegelungsgrad beschleunigt und erhöht den Wasserabfluss. Durch intensivierte Landbewirtschaftung zunehmend verdichtete Böden, die arm an Bodenlebewesen und Poren sind, wurde auch die Regenspeicherfähigkeit der Böden auf großer Fläche verschlechtert. Anstatt in den Boden zu versickern, fließt Wasser schnell ab. Insbesondere dort, wo der Ackerboden offen, d.h. ohne Bewuchs und Wurzeln, vom Starkregen getroffen wird, wird mit dem Wasser auch wertvoller Boden abgeschwemmt – zum Hochwasser kommt die Schlammflut. Im Mai und Juni sind vor allem Maisflächen gefährdet. Und gerade der Maisanbau hat sich von 1965-2010 in Bayern verzehnfacht. Wenn nun zu beschleunigten und erhöhten Wasser-Abflüssen auch noch der Klimawandel und die damit verbundenen verstärkten Starkregenereignisse hinzukommen, ist das ein gefährlicher Mix. Wir bekommen nun die Quittung für viel zu schwachen Klimaschutz und die Wasseraustreibungspolitik im Umgang mit der Landschaft“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer bei der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, den Klimawandel im Rahmen dessen, was jetzt noch möglich ist, zu reduzieren. Besonders eine Änderung der Verkehrspolitik - weg von Straßenbau und Förderung des Straßenverkehrs hin zu einer Förderung der Schiene und des ÖPNV - ist längst überfällig.

Eine zweite zentrale Konsequenz ist, dass die Hochwasserschutzpolitik Bayerns endlich in die Fläche gehen muss. Anstatt sektoraler technischer Großprojekte an den großen Flüssen müssen alle Politikbereiche zusammen interdisziplinär einen Landschaftswasserhaushalt sichern,  der auch größere Regenmengen aufnehmen und zumindest zeitlich abpuffern kann. Alle hierfür nötigen und möglichen Maßnahmen dienen nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern sie reduzieren auch die Auswirkungen von Trockenzeiten, die ebenfalls nach den Klimaprognosen zunehmen werden und gerade die Region Mainfranken treffen. Sie dienen auch dem Naturschutz, dem Gewässerschutz, dem Grundwasserschutz und der Erholungseignung der Landschaft. Und sie sichern die Existenzgrundlage der Landwirtschaft, nämlich intakten Boden.

Um den Wasserabfluss in erosionsgefährdeten Lagen zu verringern bzw. zu verlangsamen, muss vor allem der Anteil dauerhaft bodendeckender Kulturen (Grünpflanzen) erhöht, und der Anteil von erosionsanfälligen Kulturen, wie Mais, Kartoffeln oder Rüben reduziert werden. Mulchsaaten gehören dabei zur guten fachlichen Praxis, reichen jedoch nicht zum alleinigen Erosionsschutz aus.

Bei der Bewirtschaftung muss darauf geachtet werden, dass der Boden seine Wasserspeicherkapazität erhält bzw. erhöht - d.h. Förderung des Humusaufbaus des Bodenlebens (z.B. spielen die Regenwurmgänge für den Wasserrückhalt eine wichtige Rolle), des Porenreichtums und  der Durchwurzelung.

Die Anlage von Grünstreifen an Gewässern und Straßengräben muss endlich umgesetzt werden und auch in Bayern gesetzlich vorgeschrieben werden. Auch die Neuanlage von Wiesen oder Weiden in Mulden und an Gräben und Bächen, um die Abflüsse vom Acker (Boden, Nährstoffe und Pestizide) zu filtrieren, ist überfällig. Wo der Biber die Gewässer umgestaltet und z. B. kleine Teiche schafft, ist dies zuzulassen, da sich auch darin Wasser sammelt und auf breiterer Fläche versickert oder zumindest verzögert nach unten abgegeben wird.

An Gewässern 2. und 3. Ordnung müssen wo nötig und möglich wieder ehemalige Schleifen und Flutrinnen reaktiviert werden, damit das Wasser breiter ausufern kann und zudem langsamer nach unten abfließt – jede Minute, in der das Wasser später unten ankommt, ist wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen in Häusern! Ergänzt werden müssen diese Maßnahmen je nach Bedarf durch dezentrale Regenrückhaltemaßnahmen, wie naturnahe und landschaftsangepasste Grünbecken.

Die Landschaft braucht wieder mehr Strukturen wie Hecken, Säume oder Randstreifen, die das Wasser bremsen und die Bodenpartikel aus dem abfließenden Wasser auskämmen. Wir brauchen eine „Flurbereicherung“ (als Wiedergutmachung der Flurbereinigung) und nicht grenzenlose Rodungen wie bei Goßmannsdorf.

Und nicht zuletzt ist auch eine deutliche Verringerung des in Bayern nach wie vor viel zu hohen Flächenverbrauchs und der Bodenversiegelungen durch Baugebiete und Straßenprojekte nötig. Täglich werden in Bayern 10,8 ha Fläche versiegelt. Bei Neuversiegelungen findet der Ausgleich „Entsiegelung“ so gut wie nie statt. Die Ziele des Flächensparens sind in Bayern bisher gescheitert.  Das Verbot der Neu-Bebauung in Überschwemmungsgebieten ist ausnahmslos umzusetzen, um den Aufbau neuer Risiken zu vermeiden (zahlreiche Ausnahmemöglichkeiten sind immer noch vorhanden), so der BN abschließend.

 

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Der BN ist mit rund 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

UMWELTSKANDAL IM SCHOTTERWERK BUND NATURSCHUTZ FORDERT UMGEHENDE ENTSORGUNG SCHADSTOFFHALTIGEN MATERIALS

Würzburg, 10.06.2016

 „Noch immer gibt es keine Aufklärung zu den Vorkommnissen im Schotterwerk bei Aub und das obwohl nun schon mehr als 11 Wochen seit der Untersuchung im Betriebsgelände und der Probennahme vergangen sind“, moniert Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg im BUND Naturschutz/BN. Gerade aufgrund der kürzlich starken Niederschläge befürchtet der BN durchaus eine hohe Umweltgefährdung durch schadstoffbelastete Materialien.

Zwar wurde bisher bestätigt, dass unsortierter Bauschutt illegal verfüllt wurde und Mineralölkohlenwasserstoffe im Boden nachgewiesen sind, wie und wann das unerlaubt eingebrachte Material entsorgt und der verseuchte Boden saniert wird ist jedoch nach wie vor unklar. Weiterhin gibt es auch keine Informationen, ob vergrabener Altasphalt mit krebserregenden und erbgutschädigenden Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet ist, obwohl eine labortechnische Untersuchung nur drei Tage benötigt und der Vorwurf im Raum steht, es seien dort rund 20.000 Tonnen, möglicherweise belasteter Altasphalt, verfüllt worden. Solange dies nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann, muss von einer akuten Umweltgefährdung ausgegangen werden, gerade aufgrund der starken Niederschläge, die in der Region gefallen sind. Hierdurch könnten Schadstoffe verstärk ausgewaschen worden sein. „Unabhängig von einer strafrechtlichen Relevanz muss das gesamte schadstoffbelastete Material daher umgehend festgestellt und fachgerecht entsorgt werden“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe.  Nach Informationen des BN wurden im Steinbruchgelände des Werkes auch Altreifen, Werkstattabfälle und ein alter Heizöltank vergraben.  Die Standorte wurden den Behörden bereits mitgeteilt. Eine Suche nach den Materialien hat aber wohl noch immer nicht stattgefunden, kritisiert  der BUND Naturschutz.

 

 

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Der BN ist mit rund 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ FORDERT GRÜNEN KARDINAL-FAULHABER-PLATZ - BEBAUUNG WÄRE FATAL

Würzburg, 09.06.2016

Völlig unverständlich ist für den BUND Naturschutz/BN der erneute Vorstoß der Stadt Würzburg zur Bebauung des Kardinal-Faulhaber-Platzes in Würzburg. Dieses Ansinnen widerspricht allen Notwendigkeiten zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der Luftqualität in Würzburg“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Bei der Stadt Würzburg hat man den Hitzesommer 2015 mit neuen Rekordtemperaturen wohl schon wieder vergessen. Man ignoriert auch alle Prognosen der Klimaforscher, die gerade für die Stadt Würzburg eine deutliche Zunahme derartiger  Hitzebelastungen vorhersagen -  mit Tiefstwerten von 30 Grad Celsius. „Wir brauchen am Kardinal-Faulhaber-Platz keine „maßvolle“  Bebauung sondern eine umfassende und konsequente Entsiegelung und Begrünung“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. Dies gilt für die gesamte Innenstadt. Ansonsten wird das Leben und Arbeiten dort schon in wenigen Jahrzehnten unerträglich werden. Begrünte Plätze und Fassaden sind  nötig, um Kühlungseffekte zu erzielen und  die Aufheizung der Stadt zu reduzieren.  Sie wirken somit  den Auswirkungen des Klimawandels entgegen. Gleichzeitig wird  die Luftqualität in der Stadt verbessert. Wer aber mit einer neuen Tiefgarage am Kardinal-Faulhaber- Platz sogar noch mehr Verkehr in die Innenstadt hineinführt, vergisst, dass die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden gerade dort sehr hoch ist und dringend reduziert werden muss – zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Eine weitere Bebauung in der Innenstadt voranzutreiben und eine Verkehrsreduktion zu verhindern, heißt, die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen und  in grob fahrlässiger Weise die Augen zu verschließen, so der BN abschließend. 

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.400 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ GIBT TIPPS ZU NATURNAHEN GÄRTEN

Würzburg, 09. Mai 2016

Zum Internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai ruft der BUND Naturschutz (BN) zu mehr Natur in den Gärten auf und gibt Tipps, wie dies erreicht werden kann: „Geben Sie der Natur in  Ihrem Garten ein Chance und helfen Sie so mit, die Artenvielfalt zu erhalten“, appelliert Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg. „Schon eine nur ein- oder zweimal im Jahr gemähte Wiese kann sich zu einem Paradies für Schmetterlinge entwickeln und bietet Nahrung für viele Vogelarten“, weiß Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Laut dem Artenschutzreport 2015  des Bundeamtes für Naturschutz ist der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland alarmierend. Ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten stehen auf der Roten Liste, sind also in ihrem Bestand gefährdet. Naturnahe Gärten können jedoch ein  wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten werden. „Einfach mal die Füße hochlegen und den Garten nicht ständig auf Ordnung trimmen“, rät der Biologe Steffen Jodl.  So können in Ecken herumliegende Zweige und Baumreste Zauneidechsen einen Lebensraum bieten.  Reisig- und Laubhaufen  bieten Igeln Unterschlupf. Schmetterlinge und andere Insekten werden gefördert,  indem man wenigstens einen Teil der Wiese nur ein- oder zweimal im Jahr mäht und auf Dünger verzichtet. Die Einsaat einer Wiesenblumenmischung beschleunigt die Entwicklung zum artenreichen Lebensraum mit Wiesensalbei, Wiesenflockenblume und Margerite. Lässt man einen Teil auch über den Winter stehen, spart man Arbeit und bietet zahlreichen Vogelarten Sämereien für die kalte Jahreszeit. Vögel und Insekten freuen sich auch über eine artenreiche Hecke aus heimischen Gehölzen, wie Weißdorn, Hundsrose und Hartriegel.  Sie bietet das ganze Jahr über Nahrung und Deckung. Unbedingt verzichtet werden sollte natürlich auf Pestizide.  Diese vernichten auch viele empfindliche "Nützlinge",  reichern sich in der Nahrungskette an und schädigen Bodenorganismen, so der BN abschließend. 

 

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Steffen Jodl
Diplom-Biologe
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ KRITISIERT HOHE GRENZWERTE FÜR SCHADSTOFFE IM ALTASPHALT - MÜLLTOURISMUS BEFÜRCHTET

Würzburg, 02. Mai 2016

In einer Pressemitteilung kritisiert der BUND Naturschutz, dass für die Verwendung von recyceltem Altasphalt bundesweit unterschiedliche Grenzwerte für die Belastung mit Schadstoffen gelten. Während in den meisten Bundesländern maximal 25 Milligramm polyzyklische aromatisierte Kohlenwasserstoffe (PAK) im Asphalt zugelassen sind,  liegt der bayerische Grenzwert bei 1000 Milligramm. Darüber muss teuer entsorgt werden. "Dies könnte einen "Mülltourismus" nach Bayern auslösen", befürchtet Armin Amrehn, 1. Vorsitzender bei BUND Naturschutz Würzburg / BN.

20.000 Tonnen Altasphalt sollen in einem Schotterwerk bei Aub, Landkreis Würzburg, unerlaubt verfüllt worden sein. Eigentlich hätte dieser Asphalt -- nach Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters des Werkes - recycelt und dem Markt wieder zugeführt werden sollen. Hierbei stellt sich die Frage nach der Schadstoffbelastung dieses Altasphalts und der Herkunft. In Bayern darf Recyclingasphalt 1000 Milligramm PAK pro Kilogramm Trockensubstanz enthalten, obwohl PAK  untern anderem als krebserzeugend und erbgutverändernd gelten,  somit also stark gesundheitsgefährdend sind. "Warum darf derart belastetes Material wiederverwendet werden und warum liegt der bayerische Grenzwert für diesen Schadstoff um das 50-fache (!) höher als im Bundesland Rheinland-Pfalz?", fragt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. Bundesweit sind meist Grenzwerte von 25 Milligramm erlaubt, darüber muss der Asphalt entsprechend entsorgt oder behandelt werden. Der BN befürchtet daher einen "Mülltourismus" für belasteten Altasphalt nach Bayern. Wenn man bedenkt, dass laut Aussage des Bundesrechnungshofes unter den Straßen in Deutschland rund 1 Milliarde Tonnen PAK-belasteter Asphalt liegen, der aufgrund von  Straßensanierungen entsorgt oder recycelt werden muss, wäre dies bei den unterschiedlichen Grenzwerten in Deutschland nicht verwunderlich. Vielleicht ist sogar das Steinbruchgelände bei Aub betroffen, so der BN abschließend.

  

Vom Umweltnetzwerk Hamburg - Büro für Umweltfragen - wurden Abgrenzungswerte für eine Verwertung von PAK-haltigen Straß

PAK-Abgrenzungswert der BRD- Länder in mg/kgfür Recyclingasphalt

Bundesland

Fundstelle

mg/kg TS

Mecklenburg-Vorpom.

Erlass 2013 AZ: 583-17000

>25

Niedersachsen

NGS Merkblatt Entsorgung Straßenaufbruch-2012

>25

Hamburg

Rundschreiben Straßenbautechnik RST 3/13 -17.5.2013

>25

Bremen

Merkblatt Einstufung Gefährlichkeit v. Abfällen 7.7.2011

>25

Berlin

Anwendungsidentisch mit Erlass Land Brandenburg

>25

Brandenburg

Erlass BTR RC-StB Ausgabe 2015

>25

Rheinland-Pfalz

SAM Praxisinfo 7-2012 (Grundlage LAGA M 20)

>20

Hessen

Baumerkblatt_090515 (aktualisiert: 2014)

>25

Saarland

M20_Gesamt_SL_Sept_2005 –Grundlage RuVa 2005

>25

Sachsen-Anhalt

Dienstanweisung AZ: H/1114-0221/0-DA_2009

>25

Sachsen

Hinweise Baustoffrecyclingmaterial 2012

>75

Nord-Rhein-Westfalen

Munlv Erlass teerhaltiger Bauabfall 2007

>100

Schleswig-Holstein

LBV-SH Straßenbau Verfügung vom 21.03.2011

>100

Baden-Württemberg

Leitfaden teerhaltiger Straßenaufbruch 2010

>200

Bayern

LfU-Erlass vom 5.12.2014 allgvfg_bitumengemische

≥ 1000

Thüringen

TLBV 2012 Infoblatt Abfall 4 Gefährlichkeit

≥ 1000

Tabelle: Liste Grenzwerte der Bundesländer für PAK-haltige Abfälle                   Quelle:© Umweltnetzwerk 4-2016

 

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

NEUWAHL BEIM BUND NATURSCHUTZ WÜRZBURG: ARMIN AMREHN ALS VORSITZENDER BESTÄTIGT

Würzburg, 02. Mai 2016

Auf der Mitgliederversammlung des BUND Naturschutz/BN, Kreisgruppe Würzburg, am 14. April 2016, wurde Armin Amrehn in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Der Landesvorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger sowie zahlreiche Vertreter der Kommunal- und Landespolitik lobten das große Engagement der BN-Kreisgruppe Würzburg im Einsatz für Natur und Umwelt und bedankten sich für diese unverzichtbare Arbeit.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Saal im Feuerwehrhaus Veitshöchheim zur Mitgliederversammlung mit Neuwahl der BN-Kreisgruppe Würzburg. Stolz berichtete der 1. Vorsitzende Armin Amrehn über die stetig wachsende Mitgliederzahl der Kreisgruppe, die zwischenzeitlich bei 6500 angelangt sei, und freute sich, den Landesvorsitzenden Prof Dr. Hubert Weiger  sowie zahlreiche Ehrengäste aus der Kommunal- und Landespolitik begrüßen zu  dürfen. Der Veitshöchheimer  Bürgermeister Jürgen Götz  lobte die Arbeit des BN und berichtete, dass die Gemeinde einen Klimaschutzbeauftragten eingestellt habe. In seinem Grußwort kritisierte  der Landtagsabgeordnete (MdL) Dr. Hans Jürgen Fahn  -  selbst auch Vorsitzender einer BN-Kreisgruppe  - die sogenannte 10H-Regelung bei der Windkraft, da diese den weiteren Ausbau der Windkraft verhindere.  Auch MdL Volkmar Halbleib erkannte für sich und seine Arbeit zahlreiche Verknüpfungspunkte mit dem BN und machte deutlich, dass er  in einem Nationalpark Steigerwald Chancen für Naturschutz und Ökonomie sehe. Auch warnte er vor einem Wegfall, des "Anbindegebotes" im Landesentwicklungsprogramm, da dies den Flächenfraß verstärken würde.  Die Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, Marion Schäfer-Blake, lobte den BN, da dieser das Rathaus immer sehr sachkundig begleite und daher großes Gewicht bei der Meinungsfindung habe. Landrat Eberhard Nuss bedankte sich ebenso für die stets gute Zusammenarbeit und wies dem BN eine wichtige Wächterfunktion zu.

Prof. Dr. Hubert Weiger zeigte in seinem Vortrag die drei zentralen Herausforderungen für die Zukunft auf: So seien der fortschreitende Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt und der anhaltende Flächenfraß zentrale Themen im BUND Naturschutz. Zwar gibt es ein neues Klimaschutzabkommen, aber die „Hausaufgaben“ müssten jetzt auch umgesetzt werden. Um den Artenschwund zu stoppen, brauche es eine umfassende Initiative für den ökologischen Landbau, genauso wie ein neues „Flächenbewusstsein“ zur Reduktion des Flächenverbrauches, dem in der Region Würzburg die weltweit besten Böden zum Opfer fallen.

Im Rückblick der Kreisgruppe wurde die ganze Bandbreite sichtbar, die der BN vor Ort bearbeitet. So wurde eine Ausstellung zur Energiewende nach Würzburg geholt, Gespräche zum Grundwasserschutz mit Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt geführt, eine Initiative zum Feldhamsterschutz gestartet, 70 Stellungnahmen zu Planungsverfahren erstellt, 180 Umweltbildungsveranstaltungen durchgeführt und vieles mehr.

Für ihr besonderes Engagement im Natur- und Umweltschutz wurden folgende Vertreter von BN-Ortsgruppen geehrt: Silvia Popp (Zell), Richard Wust (Theilheim), Heinz Rittinger (Waldbrunn), Christian Weidner (Eisingen) und Wolfgang Väth (Eisingen).

Bei der Neuwahl des Kreisvorstandes wurde Armin Amrehn in seinem Amt bestätigt, ebenso seine beiden Stellvertreter, Dr. Martina Alsheimer und Dr. Volker Glöckner. Weiter Vorstandsmitglieder sind: Thomas Biechele-Kusch (Schatzmeister), Lilli Bähr (Schriftführerin), Karin Miethaner-Vent, Gerda Rösch, Wolfgang Klopsch, Wolfgang Väth und Ulrich Krammel. Als Revisoren fungieren Matthias Henneberger und Jens Groß.

 

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Steffen Jodl
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Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

BUND NATURSCHUTZ FORDERT ZUR RASCHEN ENTLASTUNG DER BÜRGERINNEN UND BÜRGER ALTERNATIVE FÜR UMGEHUNG VON GIEBELSTADT

Würzburg, 26.04.2016

Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz/BN sieht die Planung für eine umfassende Umgehungsstraße von Giebelstadt mit den Ortsteilen Herchsheim und Euerhausen zeitnah nicht umsetzbar und fordert eine Alternativplanung zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. „Die negativen Auswirkungen auf Natur und Landschaft sind zu groß, als dass eine Umsetzung der angestrebten Umgehungsstraße in absehbarer Zeit realistisch wäre. Alternativen, die rasch eine Entlastung bringen und das ohne große Eingriffe sind nötig und möglich“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Die vorgesehene Umgehung von Giebelstadt mit den Ortsteilen Herchsheim und Euerhausen ist nicht wie geplant umsetzbar, ein Festhalten an dieser Planung wird auf lange Zeit eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gemeinden verhindern, so der BN in einer Pressemitteilung. Daran würde auch eine Anhebung dieses Projektes im aktuell diskutierten Bundesverkehrswegeplan auf eine höhere Stufe nichts ändern. Der Verlust von rund 9 ha landwirtschaftlich wertvollster Böden, die Verlärmung weiter Teile bisher beruhigter Wohngebiete sowie die erheblichen Eingriffe in ein Vogelschutzgebiet und in Feldhamsterlebensraum durch Überbauung und Zerschneidung wiegen schwer, so der BN.  Die  Planung habe daher kaum eine Chance zeitnah umgesetzt zu werden. „Der BN hält deshalb eine östliche Umfahrung von Giebelstadt durch das bestehende Gewerbegebiet für sinnvoll. So könnte auch das Flugplatzgebiet und der Abzweig nach Ochsenfurt leicht angeschlossen werden“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. In den Ortsteilen Herchsheim und Euerhausen, mit deutlich geringeren Verkehrszahlen als in Giebelstadt, könne über bauliche Maßnahmen an den Ortseingängen eine Reduktion der Verkehrsgeschwindigkeit erreicht werden. „Flüsterasphalt“ könnte zusätzlich zu einer Lärmminderung beitragen. Dies würde insgesamt rascher zu einer Entlastung führen. Dabei wären die Eingriffe in  Natur und Landschaft deutlich reduziert und hohe Verluste an landwirtschaftlicher Fläche sowie spürbare Verlagerungen von Lärmbelastungen vermieden, ist sich der BN sicher. Zudem ist ab 2018 auch eine Maut für Kfz über 7,5 t auf allen Bundesstraßen vorgesehen, was sicher auch eine Entlastung für die B19 durch Giebelstadt bewirken wird, so der BN abschließend.

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Steffen Jodl
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Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund  6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

BUND NATURSCHUTZ STARTET SAMMLUNG FÜR NATUR UND UMWELT

Würzburg, 22. April 2016

Rund 30.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind vom 25. April bis 1. Mai für den BUND Naturschutz/BN bayernweit unterwegs, um Spenden für die gute Sache zu sammeln. Das ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Der BN verwendet die Spendengelder zum Beispiel für sein Engagement im Klimaschutz, für den Artenschutz oder den Ankauf und die Pflege von Schutzgrundstücken.

Dabei verzichtet der BN bewusst auf Sponsoring. Denn die finanzielle Unabhängigkeit ist für die Arbeit von Bayerns größtem Natur- und Umweltschutzverband von zentraler Bedeutung. „Nur so können wir uns ehrlich und authentisch für Natur und Mensch in Bayern stark machen“, sagt Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg.

„Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie dem BN. Jeder Euro zählt“, appelliert Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg.

Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto der BN-Kreisgruppe Würzburg, IBAN DE 10790500000043884410 bei der Sparkasse Mainfranken, mit dem Vermerk „Spende HuS-Naturschutz“ eingezahlt werden.

Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über unsere Geschäftsstelle im Ökohaus Würzburg (Tel. 0931/43972) anfordern.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Geschäftsführer
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Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund  6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

UMWELTSKANDAL IM LANDKREIS WÜRZBURG? STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT

Würzburg, 07.04.2016

Seit einigen Wochen ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg gegen ein  Schotterwerk im Landkreis Würzburg. Nach Informationen des BUND Naturschutz  bestehe der Verdacht, dass dort über viele Jahre Abfälle illegal entsorgt wurden. Auch eine Gefährdung von Grund- und Oberflächenwasser sei zu befürchten. Der Betrieb arbeitet jedoch scheinbar uneingeschränkt weiter. Der BUND Naturschutz fordert daher eine rasche Aufklärung. Sollten sich die Vorwürfe  bestätigen, würde sich auch die Frage nach der  Kontrollfunktion der Behörden stellen.

Gemäß  dem BUND Naturschutz vorliegenden Hinweisen, sollen über  viele Jahre  in einem Schotterwerk im Landkreis Würzburg Altreifen, Asphalt, Werkstattabfälle und nicht recycelter Bauschutt illegal entsorgt worden sein.  Eine genehmigte Deponie für Bauschuttmaterial solle nicht den Vorschriften entsprechen. Rund  20.000 Tonnen Asphalt seien  im Gelände vergraben, ebenso ein  alter Heizöltank. Schmutzwasser  werde ohne Genehmigung in ein Fließgewässer  abgeleitet. Auch sei in der Brechanlage des Werkes die Staubabsauganlage häufig abgeschaltet. Dies würde die hohe Staubbelastung in der Umgebung erklären, die viele Bürger  beklagen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt in diesem Fall und führte am 22. März eine Untersuchung auf dem Betriebsgelände durch. Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, würde es sich hier wohl um den größten Umweltskandal in der Region Würzburg handeln. Die zuständigen Kontrollbehörden hätten versagt.

 

 

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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

AMPHIBIEN SIND WIEDER AUF WANDERSCHAFT!

Würzburg, 22.03.2016

 „Nachdem der  Kälteeinbruch Anfang März die Aktivität der ersten mutigen Amphibien wieder gebremst hat, geht es in den nächsten Tagen richtig los“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz (BN). Die angekündigten wärmeren Tage werden Kröten, Frösche und Molche auf die Wanderschaft locken. Daher haben freiwillige Helfer des BN an zahlreichen Orten im Landkreis Würzburg Amphibienzäune aufgebaut und bringen die Tiere sicher über die Straßen. Bayernweit wird so jährlich rund 700 000 Amphibien das Leben gerettet.

Häufig sammeln unsere Helferinnen und Helfer bis tief in die Nacht oder am frühen Morgen und sind somit ebenfalls den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. „Um Unfälle zu vermeiden, bitten wir daher alle Autofahrer, die entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder mit dem Amphibienzeichen zu beachten und besonders vorsichtig zu fahren“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz.

Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßenabschnitte  betroffen:

Remlingen - Birkenfeld

Randersacker – Lindelbach

Randersacker - Gerbrunn

Rimpar - Güntersleben - Gramschatz

Kist - Reichenberg und Kist - Gerchsheim

Greußenheim - Hettstadt, Uettingen und Oberleinach

Leinach - Zellingen

Erlach - Kaltensondheim

Limbachshof - Kist

Heidingsfeld – Winterhausen

Margetshöchheim - Erlabrunn

 

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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

ENERGIEWENDE IST MÖGLICH BUND NATURSCHUZT ZEIGT AUSSTELLUNG ZUM MITMACHEN

Würzburg, 15.03.2016

Vom 14. März bis zum 7. April zeigt der BUND Naturschutz (BN) in der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße in Würzburg die Ausstellung „Die Energiewende ist möglich“. „Holen Sie sich Tipps zum Energiesparen und damit auch zum Geldsparen in den eigenen vier Wänden“, wirbt Armin Amrehn, Vorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg für einen Besuch. Die erforderlichen drei Schritte wie Energieeinsparung, effiziente Energienutzung und Förderung der erneuerbaren Energien stellt die Ausstellung des BUND Naturschutz in den Mittelpunkt. Schulklassen können sich zu kostenfreien Führungen beim BN anmelden.  Das Ausstellungskonzept wurde vom Landesamt für Umwelt entwickelt und realisiert.

Steigende Preise für Energie und neue Stromtrassen bringen manchen zum Nachdenken, wie er im privaten Umfeld die Energiewende voranbringen kann. „Die Energieausstellung zum Mitmachen ermöglicht den Besuchern die Energiewende zu erleben“, so Martina Alsheimer, stellvertretende Kreisvorsitzende. Lichtfarben und Helligkeit unterschiedlicher Leuchtmittel können in einem umfangreichen Leuchtkoffer und einer Lichtbox getestet werden. Drehscheiben geben Auskunft, welche Einsparpotentiale sich im Haushalt verbergen und Bauherren oder Hausbesitzer können an den verschiedenen Hauswandmodellen sowie einem Gefrierschrank ausprobieren, welchen Effekt eine 3-Scheiben-Verglasung hat. Auch ein Heizungspumpenmodell steht zur Verfügung, an dem der Unterschied zwischen alten und modernen Umwälzpumpen demonstriert wird.
„Auch wer wissen möchte, wie ein Rotmilan im Umfeld einer Windkraftanlage seine Beute sieht, ist hier richtig“, zeigt sich Steffen Jodl, Biologe beim BN von der Ausstellung begeistert. Die Mitmachstation zur Windenergie gibt Einblicke und informiert über die Auswirkungen der Windenergienutzung.

Die BN-Kreisgruppe Würzburg  lädt mit dieser Ausstellung ein zum Mitmachen und Mitdenken in Sachen Energiewende und Klimaschutz. Schulklassen können beim BUND Naturschutz Würzburg kostenfreie Führungen durch die Ausstellung buchen. Anmeldung unter 0931/43972 oder info@bn-wuerzburg.de

 

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Steffen Jodl
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UMWELTBILANZ 2015 - AUSBLICK FÜR 2016

Würzburg, 08. März 2016

Der BUND Naturschutz war auch im Jahr 2015 wieder für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Würzburg aktiv. Themen wie Klimaschutz und Energiewende, Boden- und  Wasserschutz sowie der Erhalt unserer Tier- und Pflanzenwelt waren Schwerpunkte unserer Arbeit. Neben Erfolgen, wie der Verhinderung eines weiteren Gewerbegebietes bei Kürnach  und 3000 Besuchern bei unseren Bildungsveranstaltungen, gab es aber auch Niederlagen für Natur und Umwelt, wie die Rodung wertvollster Grünbestände bei Gerbrunn für ein neues Baugebiet. Die Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels, zum Beispiel auf das Kleinklima in Würzburg und den Grundwasserhaushalt, werden uns zukünftig vermehrt beschäftigen. Auch der bedrohte Feldhamster rückt in den Fokus.

 

Klimaschutz

Ein Erfolg für die Würzburger Bürgerinnen und Bürger war die Verhinderung der Bebauung des Kardinal-Faulhaber-Platzes durch ein Bürgerbegehren. Denn Würzburg wird – bedingt durch den Klimawandel – immer heißer. Somit braucht Würzburg mehr Grün, vor allem in der stark versiegelten Innenstadt. Nicht überbaute Plätze müssen begrünt werden! Dies reduziert auch die Feinstaubbelastung.

Enttäuschend ist in diesem Zusammenhang die Gestaltung der Eichhornstraße, wo  sechs kleine „Alibibäumchen“ gegen die Aufheizung aufgrund der umfassende Versiegelung  ankämpfen müssen. Aber auch in der Kaiserstraße scheint man die Gunst der Stunde nicht zu nutzen. Dort wäre eine Fassadenbegrünung auch aus optischen Gründen sinnvoll. Doch die Einsicht, die Innenstadt stärker zu durchgrünen, scheint bei den Verantwortlichen der Stadt Würzburg noch immer nicht angekommen zu sein. So werden/wurden erneut 150 Großbäume entfernt und auch am Sternplatz wird die Anzahl der Bäume reduziert. Scheinbar fehlt es dem städtischen Gartenamt auch an ausreichend Personal – nur so ist die seit Jahren zu beobachtende Beseitigung alter Bäume zu erklären. Hier muss dringend gegengesteuert werden.

 

Bodenschutz

Ein Erfolg im Einsatz gegen den Flächenverbrauch, den Verlust von Lebensraum für Offenlandarten und besten landwirtschaftlichen Böden, konnte in Kürnach erzielt werden. Mit knapp 69 % sprachen sich die Kürnacher Wahlberechtigten bei hoher Wahlbeteiligung deutlich gegen ein weiteres 6 ha großes Gewerbegebiet aus. Dies zeigt, dass die  Bevölkerung die Wertigkeit unserer Freiflächen für Natur, Landschaft und Nahrungsmittelproduktion längst erkannt hat. Die Politik muss dies nun umsetzen und bei tatsächlichem Bedarf verstärkt Leerstände für die Siedlungs- und Gewerbegebietsent-wicklung nutzen. Wer allerdings nur die Berechnungsgrundlage für den Flächenverbrauch ändert, indem er zum Beispiel unbebaute Bauplätze nicht mehr hinzurechnet (wie das Bayerische Landesamt für Statistik) und so den Flächenverbrauch optisch von 18,1 ha auf 10,4 ha drückt, betreibt Augenwischerei.

 

Wasserschutz

Das Trockenjahr 2015 machte es deutlich: Gerade in der Region Würzburg ist ein sorgsamer Umgang mit  Wasser von großer Wichtigkeit. Klimamodelle prognostizieren für unsere Region eine deutliche Abnahme der Sommerniederschläge bei gleichzeitig steigenden Temperaturen. Darauf müssen wir uns einstellen, auch in der Landwirtschaft. Die  Wasserbehörden forderte der BN bei verschiedenen Gesprächen auf, zu einer restriktiveren Genehmigungspraxis bei der Grundwasserentnahme überzugehen. Und Kommunen müssen erkennen, dass eine weitere Versiegelung unserer Böden die Grundwasserneubildung nachhaltig reduziert.

Auch die Wasserqualität der Oberflächengewässer, wie Pleichach und Kürnach stand wieder im Blickpunkt der BN-Arbeit. Hier fordert der BN  eine Reduktion der Stoffeinträge durch die Umrüstung auf ein Mischkanalsystem und die Schaffung naturnaher Ufer.

Arten- und Biotopschutz

Auf dem absteigenden Ast befindet sich der Feldhamster. Wie eine durch die Kreisgruppe initiierte Landtagsanfrage ergab, wird dieser in 20 bis 30 Jahre in Bayern ausgestorben sein. Der BN prüft daher die Möglichkeiten für eine EU-Beschwerde, da das Land Bayern seinen Verpflichtungen zum Schutz dieses europaweit geschützten Nagers nicht in ausreichender Form nachkommt.

Erschüttert war der BN über die illegalen und überdimensionierten Gehölzrodungen bei Erlabrunn und Goßmannsdorf. Richtig und lobenswert war die Reaktion des Umweltamtes am Landratsamt Würzburg. Die richterliche Entscheidung des Gerichtes, das Verfahren in Goßmannsdorf einzustellen, ist vollkommen unverständlich.

Enttäuscht ist der BN auch, dass das Baugebiet Kirschäcker III in Gerbrunn trotz der enormen Eingriffe in ökologisch wertvollste Bereiche nicht gestoppt werden konnte.

Gewinn für die Natur:  Vor allem von den BN-Ortsgruppen werden nicht nur die 38 BN-eigenen Flächen mit einer Gesamtfläche von über 17 ha betreut, sondern auch andere ökologisch wertvolle Grundstücke gepflegt und damit erhalten. So werden Streuobstwiesen, Schilfflächen und Halbtrockenrasen gemäht, Hecken und Bäume gepflanzt, Kopfweiden gepflegt, Gewässer unterhalten, Nistkästen gereinigt und Fledermausquartiere gesichert. Durch die Betreuung von rund 3,5 km Amphibienschutzzäunen bei Wind und Wetter werden tausende Amphibien vor dem sicheren Straßentod bewahrt.

Damit leistet der BUND Naturschutz einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten sowie des Landschaftsbildes, von dem letztendlich auch alle Bürgerinnen und Bürger profitieren.

 

Förderstiftung gegründet

Stolz ist die Kreisgruppe über ihre neue Förderstiftung „Natur- und Umweltschutz“, die in der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken Würzburg  errichtet wurde. Dies bietet die Möglichkeit, sich mit Zustiftungen und Spenden in der Region Würzburg für den Natur-  und Umweltschutz dauerhaft zu engagieren.

So  lassen sich bleibende Ziele wie der Arten-, Biotop- und Tierschutz,  der Einsatz für gesunde Böden, reines Wasser und saubere Luft,  der  Klimaschutz, die Bewahrung der fränkischen Landschaft sowie das Engagement für gesunde Nahrungsmittel verfolgen.

 

Umweltbildung

Ökolandbau, Wildkräuter, persönliche Energiewende und gemeinschaftlich Wohnen waren Schwerpunkte unseres vielfältigen Bildungsprogramms, das mit rund 3000 Besuchern bei 180 Veranstaltungen gut angenommen wurde. Rege nachgefragt wurden auch Naturführungen.

Die Veranstaltungen zu Wildkräutern und die Besichtigung der Vollkornbäckerei, ist seit vielen Jahren ein Dauerbrenner und war mit zweimal 30 Besuchern ausgebucht.

Für die praktische Umsetzung der persönlichen Energiewende informierte der BUND Naturschutz sehr ausführlich z. B. zu den Themen Wärmedämmung, erneuerbare Energien, Blockheizkraftwerke und Passivhausbau.

Ganz neu war diesmal eine Kooperationsveranstaltung mit dem Matthias-Ehrenfried-Haus zum Thema „Leben und Wohnen in Gemeinschaft“. Mit knapp 100 Besuchern zeigte dieses Forum auf, dass ein wachsendes Bedürfnis in der Bevölkerung besteht, neue Formen des Lebens und Wohnens zu entwickeln und auszuprobieren. 

Ein wichtiger Schwerpunkt des BUND Naturschutz ist die ökologische Landwirtschaft. Dazu wurden zwei gut besuchte Hofführungen mit anschließender leckerer Biobrotzeit veranstaltet, in Schwarzach bei der Ökokiste Veit Plietz und in Altertheim, beim Biolandhof Kraus-Egbers.

Auch die Bioweinprobe mit dem Winzer Edgar Wallrapp aus Theilheim kam sehr gut an.

Sinnliche Bioköstlichkeiten und Informationen zum Ökolandbau gab es  auch an unserer Bioschauküche auf der Mainfrankenmesse. Zum Thema „Biokochen – eine kulinarische Reise durch Europa“ wurden – in Kooperation mit dem Bauernverband, dem Hotel- und Gaststättenverband und Slow Food – täglich Gerichte aus einem anderen europäischen Land gezaubert und als Kostproben ausgegeben. Ergänzt wurde diese Aktion mit einem Stand des BUND Naturschutz zum Thema „Bioregional – erste Wahl“, wo sich Bioerzeuger mit ihren Produkten anschaulich vorstellen konnten. 8000 Broschüren mit Rezepten der Bioküche und dem Adressverzeichnis der unterfränkischen Bio-Direktvermarkter wurden auf der Messe verteilt, was das große Interesse an unseren Ständen verdeutlichte.

Das Programm für Schulklassen und Kindergärten nahmen diesmal 55 Gruppen wahr. Schwerpunktmäßig ging es dabei u. a. um das spielerische Kennenlernen der Lebensräume Wiese, Wald, Teich und Hecke.

Außerdem beteiligten wir uns mit Ständen zum Tag des Baumes und Tag der Biodiversität am Oberen Markt in Würzburg. Wie jedes Jahr waren wir auch 2015 mit zahlreichen Veranstaltungen an den BayernTourNatur-Aktionen des Bayer. Umweltministeriums vertreten.

Das Pfingstferienprogramm in Kooperation mit dem Stadtjugendamt begeisterte wieder zahlreiche Kinder.

 

gez. Armin Amrehn         gez. Steffen Jodl           gez. Klaus Isberner
1. Vorsitzende                Geschäftsführer            Bildungsreferent

 

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ BEKLAGT STARKE EINGRIFFE IN HECKENBESTÄNDE

Würzburg, 25.02.2016

In den vergangenen Wochen beobachtete der BUND Naturschutz (BN) starke Eingriffe in Heckenbestände entlang zahlreicher Straßen im Landkreis Würzburg. „Entlang von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen wurde vom Staatlichen Bauamt Würzburg zum Teil sehr massiv und unnötig in Gehölzstrukturen eingegriffen“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg. „Der BN wird daher ein Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt führen“, kündigt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN an.

Zahlreiche Anrufe bekam der BUND Naturschutz in den vergangenen Wochen von Bürgern aus dem Landkreis Würzburg, aufgrund starker Eingriffe in Gehölzbestände entlang von Straßen. Auch Beobachtungen des BUND Naturschutz bestätigen diesen Eindruck. „Zum Teil wurden Gehölze sogar das zweite Jahr in Folge komplett zurückgeschnitten“, klagt Steffen Jodl vom BN. „Mit einer genehmigungsfreien Pflegemaßnahme hat dies nichts mehr zu tun“, ergänzt der BN-Geschäftsführer. Nicht selten kam es aufgrund des radikalen Rückschnittes auch zu Verletzungen an Gehölzen, die das Risiko des Eindringens von Pilzen stark erhöhen. Häufig wurde aus Sicht des BUND Naturschutz das notwendige Maß für eine Sicherung des Straßenraumes auch deutlich überschritten, weshalb der BUND Naturschutz nun ein Gespräch mit dem zuständigen Staatlichen Bauamt Würzburg führen möchte.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Bilder:
Gehölzrückschnitt an der Staatstraße 2296 bei Limbachshof (Landkreis Würzburg), Foto BN, Für Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung freigegeben.

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

MEHR NATURWÄLDER FÜR BAYERN

Würzburg, 23.02.2016

 In einer neuen Studie  „Mehr Naturwälder für Bayern“ legen der BUND Naturschutz in Bayern (BN) und Greenpeace Deutschland Vorschläge für ein Naturwaldverbundsystem in Bayern vor. „Wir freuen uns als BN-Kreisgruppe, dass öffentliche Wälder in unserem Landkreis Teil der Diskussionen um mehr Naturwälder in Bayern sind“ so Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Dies zeigt, dass es Wälder im Landkreis Würzburg von ökologischer Qualität gibt, die das Potential für eine Naturwaldentwicklung haben. Für den Bereich des Landkreises Würzburg enthält die Studie Vorschläge für denGramschatzer Wald, den Irtenberger und Guttenberger Wald sowie das Waldgebiet bei Stöckach. Die Vorschläge betreffen nur Staatswälder und umfassen eine Waldfläche von ca. 36 Quadratkilometer

Mit der aktuellen Studie wird die von der Bundesregierung im Rahmen ihrer Nationalen Biodiversitätsstrategie beschlossene Zielsetzung aufgegriffen. Danach sollen sich 10 Prozent der öffentlichen Wälder in Deutschland bis 2020 natürlich entwickeln. Die Studie für ein Naturwaldverbundsystem in Bayern umfasst als Bausteine einen Mix von 47 unterschiedlich großen Waldgebieten, die zudem durch eine Vielzahl kleiner Naturwälder vernetzt werden sollen. In der Studie wird zur Diskussion gestellt, überwiegend Staatswaldflächen sowie einige Bundes- und Kommunalwälder in das bayernweite Naturwaldverbundsystem zu integrieren, jedoch keinen Privatwald. „Wir möchten dabei herausstellen, dass wir eine naturnahe Forstwirtschaft weiterhin unterstützen, dass wir aber gleichzeitig ein Mindestmaß an Naturwäldern für unverzichtbar halten“, so Amrehn. Das Naturwaldverbundsystem soll den großen Mangel an Naturwäldern und alten Bäumen in Bayern beheben helfen und die Artenvielfalt in den Wäldern besser bewahren. Denn im Hinblick auf den Schutz vollständiger, d.h. unverletzter Waldökosystem und anspruchsvoller Waldarten haben forstliche genutzte Wälder Grenzen. Ziel der Initiative ist es, dass die Staatsregierung einen Dialogprozess startet, wie ein Naturwaldverbundsystem in Bayern auf insgesamt 10 Prozent der öffentlichen Waldfläche umgesetzt werden kann.

Die Studie kann auf http://www.bund-naturschutz.de/wald.html heruntergeladen werden

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ FORDERT STOPP DER NACHVERDICHTUNG IN DER WÜRZBURGER INNENSTADT

Würzburg, 19.02.2016

Aufgrund des Klimawandels werden die Sommer in Würzburg zunehmend heißer. Auch in den Nächten nimmt dann die Belastung vor allem für ältere Menschen deutlich zu. „Der BUND Naturschutz (BN) fordert daher einen Stopp für eine weitere Verdichtung in der Würzburger Innenstadt“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. Damit widerspricht der BN dem aktuell diskutierten „Handlungskonzept Wohnen für die Stadt Würzburg“, welches auch eine Bebauung von Freiflächen in Würzburg vorsieht.

Der Klimawandel schreitet weiter voran. In den kommenden Jahrzehnten wird die Anzahl der Hitzetage im Maintal von 0 bis 3 pro Jahr auf über 50 ansteigen. Dann wird man in Würzburg auch Nächte erleben, in denen die Tiefsttemperatur nicht mehr unter 30 Grad Celsius absinkt, gerade in der stark versiegelten Innenstadt. „Die Stadt Würzburg wäre daher gut beraten, wenn sie dort Flächen entsiegeln und begrünen würde“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. „Vor allem große Bäume und Kletterpflanzen könnten über die natürliche Verdunstung kühlend auf die Umgebung wirken“, erläutert der Diplom-Biologe den Vorteil von Pflanzen in der Stadt. Der BN widerspricht daher dem vorliegenden „Handlungskonzept Wohnen für die Stadt Würzburg“, welches auch eine Bebauung von Freiflächen vorsieht, dabei aber die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben und Arbeiten in Würzburg außer Acht lässt. Der BN kritisiert auch den angesetzten Wohnbedarf, dem ein Bevölkerungszuwachs zu Grunde gelegt wird, der 10 mal so hoch angenommen wird, wie vom Bayerischen Landesamt für Statistik bis zum Jahr 2035 für Würzburg berechnet.  
Will Würzburg auch zukünftig lebenswert bleiben, muss grundlegend umgedacht werden. Würzburg braucht eine durchgrünte Innenstadt. Der Erhalt von innerstädtischen Freiflächen, wie zum Beispiel am Kardinal-Faulhaber-Platz,  muss daher unbedingt Priorität vor einer weiteren Verdichtung haben. Sollte über den Planungen am Hubland hinaus tatsächlich weiterer Wohnbedarf bestehen, wäre ein Wohnnutzungskonzept für das seit etwa 10 Jahren leerstehende Gelände der ehemaligen Faulenbergkaserne zu entwickeln, so der BN abschließend.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.