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BN hilft Fröschen und Kröten über die Straße

Schon jetzt sind wieder viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv, um Amphibien vor dem Tod auf der Straße zu bewahren. Jährlich rettet diese Aktion in ganz Bayern etwa 500.000 bis 700.000 Amphibienleben. Autofahrer, bitte seid vorsichtig!

23.02.2026

Die nun wieder milderen Temperaturen ziehen Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterverstecken hervor. Aus diesem Grund errichten die Ortsgruppen des BUND Naturschutz, in Zusammenarbeit mit den Straßenbaubehörden, an zahlreichen Orten im Landkreis und in der Stadt Würzburg Amphibienschutzzäune.

„Ab einer nächtlichen Temperatur von circa fünf Grad und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise auf Wanderschaft. Deshalb sind in den kommenden Wochen wieder zahlreiche ehrenamtlich Aktive des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, kontrollieren morgens und auch am Abend die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite“, erklärt Andrea Angenvoort-Baier, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. 

Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßenabschnitte betroffen:

Remlingen - Birkenfeld

Randersacker – Lindelbach

Rimpar - Gramschatz

Kist - Reichenberg und Kist - Gerchsheim

Erlach - Kaltensondheim

Limbachshof - Kist

Margetshöchheim – Erlabrunn

Ochsenfurt – Markbreit

Etwa 100 ehrenamtliche Helfer*innen betreuen über acht bis zehn Wochen lang die Übergänge. Im letzten Jahr konnten auf diese Weise rund 5.000 Erdkröten, Frösche und Molche vor dem Tod auf den Straßen bewahrt werden.
Traurigerweise stellen immer mehr Helfer*innen in den letzten Jahren fest, dass an vielen Übergängen die Anzahl der Tiere in den Fangeimern sinkt. Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN warnt: „Wenn wir nicht entschiedener gegen die Klimaerhitzung vorgehen, werden die trockenen Sommer und Frühjahre, die wir schon mehrfach erlebt haben, zur Regel. Selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch könnten dann zu einem seltenen Anblick werden.“ Für den Schutz der Amphibien, die aufgrund ihrer schnell austrocknenden Haut auf Feuchtigkeit angewiesen sind, müssen die Gewässer im Landkreis geschützt oder renaturiert und feuchte Wiesen und Weiden erhalten werden, erinnert Steffen Jodl: „Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber das hilft langfristig nur, wenn auch ihre Lebensräume erhalten werden.“ 

Der BN bittet alle Autofahrer*innen in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:

·Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Amphibienzäunen.

·Achten Sie an den Stellen, an denen Amphibienzäune errichtet sind, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.

·Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind.

 

Anlage Fotos:

Erdkröten_Foto U. Meßlinger
Krötenzaun_Foto Paul Riederer

 

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer 
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation Bund Naturschutz:

Der BN ist mit rund 266.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis rund 8.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.