BUND NATURSCHUTZ KRITISIERT ERWEITERUNGSPLÄNE FÜR INDUSTRIEGEBIET IN HÖCHBERG

Würzburg, 16.12.2013

Der BUND Naturschutz kritisiert das Festhalten der Marktgemeinde Höchberg an der Erweiterung des Industriegebietes an der Heidelberger Straße. Diese Planung ist nicht nur völlig unnötig, sie würde auch zur Versiegelung wertvoller Böden, einer weiteren Zersiedelung der Landschaft und dem Verlust an Lebensraum für zahlreiche Tierarten führen.

„Mit großem Bedauern musste die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz verfolgen, wie die Mehrheit des Höchberger Marktgemeinderats die Bedenken gegen die Erweiterung des Baugebiets an der Heidelberger Straße vom Tisch gewischt hat“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. „Dabei waren sowohl vom BUND Naturschutz als auch vom Bauernverband und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stichhaltige Einwände vorgebracht worden. Sie hatten den erneuten Verlust an gutem Ackerboden, die weitere Versiegelung und Zersiedelung der Landschaft und den Verlust von Lebensraum für viele Tierarten, wie Feldlerche oder Feldhase beklagt“, ergänzt Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe.

Aufgrund ihrer weit entfernten Lage, würden die neuen Gewerbeflächen den Bemühungen Höchbergs zu einer Stärkung der Geschäfte und der Nahversorgung im Altort und am Hexenbruch entgegenlaufen. Dies kritisierte auch der Regionale Planungsverband und die Industrie und Handelskammer. Besonders die Stadt Würzburg sieht die landesplanerischen Grundsätze für das Höchberger Ortszentrum „ad absurdum geführt“. Sie bemängelt ebenso wie andere Behörden auch, dass es durch das Vorhaben zu einer Beeinträchtigung der bestehenden Versorgungsstrukturen und zu einer Einzelhandelskonglomeration komme, welche die Ausweisung eines Sondergebiets erfordern würde. Diese Einwände würden, so der BUND Naturschutz, von der Gemeinde Höchberg einfach umgangen, indem sie fälschlicherweise die gemeinsame Ansiedlung von drei Fachmärkten als drei Einzelprojekte behandelt.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

„ACHTUNG HEIMAT“ – DAS ERSTE UMFASSENDE BUCH ZUM UMWELT- UND NATURSCHUTZ IN BAYERN

Würzburg, 29.11.2013

„ACHTUNG HEIMAT“ – DAS ERSTE
UMFASSENDE BUCH ZUM UMWELT- UND
NATURSCHUTZ IN BAYERN 
Der BUND Naturschutz (BN) stellt anlässlich seines hundertjährigen
Verbandsjubiläums das im Volk Verlag erschienene Buch „Achtung
Heimat – Bayerns Natur neu entdecken“ vor. Alle aktuellen Themenfel-
der des Natur- und Umweltschutzes in Bayern werden in attraktiver
Form in dem reich bebilderten, 376 Seiten umfassenden „modernen
Heimatbuch“ beleuchtet. 
Im Gegensatz zu weißblauen Klischees, in denen die Natur meist nur als Hinter-
grund dient, macht »Achtung Heimat« die Kulisse zum Vordergrund und lenkt
den Blick auf die Naturschätze Bayerns. Diese lebendige und kritische Dokumen-
tation folgt  - im Gegensatz zu zahlreichen Hochglanzzeitschriften zum Landle-
ben oder dem neuen bayerischen „Heimat-Ministerium“ - einem modernen
Heimatbegriff, der die ökologische Qualität von Landschaft ernst nimmt und der
die Augen nicht verschließt vor Übernutzung, Energiehunger oder Flächenfraß.
Und der zur Heimat nicht nur eine ländliche Idylle zählt, sondern ebenso die Le-
bensqualität in der Stadt.
Unterstrichen wird die ungewöhnliche Perspektive des Buchs durch über 500
großformatige Bilder: von faszinierenden Tier- und Pflanzenporträts über Zeit-
sprung-Bilder, die den Landschaftswandel sichtbar machen, bis hin zu Luftauf-
nahmen von Bayerns bestem Luftbildfotografen Klaus Leidorf. Es ist ein moder-
nes Heimatbuch, das in 15 Kapiteln einen umfassenden Überblick über den
Umwelt- und Naturschutz in Bayern gibt. Ein vergleichbares Buch gibt es bislang
weder in Bayern noch in  anderen Bundesländern auf dem Buchmarkt. 
Das Buch ist jetzt für 29,90 € im Buchhandel und portofrei im Online-Shop der 
BN-Service-GmbH verfügbar.
 
Großartige Landschaften wie Karwendel, Bayerischer Wald oder Spessart, be-
eindruckende Flussgestalten der Donau oder Isar werden beschrieben, aber
auch eher unscheinbare Moore, Feuchtwiesen und Trockenrasen. Viele dieser
großen und kleinen Schätze gäbe es heute nicht mehr, würden nicht stets und
immer wieder Menschen auf den Erhalt von Natur pochen und sich gegen
Kommerz und Planierraupen zur Wehr setzen. Diese Personen und ihr Einsatz
für Bayerns Landschaft werden exemplarisch dargestellt. Es gibt kaum einen
schönen Fleck in der bayerischen Landschaft, um dessen Erhaltung nicht ge-
rungen werden musste. So gibt dieses Heimatbuch der besonderen Art auch
einzigartige Einblicke in die Hintergründe des Natur- und Umweltschutzes in
Bayern: von der abgewendeten Verschandelung des Königssees anno 1913
über die Rettung der Weltenburger Enge bis hin zum Bürgerentscheid gegen
die dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Es zeigt, wofür und warum sich
Menschen jeden Alters seit 100 Jahren im Bund Naturschutz, mit über 200.000
Mitgliedern Bayerns größter Umweltverband, engagieren. 
 
»Achtung Heimat« möchte für Bayerns Natur begeistern. Es  beschreibt eine
Vision für ein nachhaltiges Bayern. Heute wie vor 100 Jahren sind seine Land-
schaften, Pflanzen und Tiere auf  Respekt, Achtsamkeit – und auf tatkräftiges
Engagement seiner Bürger angewiesen.
 
Details zum Buch:
Hardcover, 376 Seiten, über 500 Bilder, Format 32 x 23 cm, Gewicht 2,2 kg
ISBN 978-3-86222-114-1
Volk Verlag, München, 2013 (www.volkverlag.de)
 
15 Kapitel mit den Themen: Alpen, Flüsse, Wald, Landwirtschaft, Naturschutz,
Verlorene Landschaften, Gerettete Landschaften, Verkehr, Flächenverbrauch,
Abfall, Energie, Umweltbildung, Geschichte des BN, BN-Jugendorganisation,
Epilog. Die Kapitel werden abgeschlossen durch Faktenseiten mit den wesent-
lichen Zahlen, Entwicklungen und umweltpolitischen Zielen zum Thema. 
 
Redaktionsleitung: Dr. Kai Frobel, inhaltliche Erstellung in zweieinhalb Jahren
durch 23 ehren- und hauptamtliche Experten, Fachleute, Fachjournalisten,
Umwelthistoriker und Wissenschaftler aus dem Verband oder dem Umfeld des
BN.
 
Volk Verlag: Der Volk Verlag mit Sitz in München wurde 1997 von Michael Volk
gegründet. Seit 2003 hat sich der Verlag auf historische und kulturelle Sachlite-
ratur zu bayerischen und Münchner Themen spezialisiert und konnte sich in-
nerhalb weniger Jahre als einer der führenden Anbieter auf diesem Gebiet
etablieren. Das Verlagsprogramm umfasst mehr als 150 Titel zu München und
Bayern sowie Biografien und Bücher gegen das Vergessen des Holocausts. Der
Schwerpunkt liegt auf Sachbüchern zu Stadtgeschichte, Geschichte, Kunstge-
schichte, Architektur, Denkmalpflege und Brauchtum, die in enger Zusammen-
arbeit mit Institutionen wie dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege,
dem Stadtarchiv München, dem Bayerischen Rundfunk, dem Münchner Bil-
dungswerk und jetzt auch dem Bund Naturschutz entstanden. 
 
Buchherstellung: Im Gegensatz zur Auslieferung über den Buchhandel erfolgt
der Versand über die BN Service GmbH ohne eine umweltbelastende Buchfo-
lie. Das klimaneutral auf zertifiziertem FSC-Papier und mit umweltverträglichen
Farben gedruckte Buch hat deswegen einen speziellen kratzfesten Überzug auf
den Umschlagseiten. Das Buch wurde bei der Druckerei Aumüller in Regens-
burg gedruckt, die für ihr nachhaltiges Handeln und vielfältige Maßnahmen im
Umweltschutz mehrfach ausgezeichnet wurde.
 
Besprechungsexemplare, Cover-Abbildung oder Musterseiten bitte anfordern
bei: 
Katja Sebald, Volk Verlag, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Streitfeldstr. 19, 81673 München, 089 – 420796984
sebald@volkverlag.de, www.volkverlag.de
 
Für Rückfragen:
Dr. Kai Frobel 
Bund Naturschutz in Bayern e. V., Landesfachgeschäftsstelle 
Bauernfeindstr. 23, 90471 Nürnberg
Tel. 0911/81878-19, Fax 0911/86 95 68, kai.frobel@bund-naturschutz.de

 

BUND NATURSCHUTZ WARNT: KIRSCHBERG III ZERSTÖRT LEBENSRÄUME

Würzburg, 26.11.2013

Die Gemeinde Gerbrunn hält an ihren Planungen zur Ausweisung eines über 7 ha großen Baugebietes am Kirschberg fest, obwohl in unmittelbarer Nähe am Hubland Wohnraum für bis zu 4500 Einwohner entsteht. Damit würden wertvollste Biotope für zahlreiche Arten unnötig zerstört werden. Auch für viele Kinder wäre ein "Abenteuerspielplatz" in der Natur für immer verloren.

Mit dem neuen Baugebiet „Innerer Kirschberg III“ plant die Gemeinde Gerbrunn ein Baugebiet auf ökologisch wertvollsten Flächen. Und das, obwohl einen Steinwurf entfernt auf dem Hubland-Areal mit 95 ha Fläche neuer Wohnraum für bis zu 4500 Bewohner entsteht. „Derartig unnötige Eingriffe in Natur und Landschaft sind völlig inakzeptabel“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Gerade das hier vorhandene strukturreiche Mosaik aus Streuobst (mit hohem Totholzanteil!), Hecken, Altgras- und Ackerflächen macht den hohen Wert dieses Standortes aus und ist Grund für eine sehr hohe Artenvielfalt“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.  Standorte mit einem solchen Charakter zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland. Weite Teile sind biotopkartiert. Das Gebiet ist auch Lebensraum für bedrohte und geschützte Tierarten (Singvögel, Feldermäuse, Zauneidechse, etc.). Eine innere Durchgrünung (die ohnehin Standard in jedem Baugebiet sein sollte) kann diesen Verlust selbst unter Einbeziehung von Ausgleichsmaßnahmen auch nicht annähernd ausgleichen.

Aber nicht nur für die Tierwelt würden wertvolle Lebensräume verschwinden. Wie Steffen Jodl aus persönlichen Gesprächen mit Gerbrunner Grundschulkindern erfahren konnte, ist das Gebiet ein beliebter Abenteuerspielplatz für viele Kinder, die dort ihre Verstecke in den Hecken bauen und noch in und mit der Natur spielen, anstatt ihre Freizeit an der Spielekonsole zu verbringen.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

BUND Naturschutz warnt: "Ausstieg aus Energiewende gefährdet auch die Zukunft der Region Würzburg"

Würzburg, 06.12.2013

"Die abgeschlossenen Verhandlungen zwischen SPD, CDU und CSU lassen für die Energiewende nichts Gutes befürchten. Die Energiewende wird zu Gunsten von Kohlestrom geopfert", so Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. "Verlierer wäre auch die Region Würzburg, durch eine Zunahme von Hitzesommern und ausgeprägten Trockenperioden", mahnt Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe. Der BUND Naturschutz ruft daher die Verantwortlichen in SPD und CSU auf, sich für eine nachhaltige und rasche Energiewende hin zu 100 % erneuerbaren Energieträgern einzusetzen. Wer jetzt noch auf Kohlestrom setzt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Klimaschutz ist Menschenschutz, Klimaschutz schafft Arbeitsplätze, Klimaschutz spart Kosten.

Vor gut einem Jahr erörterten  in Würzburg die Umweltminister aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz  Auswirkungen des Klimawandels für die einzelnen Regionen. Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) bezeichnete hierbei den Klimaschutz als Schlüsselthema bayerischer Zukunftspolitik. "Um eine weitere Erderwärmung zu verhindern, dürfen wir uns nicht alleine auf das globale Engagement verlassen, sondern müssen jetzt handeln - auch auf regionaler, länderübergreifender Ebene. Investitionen für den Klimaschutz sind Investitionen in unsere Zukunft", stellte Huber damals fest.

Ein Jahr später ist von diesen Forderungen nichts mehr übrig. Der dringend nötige Ausbau der Windkraft dürfte vor allem in Süddeutschland zum Erliegen kommen, denn man plant die Förderregeln so zu ändern, dass die Windstärke in Bayern nicht mehr ausreicht, um Windkraftanlagen nach dem EEG zu fördern. Zudem wäre bei einem Abstand vom 10-fachen der Anlagenhöhe ohnehin kein Zubau mehr möglich. Und auch der Ausbau der Photovoltaik auf den Dächern könnte durch zunehmenden Druck zur Direktvermarktung des Stroms zum Erliegen kommen. Damit wäre die Energiewende zu Gunsten großer Konzerne und fossiler Kraftwerke (vor allem Braunkohle) an die Wand gefahren. Der Klimawandel wäre ungebremst.

Leidtragende wäre davon auch die Region Würzburg, die schon jetzt als trockenste Region in Bayern gilt. Eine weitere Erwärmung wäre fatal, für Mensch, Natur und Landwirtschaft. Gerade in der Stadt Würzburg wäre ein Leben durch die Zunahme von Hitzesommern unerträglich und die Landwirtschaft hätte mit großen Einbußen zu rechnen.


Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de


Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und
Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und
Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine
gesunde Zukunft unserer Kinder ein - bayernweit und direkt vor Ort. Und das
seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und
weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und
Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes
Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger
Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in
Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ WIDERSPRICHT JAGDVERBAND: MISCHWALD NICHT GRUND FÜR ZUNAHME DER WILDSCHWEINPOPULATION

Würzburg, 13.11.2013

Manfred Ländner, Vorsitzende der Kreisgruppe Würzburg des Bayerischen Jagdverbandes, machte in seiner Hubertusrede in Güntersleben unter anderem den Umbau des Waldes zu Laubmischwäldern  für die Entstehung von „Sauenparadiesen“ verantwortlich (Main-Post, 11.11.2013, „Jäger klagen über Sauenparadiese“).  „Hierbei übersieht er jedoch, dass Dickungen aus nicht standortgemäßen Fichten oder Kiefern ebensolche Paradiese für die Schwarzkittel darstellen“, widerspricht Armin Amrehn, Vorsitzender beim BUND Naturschutz Würzburg (BN). „Der Waldumbau zu Mischwäldern im Zuge des Klimawandels  ist in Forschung und Praxis sogar eine unwidersprochene Notwendigkeit und muss zügig umgesetzt werden“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN, „auch wenn Eicheln und Bucheckern natürlich von den Schweinen als Nahrungsquelle genutzt werden“.

Herr Ländner hat allerdings recht in seiner Feststellung, dass es sich bei Wildschweinen  um Mitgeschöpfe handelt und deshalb eine Bejagung ethisch einwandfrei sein muss. Wildschweine sind schlaue Tiere. Der von Herrn Ländner geforderte runde Tisch muss  daher ebenfalls schlaue Handlungsstrategien entwickeln, um dem Problem Herr zu werden. Der notwendige Waldumbau taugt jedoch nicht als Begründung für ein Scheitern von falschen Konzepten und Jagdstrategien.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

BUND NATURSCHUTZ FORDERT WEITGEHENDEN VERZICHT AUF STREUSALZ!

Würzburg, 12.11.2013

Der BUND Naturschutz Würzburg fordert die Stadt Würzburg, die Landkreisgemeinden sowie Bürgerinnen und Bürgern auf, den Einsatz von Streusalz drastisch einzuschränken. Streusalz schädigt nicht nur Autos und Straßen, es führt auch zu erheblichen Pflanzenschäden und belastet das Grundwasser.

„Der Winter steht  vor der Tür und bald  ist „Streusalz“ wieder ein großes Thema auf Straßen, Wegen und Plätzen.  Natur und Umwelt werden wieder eingepökelt“, befürchtet Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Dabei muss das nicht sein. Viele Kommunen, wie auch die Stadt Würzburg, schreiben in Ihren Verordnungen sogar einen weitgehenden Verzicht auf Streusalz vor. So ist zum Beispiel auf der Homepage der Stadt Würzburg zu lesen:  „Zum Streuen sollen nur abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt usw. verwendet werden. Salz sollte echten Problemfällen wie extremen Steigungen oder Eisplatten vorbehalten bleiben“. „Doch wenn sich selbst die kommunalen Räumdienste  kaum an diese Vorgaben halten, wie will man dies dann von den Bürgerinnen und Bürgern erwarten“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN. Der BN appelliert daher an die Kommunen, mit gutem Beispiel voranzugehen und Streusalz nur bei Extremwetterlagen und evtl. an starken Steigungen einzusetzen. Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Splitt oder Granulat können hingegen giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Streumittel mit dem Umweltzeichen ''Der Blaue Engel" sind weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen.

Im Durchschnitt werden jährlich in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1 und 2 Millionen Tonnen Auftausalze im Winterdienst verwendet. Das verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance! Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen - insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken und Wegen.

 

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Geschäftsführer
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E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

„FÜR EIN GENTECHNIKFREIES BAYERN“ BUND NATURSCHUTZ INFORMIERT BIS ZUM 02.11.2013

Würzburg, 28.10.2013

Noch bis Samstag, den 02.11.2013, wird ein Team des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) am Vierröhrenbrunnen in Würzburg über den BN informieren und Unterschriften für ein gentechnikfreies Bayern sammeln. Hier ist dann auch das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Ökohauses „Herbst/Winter 2013/14“ erhältlich.

Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg, sieht dies als ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit des BN kennen zu lernen. „Auch freuen wir uns natürlich über jedes neue Mitglied, denn in einer starken Gemeinschaft erreichen wir einfach mehr für Umwelt und Natur“, so Steffen Jodl. Das Team informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten. Wir freuen uns auf Sie!

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Steffen Jodl
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BUND NATURSCHUTZ: WEITERER EINGRIFF AM ALANDSGRUND WÄRE EIN DAMMBRUCH

Würzburg, 15.10.2013

Schon der Bau der neuen Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg war nach Ansicht des BUND Naturschutz (BN) ein großer Fehler. Mit den neuen Planungen einer Kindertagesstätte in diesem sensiblen Bereich bestätigen sich nun alle Befürchtungen des BN. „Ein weiterer Eingriff wäre ein Dammbruch und hätte den Ausverkauf des gesamten Gebietes, mit seinem Mosaik aus Gärten, Streuobstwiesen, landwirtschaftlich genutzten Flächen, Brachflächen und Heckenstrukturen zur Folge“, ist sich Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN Würzburg sicher. Schon der FH-Neubau war ein harter Schlag in den Grün- und Biotopverbund  der Stadt Würzburg. Er wirkt sich zudem negativ auf die Frischluftzufuhr für Würzburg aus, denn eine Frischluftschneise zieht hier über den Alandsgrund bis ins Maintal und bildet einen wesentlichen Teil des Hauptluftstroms, der für die Belüftung des Würzburger Talkessels sorgt. „Jede weitere Bauplanung würde diese Eingriffe verstärken und damit nicht nur die hohe ökologische Wertigkeit des Gebietes weiter beeinträchtigen oder gar ganz zerstören, sondern auch die Frischluftzufuhr für Würzburg verschlechtern“, ergänzt Steffen Jodl. In Hinblick auf den Klimawandel, mit zahlreichen Hitzetagen im Würzburger Talkessel, käme dies einem Schildbürgerstreich gleich.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Geschäftsführer
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BUND Naturschutz ruft zur Unordnung im Garten auf - Tierwelt profitiert

Würzburg, 02.10.2013

Laub auf den Beeten, ein Reisighaufen in der Gartenecke und verblühte Blumenstängel im Balkonkasten - hier ist kein Faulpelz sondern ein Tierfreund am Werk. „Statt alles „ordentlich“ abzuschneiden, sollte man Stauden und Sträucher im Herbst stehen lassen, damit Vögel hier ihre Winternahrung finden“, rät Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz. „Die Insektenfresser unter ihnen wie Rotkehlchen und Zaunkönig picken Spinnen und Insekten auf, die in hohlen Stängeln oder den Blütenresten überwintern. Die Samenbestände der Blumen dienen wiederum Körnerfressern wie Finken, Ammern und dem Zeisig als Nahrung“, ergänzt der Biologe Steffen Jodl.  Einheimische Sträucher wie Schneeball, Hartriegel, Weißdorn und Heckenrose bieten mit ihren Früchten ebenfalls jede Menge Futter.
Ein Haufen Zweige vom Baum- oder Heckenschnitt in der Gartenecke kommt dem Igel auf Wohnungssuche gerade recht, um hier den Winter zu verschlafen und im Frühjahr seinen Nachwuchs großzuziehen. Auch Kröten, Eidechsen und Vögel finden hier Schutz und Nahrung.
Wer seine Beete mit einer Laubschicht bedeckt, ist nicht zu faul zum Blätterfegen. Diese Schicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und bietet den Bodentieren reichlich Nahrung. Der Boden bleibt locker und der verrottete Mulch kann beim Garten-Frühjahrsputz leicht eingearbeitet werden.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Geschäftsführer
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E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

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Der BN ist mit über 200.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 5.200 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

BUND Naturschutz gegen Mainfrankenpark 2 - Ökologisch wertvolle Waldinsel bedroht – Flächenverbrauch besorgniserregend

Würzburg, 23.09.2013

Die Gemeinde Rottendorf plant gegenüber dem vorhandenen Mainfrankenpark die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes mit einer Fläche von insgesamt 25 ha. „Der BUND Naturschutz (BN) lehnt diese Planungen entschieden ab“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. „Das geplante Gewerbegebiet würde unmittelbar an einen ehemaligen Mittelwald anschließen, dem eine besondere Bedeutung für den lokalen Klimaschutz, den Lärmschutz, die Erholung und die Gesamtökologie zugewiesen ist“, erläutert Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe. Zudem ist die gesamte Waldfläche  biotopkartiert. Gemäß Artenschutzkartierung gibt es Nachweise für bedrohte Vogelarten, wie den Halsbandschnäpper und den Schwarzmilan. „Die sehr hohe ökologische Wertigkeit dieser Waldinsel, die auch in Verbindung mit dem umgebenden Offenland zu sehen ist, steht damit außer Frage“, so Steffen Jodl weiter. „Eine Bebauung in unmittelbarer Nähe würde diese ökologische Wertigkeit massiv und nachhaltig beeinträchtigen“, warnt Armin Amrehn. „Durch den Gewerbebetrieb würden Störeffekte durch Lärm- und Lichtemissionen auf den Wald einwirken. Niederwild wäre gerade in der notwendigen Winterruhe empfindlich gestört. Hinzu kommt der Verlust an Offenland-Lebensräumen durch Überbauung“, ergänzt der Biologe Jodl. Kritisch sieht der BN auch den nahezu ungebremsten Flächenverslust. 18 ha werden bayerweit täglich für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht. Damit werden weiterhin enorme Flächen an Lebensraum und landwirtschaftlicher Nutzfläche versiegelt. Die Grundwasserneubildung wird dadurch reduziert, was sich gerade in unserer trockenen Region verstärkt negativ auswirkt. Auch in Hinblick auf den ungebremsten Klimawandel mit höheren Verdunstungsraten und geringeren Grundwasserneubildungsraten ist dieser Flächenverbrauch besorgniserregend.

Armin Amrehn                      Steffen Jodl

1. Vorsitzender                     Geschäftsführer

Für ein gentechnikfreies Bayern“ BUND Naturschutz informiert bis zum 21.09.2013 Aktuelles Veranstaltungsprogramm erhältlich

Würzburg, 16.09.2013

Noch bis Samstag, den 21.09.2013, wird ein Team des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) am Vierröhrenbrunnen in Würzburg über den BN informieren und Unterschriften für ein gentechnikfreies Bayern sammeln. Hier ist dann auch das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Ökohauses „Herbst/Winter 2013/14“ erhältlich.

Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg, sieht dies als ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit des BN kennen zu lernen. „Auch freuen wir uns natürlich über jedes neue Mitglied, denn in einer starken Gemeinschaft erreichen wir einfach mehr für Umwelt und Natur“, so Steffen Jodl. Das Team informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten. Wir freuen uns auf Sie!

Steffen Jodl

 

BUND Naturschutz, ADFC und VCD fordern Tempo 30 - Zone in Würzburger Innenstadt

Würzburg, 22.07.2013

Die Verbände BUND Naturschutz, ADFC und VCD haben an den Oberbürgermeister der Stadt Würzburg einen Antrag auf Ausweisung einer Tempo 30 – Zone in der Würzburger Innenstadt (innerhalb Glacis inklusive Mainviertel) gestellt. 

Die Stadt Würzburg zählt bayernweit immer wieder zu den Städten mit der höchsten Feinstaubbelastung. Die Würzburger Kessellage begünstigt diese Problematik. Es ist daher nötig, alle Möglichkeiten zum Gegensteuern zu nutzen. Eine umfassende Tempo 30 - Zone in der Innenstadt (innerhalb Glacis inklusive Mainviertel) wäre ein wichtiger Schritt zur Entschärfung dieser für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gefährlichen Situation. Denn gerade in der Innenstadt könnte man durch diese Geschwindigkeitsreduktion den Verkehrsfluss bei niedrigeren Geschwindigkeiten verstetigen und damit die Schadstoffemissionen reduzieren. Zudem verringert sich bei niedrigeren Geschwindigkeiten die Belastung der Luft mit Feinstaub PM 10 durch eine geringere  Aufwirbelung von Straßenstaub sowie von Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb. Auch der CO2-Ausstoß wird reduziert, das Klima damit geschont. Lärmemissionen gehen zurück.

Eine Tempo 30-Zone rettet aber auch Leben aufgrund einer nachweislich erhöhten Verkehrssicherheit.  Die Zahl der Verkehrsunfälle bei Tempo 30 geht um 40 Prozent zurück, die Verletzungsrisiken bei einem Zusammenprall von Fußgänger und Pkw sind wesentlich geringer als bei Tempo 50. Tempo 30 macht auch die Ausweisung spezieller Radwege überflüssig, da die Radfahrer dann auf den Straßen problemlos fahren können. Der Radverkehrsanteil wird erhöht. Auch das Europaparlament fordert nun mit einer aktuellen Resolution zur Straßensicherheit, mehr Initiative für Tempo 30 in den Städten. Paris hat angekündigt, die Tempo 30 - Zonen deutlich auszuweiten und auch London will flächendeckende Tempo 30 - Zonen einführen. Unterstützt wird die Forderung nach Tempo 30 auch durch eine europaweite Bürgerinitiative „30 km/h – macht die Straßen lebenswert“.

gez.

Laura Harth, BUND Naturschutz Würzburg            

Thilo Wagenhöfer,   ADFC Würzburg                     

Dr. Christian Loos,   VCD Würzburg

 

Bund Naturschutz Würzburg bietet Bauernverband Zusammenarbeit beim Flächenschutz an

Würzburg, 28.06.2013

In einer Pressemitteilung des Bauernverbandes (Main-Post 28.06.2013) war zu lesen, dass der Kreisobmann Hermann Brell in einem Gespräch mit Bundes- und Landtagsabgeordneten ein Landwirtschaftsschutzgesetz einforderte, welches Betrieben zusichert, dass ihnen bei Flächenverlusten (z. B. durch Ausweisung von Baugebieten) an anderer Stelle wieder Flächen zurückgegeben werden. Für Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz (BN), ist es ein Rätsel, woher diese Flächen kommen sollen: „Will man Wald opfern oder Naturschutzgebiete preisgeben? Oder sollen die Naturschutzverbände Flächen abgeben?“ Schließlich zeigte sich der Bauernverband auch über den Flächenerwerb des BN für Naturschutzzwecke besorgt. „Sinnvoller wäre es doch, wenn sich der Bauerverband gegen die tatsächliche Ursache für den Flächenverlust deutlich aussprechen würde, also gegen die ungebremste Ausweisung z. B. von Gewerbeflächen oder Straßen.“ stellt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN fest. Gerne würde der Bund Naturschutz hier mit dem Bauernverband an einem Strang ziehen, um diesem Verlust landwirtschaftlicher Flächen und oft auch wertvollster Böden gemeinsam entgegenzutreten. Hierzu ist kein neues Gesetz nötig, sondern  ein Umdenken in der Politik (z. B. bei der Neugestaltung des Landesentwicklungsprogrammes). „Wir benötigen keine neuen Gewerbeflächen auf der „braunen Scholle“, sondern die Nutzung bestehender Ressourcen im innerörtlichen Bereich der Kommunen, wo häufige Leerständen zu beklagen sind. Hier bietet der Bund Naturschutz Würzburg gerne seine Zusammenarbeit an“, so Jodl abschließend.

Armin Amrehn                                          Steffen Jodl

1. Vorsitzender                                        Geschäftsführer

 

„Die Erde braucht Freunde“ BUND Naturschutz sammelt Unterschriften für ein gentechnikfreies Bayern

Würzburg, 10.06.2013

Noch bis Samstag, den 15.06.2013, wird ein Team des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) am Sternplatz in Würzburg Unterschriften für ein gentechnikfreies Bayern sammeln. Der BN fordert von der bayerischen Staatsregierung vor allem, dass

·        sich diese für ein dauerhaftes Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen einsetzt,

·        sie für eine verbindliche Kennzeichnungspflicht aller tierischen Lebensmittel (Milch, Eier. Käse, Fleisch, etc.), wenn an die Tiere Genfutter verfüttert wurde, sorgt und

·        sie die Einführung von Verschmutzungsgrenzwerten für Gentechnik in Lebens- und Futtermitteln stoppt.

„Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Wenn Sie sich darüber hinaus für den Natur- und Umweltschutz engagieren möchten oder einfach Fragen zum Bund Naturschutz haben, dann schauen Sie doch mal bei uns vorbei. Wir freuen uns auf Sie!“, so BN-Geschäftsführer Steffen Jodl.

Steffen Jodl

 

BUND Naturschutz feiert Jubiläum 40 Jahre Kreisgruppe - 100 Jahre Landesverband Podiumsdiskussion zum Klimawandel

Würzburg, 24.04.2013

Der BUND Naturschutz feiert ein Doppeljubiläum – 40 Jahre Kreisgruppe - 100 Jahre Landesverband mit einer Festveranstaltung am

Freitag, 3. Mai 2013

von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr

in die Erasmus-Neustetter-Halle in Rottendorf (Theilheimerstr. 1).

Programm:

18.00 Uhr Ausstellungseröffnung durch Prof. Dr. Gerhard Kneitz

„Von Rhönschafen, Rosen und anderen Wegbegleitern“

Skizzen von Prof. Dr. Gerhard Kneitz, Ehrenvorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg und langjähriges Vorstandsmitglied des BN-Landesverbandes

Führungen mit Erläuterungen um 18.00, 18.30, 19.00

19.30 Uhr Begrüßung und Rückblick auf die Kreisgruppengeschichte

20.30 Uhr „Klimawandel in Mainfranken“ Prof. Dr. Hubert Weiger 

Landesvorsitzender des BN und Bundesvorsitzender

Anschließend Podiumsdiskussion mit:

Hans-Josef Fell (MdB, Bündnis90/Die Grünen)

Oliver Jörg (MdL, CSU)

Volkmar Halbleib (MdL, SPD)

Georg Rosenthal (Oberbürgermeister der Stadt Würzburg)

Eberhart Nuß (Landrat Lkr. Würzburg)

Thomas Schäfer (Geschäftsführer der WVV)

Prof. Dr. Hubert Weiger, BN-Landesvorsitzender

Moderation: Peter Krones (Main-Post)

22.00 Uhr  Gemütlicher Ausklang

Für Speisen und Getränke sorgt die Genießermanufactur Würzburg

Passend zum Jubiläum erhält die Kreisgruppe ein neues Fahrzeug. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende durch die Sparkasse Mainfranken. Die Fahrzeugübergabe wird um 17.45 vor der Halle stattfinden.

 

In Bayern blickt der BN auf eine 100-jährige Tradition zurück, die Kreisgruppe Würzburg auf vier Jahrzehnte intensiver Arbeit der Aufklärung, der konstruktiven Auseinandersetzung mit Verantwortlichen in Verwaltung und Politik und auf das Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder und des Hauptamtes. Ein Grund zum Feiern, zum Zurückblicken, aber auch eine Gelegenheit, sich den aktuellen umweltpolitischen Problemen zu stellen und Lösungsmöglichkeiten in gemeinsamer Verantwortung anzugehen.

Das Programm bietet, neben einer interessanten Ausstellung, den Rückblick auf die geleistete Arbeit des Bund Naturschutz in der Region Würzburg und weit darüber hinaus. Insbesondere jedoch werden die Folgen des Klimawandels in Mainfranken in einem Fachreferat erläutert. In einer Podiumsdiskussion mit Verantwortlichen werden die Auswirkungen auf Landwirtschaft, Forst, Weinbau und Wasser sowie Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Über eine Ankündigung und Ihre Teilnahme mit Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Armin Amrehn                         Steffen Jodl

1. Vorsitzender                         Geschäftsführer

 

BUND Naturschutz (BN): Gerbrunner Baugebiet zerstört wertvolle Biotope

Würzburg, 16.04.2013

Mit dem neuen Baugebiet „Innerer Kirschberg III“ plant die Gemeinde Gerbrunn ein Baugebiet auf ökologisch wertvollsten Flächen. „Derartige Eingriffe in Natur und Landschaft sind inakzeptabel, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Gerade das hier vorhandene strukturreiche Mosaik aus Streuobst (mit hohem Totholzanteil!), Hecken, Altgras- und Ackerflächen macht den hohen Wert dieses Standortes aus und lässt eine sehr hohe Artenvielfalt vermuten.“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.  Standorte mit einem solchen Charakter zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland. Weite Teile sind biotopkartiert. Das Gebiet ist auch Lebensraum für bedrohte und geschützte Tierarten (Singvögel, Feldermäuse, Zauneidechse, etc.). Eine innere Durchgrünung (die ohnehin Standard in jedem Baugebiet sein sollte) kann diesen Verlust selbst unter Einbeziehung von Ausgleichsmaßnahmen auch nicht annähernd ausgleichen.

Steffen Jodl                 Armin Amrehn

 

Neuwahl beim BUND Naturschutz - Armin Amrehn neuer 1. Vorsitzender

Würzburg, 16.04.2013

Auf der Mitgliederversammlung des BUND Naturschutz  am 12.04.2013 in  Höchberg wurde Armin Amrehn zum neuen 1. Vorsitzenden der Kreisgruppe  Würzburg gewählt. Ihm zur Seite steht als seine Stellvertreterin Laura  Harth. Karin Miethaner-Vent leitete 17 Jahre mit großem Erfolg den BN in  Würzburg, möchte aber  aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nicht weiter  ausüben. Sie wird jedoch als Beisitzerin weiterhin den ansonsten  unveränderten Vorstand kompetent  unterstützen. Armin Amrehn bedankte sich  bei seiner Vorgängerin mit einem gezeichneten Blumenstrauß aus der Feder des Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Kneitz  und kündigte eine große Verabschiedung auf der 40-Jahr-Feier der Kreisgruppe am 03.05.2013 in Rottendorf an.

Steffen Jodl

 

 

Kleine Naturschützer ganz große Klasse – Amphibien vor Straßentod gerettet!

Würzburg, 15.04.2013

Voller Begeisterung unterstützten Philipp (10), Felix (10), Tobias (10) Marcel (8), Simon (12), Julius (4) und Hannes (8) aus Kleinrinderfeld eine Amphibienschutzaktion des BUND Naturschutz. Über eine Stunde lang gingen sie, ausgerüstet mit Lampen und Eimern, den Fangzaun bei Limbachshof entlang, sammelten insgesamt  34 Kröten und  3 Grasfrösche ein und brachten sie unter Aufsicht auf die andere Straßenseite ins Laichgewässer. So konnten sie diese bedrohten Tiere vor dem Straßentod retten.

Steffen Jodl                        Armin Amrehn

 

BUND Naturschutz Appell: Reduktion von Stellplätzen in Würzburg ist richtiger Weg! Gesundes Stadtklima geht vor!

Würzburg, 12.04.2013

Mit den Planungen für eine Neugestaltung der Hofstraße hinter dem Würzburger Dom war auch der Wegfall von knapp 100 Parkplätzen vorgesehen. Dieses Vorhaben lobt der BUND Naturschutz ausdrücklich als einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Stadtklima. Dadurch würden unnötige Fahrten zur Parkplatzsuche vermieden sowie Schadstoff- und Lärmbelastung reduziert werden.

Die Planung für den Wegfall der Parkplätze scheiterte im Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Würzburg leider jedoch knapp bei Stimmengleichheit. Hier hat nun der Stadtrat die letzte Entscheidung. An diesen appelliert der BUND Naturschutz eindringlich, den Mut zu haben, den Autoverkehr im Herzen der Altstadt wenigstens etwas zu reduzieren, für die Gesundheit der Würzburger Bürgerinnen und Bürger.

Gleichzeitig war aber auch geplant, mehrere Bäume zu beseitigen, vor allem um eine Sichtachse zwischen Dom und Residenz zu schaffen. Dass dieser Schildbürgerstreich vom Umwelt- und Planungsausschuss einhellig abgelehnt wurde, ist sehr zu begrüßen. Denn gerade in Würzburg sind Bäume für das Stadtklima von großer Bedeutung. Sie binden Feinstaub, wirken sich positiv auf das Kleinklima aus und erhöhen  die Aufenthaltsqualität. Auch das Klimaschutzkonzept der Stadt Würzburg fordert -  wie der BUND Naturschutz - mehr „Grün“ in der Stadt, da sonst durch die zunehmende Aufheizung bei steigenden Sommertemperaturen aufgrund des Klimawandels ein Leben unerträglich wird.

Steffen Jodl                                        Armin Amrehn

 

„Die Erde braucht Freunde“ BUND Naturschutz informiert noch bis zum 16.03.2013 - Aktuelles Veranstaltungsprogramm erhältlich

Würzburg, 12.03.2013

Noch bis Samstag, den 16.03.2013, wird ein Team des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) am Vierröhrenbrunnen in Würzburg über den BN informieren. Hier ist dann auch das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Ökohauses „Frühjahr/Sommer 2013“ erhältlich.

Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe Würzburg, sieht dies als ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit des BN kennen zu lernen. „Auch freuen wir uns natürlich über jedes neue Mitglied, denn in einer starken Gemeinschaft erreichen wir einfach mehr für Umwelt und Natur“, so Steffen Jodl. Das Team informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten. Wir freuen uns auf Sie!

Steffen Jodl

 

100 Jahre BUND Naturschutz in Bayern e.V. – 40 Jahre Kreisgruppe Würzburg Jubiläumssammelwoche für Bayerns Natur

Würzburg, 07.03.2013

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) startet seine Haus- und Straßensammlung am 11. März 2013.

Rund 30.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind vom 11. bis 17. März für den BN bayernweit unterwegs, um Spenden für die gute Sache zu sammeln. Das ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Der BN verwendet die Spendengelder zum Beispiel für sein Engagement für den Klimaschutz, für gentechnikfreie Lebensmittel, für den Artenschutz oder für den Ankauf von Schutzgrundstücken.

Dabei verzichtet der BN bewusst auf Sponsoring. Denn die finanzielle Unabhängigkeit ist für die Arbeit von Bayerns größtem Natur- und Umweltschutzverband von zentraler Bedeutung. „Nur so können wir uns ehrlich und authentisch für Natur und Mensch in Bayern stark machen.“, sagt Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg

Neben der politischen Arbeit leistet der BN ganz klassischen Arten- und Biotopschutz. So werden zum Beispiel in den nächsten Tagen und Wochen wieder hunderte von Stunden am Abend und dem frühen Morgen in Stadt und Landkreis Würzburg zur Rettung von Molchen, Fröschen und Kröten investiert.

„Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie dem BN. Jeder Euro zählt“, appelliert Jodl.

Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto der BN-Kreisgruppe Würzburg, Konto-Nr. 43 88 44 10 bei der Sparkasse Mainfranken, BLZ 79050000 mit dem Vermerk „Spende HuS-Naturschutz“ eingezahlt werden.

Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über unsere Geschäftsstelle im Ökohaus Würzburg (Tel. 0931/43972) anfordern.

Steffen Jodl

 

 

Die Amphibienwanderung beginnt

Würzburg, 05.03.2013

Aufgrund der inzwischen wieder steigenden Temperaturen ist in den nächsten Tagen mit dem Beginn der Amphibienwanderung zu den Laichgewässern zu rechnen! Weil ihre angestammten Wanderwege aber häufig von Straßen zerschnitten sind, kommen viele Amphibien „unter die Räder“.

Als Gegenmaßnahme errichten freiwillige Helferinnen und Helfer des Bundes Naturschutz auch dieses Jahr wieder Amphibienschutzzäune an den betroffenen Straßenabschnitten, gehen diese Zäune Schritt für Schritt ab, sammeln die Amphibien ein und tragen diese auf die andere Straßenseite oder in Ersatzlaichgewässer. Mehr als 10.000 Amphibien wurden so im vergangenen Jahr von Mitgliedern des Bundes Naturschutz vor dem sicheren Straßentod gerettet.

Häufig sammeln unsere Helferinnen und Helfer bis tief in die Nacht und sind somit ebenfalls den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Um Unfälle zu vermeiden, bitten wir daher alle AutofahrerInnen, die entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder mit dem Amphibienzeichen zu beachten und besonders vorsichtig zu fahren. Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßen  betroffen:

Ortsverbindung Randersacker - Lindelbach

Ortsverbindungen Rimpar - Güntersleben - Gramschatz

Ortsverbindungen von Kist nach Reichenberg und Gerchsheim

Ortsverbindungen von Greußenheim nach Hettstadt, Uettingen und Oberleinach

Ortsverbindung Leinach - Zellingen

Ortsverbindung Erlach - Kaltensondheim

Kleinrinderfeld/Limbachshof

Ortsverbindung Heidingsfeld – Winterhausen

Ortsverbindung Margetshöchheim - Erlabrunn

In der Stadt Würzburg finden die Wanderungen zum Beispiel im Bereich Spittelbergweg/Maasweg, an der Giebelstädter Steige (Golfplatz), im Steinbachtal, an der Berner Straße (Seelein) und zwischen Ober – und Unterdürrbach statt.

Steffen Jodl

 

Umweltbilanz 2012

Bund Naturschutz Würzburg - 5100 Mitglieder und Förderer

29 Ortsgruppen in Stadt und Landkreis Würzburg

10 Kinder- und Jugendgruppen

eine Lobby für unsere Natur und Umwelt

Umweltbilanz 2012

Im Jahr 2012 befasste sich die Kreisgruppe Würzburg des Bund Naturschutz (BN) wieder mit einer breiten Palette von Natur- und Umweltthemen: Klima, Wasser, Verkehr sowie Siedlungsentwicklung waren erneut zentrale Themen neben dem Arten- und Biotopschutz und der Umweltbildung

 

 Klimaschutz und dezentrale Energiewende

Laut einer Studie des Bundes Naturschutz können schon heute jährlich rund 40 % des Stromverbrauches in Bayern eingespart werden. Allein in den privaten Haushalten ist dabei eine Einsparung von 10 Milliarden Kilowattstunden möglich.  Dies entspräche einer Kostenreduktion von 2,2 Milliarden Euro. In den Bereichen Gewerbe, Handel und Industrie liegt ein Einsparpotential von bis zu 20 Milliarden Kilowattstunden brach – eine Verschwendung von ca. 5,4 Milliarden Euro. Hier lohnt es sich also anzusetzen. Daher lud der Bund Naturschutz Vertreter/-innen der Stadt und des Landkreises Würzburg, des Energieberatervereins Franken, der Handwerkskammer Unterfranken und der WVV zu einem runden Tisch ins Ökohaus ein. Man war sich einig, dass das enorme Einsparpotential dringend genutzt werden muss. Hierbei können vor allem Energieberater helfen, die aber noch viel zu wenig in Anspruch genommen werden. Zur besseren Informationsbündelung und Vernetzung aller Beteiligten sollen nun jährliche Treffen stattfinden.

 

Wasserschutz

Grundwasserschutz war und ist in der niederschlagsarmen Region Würzburg ein zentrales Thema. Brisant war der Umgang der Deutschen Bahn (DB) mit dem Wasserschutzgebiet der Bahnhofsquellen. Hier wurde bekannt, dass schon über Jahre Bromacil im Boden versickerte und das Grundwasser erreichte. Der BN prangerte dies an und hat die DB zu einem sorgsameren Umgang mit dem Gut Grundwasser aufgerufen. Dies ist auch während des geplanten Bahnhofsumbau von großer Bedeutung. Gefährdungen für das Trinkwasser müssen ausgeschlossen werden.

Auch die Verschmutzung der Kürnach war ein Thema für den BN. Offensichtlich belasteten Einträge aus einem Überlaufbecken bei Estenfeld den Bach. Für den BN ist dies ein Zeichen für  ein falsches Wassermanagement. Niederschlagswasser muss möglichst umfassend auf der Fläche versickert werden und darf nicht über die Kanalisation (Mischkanalsystem) und Bäche aus der Region abgeführt werden.

 

Siedlung/Verkehr

Rund 19 ha täglich verschwanden in Bayern im Jahr 2012 unter Beton und Asphalt. Auch in und um Würzburg schritt die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten, der Bau von Straßen und damit der Verbrauch von Landschaft und Böden weiter voran. Insgesamt war der Bund Naturschutz hier an rund 80 Verfahren beteiligt.

Intensiven Einsatz forderte z. B. die Planung zur „Straßenbahnlinie Linie 6“ zum Hubland. Prinzipiell steht der BN der Planung positiv gegenüber, fordert aber vor allem den Erhalt der betroffenen Stadtbäume und die Verwendung von Grüngleisen. Abgelehnt wird jedoch das Gewerbegebiet „Würzburg Nord“, das zu einem erneuten Verlust wertvollster Böden und Lebensräume für zahlreiche Offenlandarten (Feldhamster, Feldlerche, Rebhuhn, etc.) führen würde. Das Festhalten der Stadt Würzburg an einem Rahmenplan, der zu einer Überplanung von insgesamt 150 ha in diesem Bereich führen würde, widerspricht dem Gebot des sparsamen Umganges mit Grund und Boden.

Auch einem weiteren Ausbau des Flugplatzes am Schenkenfeld oder gar einem Regionalflughafen Giebelstadt zeigten wir die „rote Karte“.

Im Rahmen des A3-Ausbaus favorisierte der BN die Tunnellösung.

 

Die Rodung von landschaftsprägenden und ökologisch wertvollen Großbäumen (v. a. Pappeln) schritt im Landkreis und der Stadt voran. Als Gründe werden oft Sicherheitsbedenken angeführt. Auch dem neuen Übungs-Bootshafen der Feuerwehrschule fielen wertvolle Bäume und Uferstrukturen zum Opfer. Der BN forderte einen sensibleren Umgang auch mit Bäumen. Gerade in der Stadt Würzburg haben diese eine wichtige Funktion für das Kleinklima und die Stadtökologie. Daher hat sich der BN auch für den Erhalt des „Paradiesgartens“ engagiert. Die Rodung einer großen Streuobstwiese am Nikolausberg wurde vom BN zur Anzeige gebracht.

 

Landwirtschaft

Als großes Problem sieht der BN die Zunahme der Massentierhaltung an. Betriebe in Dipbach und Gelchsheim stellten Anträge v. a. zum Ausbau der Schweinemast um insgesamt rund 6000 Tiere, was vor allem in Dipbach zu einer großen Unruhe im Ort geführt hat. Dies geht zu Lasten der Tiere, der Böden und des Grundwassers. Durch einen Antibiotikaeinsatz wird auch die Gesundheit der Verbraucher gefährdet. Der BN hat diese Entwicklung daher deutlich kritisiert und zusammen mit „Vegan in Würzburg“ über 1700 Unterschriften gegen diese Planungen dem Landratsamt Würzburg übergeben. 

 

Arten- und Biotopschutz

Ein starker Einschlag im Schwarzkiefernbestand bei Erlabrunn  zur Vogelbrutzeit und Orchideenblüte schlug hohe Wellen. In einem Gespräch vor Ort mit Vertretern des Forstes, der Naturschutzbehörde und dem Bürgermeister wurde sichergestellt, dass zukünftig sorgsamer mit diesem ökologisch wertvollen Bereich umgegangen wird.

Vor allem von den BN-Ortsgruppen wurden nicht nur die 38 BN-eigenen Flächen mit einer Gesamtfläche von über 17 ha betreut, sondern auch andere ökologisch wertvolle Grundstücke gepflegt und damit erhalten. So werden Streuobstwiesen, Schilfflächen und Halbtrockenrasen gemäht, Hecken und Bäume gepflanzt, Kopfweiden gepflegt, Gewässer unterhalten, Nistkästen gereinigt und Fledermausquartiere gesichert. Durch die Betreuung von rund 3,5 km Amphibienschutzzäunen bei Wind und Wetter wurden tausende Amphibien vor dem sicheren Straßentod bewahrt.

Damit leistete der Bund Naturschutz einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten sowie des Landschaftsbildes, von dem letztendlich auch alle Bürgerinnen und Bürger profitieren.

Am Tag der Biodiversität informierte der Bund Naturschutz in Würzburg zum Thema „Nationalpark Steigerwald“, der eine große Chance für die gesamte Region bedeutet.

 

Umweltbildung – von der ökologischen Energiewende bis zur Bio-Weinprobe und Wildkräuterwanderung

Das Ökohaus Würzburg des Bundes Naturschutz bot auch 2012 ein vielfältiges Bildungsprogramm an. Etwa 3200 Besucher kamen zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Schwerpunkte waren zum einen Veranstaltungen zur ökologischen Energiewende und zum anderen die Beteiligung an der bayernweiten Aktion der Umweltbildungseinrichtungen mit dem Motto „Gscheit essen – mit Genuss und Verantwortung“.

Für die praktische Umsetzung der persönlichen Energiewende informierte der Bund Naturschutz sehr ausführlich z. B. zu den Themen Wärmedämmung, erneuerbare Energien, Blockheizkraftwerke und Passivhausbau.

Außerdem wurde das Zentrum für angewandte Energieforschung und das Würzburger Heizkraftwerk besichtigt – mit hohen Besucherzahlen.

Die zahlreichen Veranstaltungen zu einer verantwortungsvollen Ernährung fanden meistens einen regen Zuspruch, wie etwa der Vortrag über eine vegan-ökologische Ernährungsform, die Besichtigung der Vollkornbäckerei oder das Seminar zur „Wildkräuterküche“.

Etwa 190 Einzelveranstaltungen kamen im Laufe des Jahres zusammen.

Das Programm für Schulklassen und Kindergärten nahmen diesmal 76 Gruppen wahr. Schwerpunktmäßig ging es dabei um das spielerische Kennenlernen der Lebensräume Wiese, Wald, Teich und Hecke.

Für ErzieherInnen und LehrerInnen wurden Fortbildungen zu den Themen „Wildkatze“, „Abenteuer Wiese“, „Pflanzenfarben selber herstellen“ erfolgreich durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt bot der Bund Naturschutz wieder ein Pfingstferienprogramm zum spielerischen Kennenlernen von Pflanzen und Tieren an.

Außerdem beteiligten wir uns wieder mit zahlreichen Veranstaltungen an den BayernTourNatur-Aktionen des Bayer. Umweltministeriums.

Für die Mainfrankenmesse 2013 sind die Planungen bereits ein Jahr vorher voll angelaufen:

Der Bund Naturschutz wird sich wieder mit einer Bio-Schauküche beteiligen. Zudem gibt es noch einen Informations- und Aktionsstand zum Thema „Natürlich regional“, über Regionalvermarktung von Bioprodukten in Unterfranken – und eine Naturwerkstatt für Kinder.

 

 

gez. Karin Miethaner-Vent                        gez. Armin Amrehn

1. Vorsitzende                                             stellv. Vorsitzender

 

gez. Steffen Jodl                                        gez. Klaus Isberner

Geschäftsführer                                        Bildungsreferent

 

Offener Brief - Streusalzverbot

Stadt Würzburg

Herrn Oberbürgermeister

Georg Rosenthal

97067 Würzburg

 

 24.01.2013

Offener Brief - Streusalzverbot

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Rosenthal,

die Stadt Würzburg fordert in ihrer Satzung für den Winterdienst „zum Streuen sollen nur abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt usw. verwendet werden. Salz sollte echten Problemfällen wie extremen Steigungen oder Eisplatten vorbehalten bleiben“. Diese Forderung wird vom Bund Naturschutz unterstützt, denn Streusalz verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance. Bäume wachsen schlechter oder können absterben, das Grundwasser wird belastet. Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen - insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken und Wegen. In vielen Kommunen (z. B. Berlin) ist Streusalz daher verboten.

Mit Unverständnis müssen wir jedoch beobachten, dass in Würzburg – auch von der Stadt selbst – weiterhin Streusalz in großen Mengen eingesetzt wird - und das sogar auf eisfreien, ebenen Fußwegen. Am 21.01.2013 musste ich beobachten, wie ein Fußweg entlang des Nautilandschwimmbades von Mitarbeitern der Stadt Würzburg erneut gesalzen wurde, obwohl dieser schon  gestreut war und sich dort bereits große Wasserpfützen gebildet hatten.

Laut einem Artikel in der Mainpost vom 19.01.2013 wolle die Stadt Würzburg den Einsatz von „Salz reduzieren, wo es nur geht“. Mein Eindruck ist jedoch leider ein anderer. Ich  bitte Sie daher, sich für ein umfassendes Streusalzverbot  in Würzburg einzusetzen. Dies schont Natur und Umwelt und reduziert die Kosten für Reparaturen an Straßen und Brücken. Ich denke, was in Berlin möglich ist, sollte in Würzburg auch möglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

 Steffen Jodl

Geschäftsführer

 

Alle Jahre wieder: Achtung Streusalz!

Würzburg, 18.01.2013

Der Winter kommt mit  Schnee und Eis und schon ist „Streusalz“ wieder ein großes Thema auf Straßen, Wegen und Plätzen.  Natur und Umwelt werden wieder "eingepökelt".

Auch in der Stadt Würzburg ist Salz „in“. Selbst die Stadt Würzburg will auf Salz nicht verzichten und salzt öffentliche Plätze und Wege obwohl sie doch auf ihrer Homepage fordert, „zum Streuen sollen nur abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt usw. verwendet werden. Salz sollte echten Problemfällen wie extremen Steigungen oder Eisplatten vorbehalten bleiben“. Hier scheint die Stadt Würzburg ihre eigenen Vorgaben nicht zu kennen, geschweige denn darauf zu achten, dass auch Privatanlieger auf Salz verzichten.

Der Bund Naturschutz empfiehlt auf Streusalz zu verzichten und andere Streumittel mit abstumpfender Wirkung sparsam einzusetzen. Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Splitt oder Granulat können hingegen giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Streumittel mit dem Umweltzeichen ''Der Blaue Engel" sind weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen.

Im Durchschnitt werden jährlich in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1 und 2 Millionen Tonnen Auftausalze im Winterdienst verwendet. Das verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance! Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen - insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken und Wegen.

Armin Amrehn                                                    Steffen Jodl

stellv. Vorsitzender                                             Geschäftsführer