Vogelfütterung im Winter?

Grundsätzlich ist von Vogelfütterung abzuraten. Denn Vögel sind seit Urzeiten an den winterlichen Nahrungsengpass angepasst. Der Rückgang vieler Arten ist meist auf den Verlust und die Verschlechterung ihrer Lebensräume zurückzuführen. Zudem kommt ein Großteil der gefährdeten Brutvögel nicht an die Futterstellen. Diese meiden häufig menschennahe Siedlungen und/oder benötigen spezielle Nahrung, wie z.B. Eulen oder Wasservögel. Stattdessen werden vorwiegend häufig vorkommende und an den Menschen angepasste Arten wie beispielsweise Meisen angelockt. Dadurch verschafft man diesen einen weiteren Konkurrenzvorteil gegenüber seltenen Vogelarten, welche weiter ins Hintertreffen geraten.

Wie kann den Vögeln nun geholfen werden?

Als Gartenbesitzer sollte man im Herbst Altgras, Gartenstauden oder Disteln stehen lassen. Dadurch bietet man vielen Insektenlarven einen Überwinterungsort. Auch Laub oder Komposthaufen dienen als Lebensraum für Insekten und bietet den Vögeln somit ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Wichtig für den Vogelschutz sind vor allem der Erhalt von strukturreicher Landschaft sowie der Schutz natürlicher Lebensräume. Ein großes Problem stellen weitläufige Agrarflächen der industriellen Landwirtschaft dar, welche zu homogenen Landschaftsbildern führen. Der Kauf von biologisch angebauten Produkten aus der Region kann Helfen dieser Entwicklung entgegenzuwirken um durch eine strukturreiche Landschaft Lebensräume für verschiedene Vogelarten zu erhalten.

Richtige Fütterung

Möchte man trotz allem nicht auf die Fütterung von Vögeln verzichten, ist folgendes zu beachten:

  • Nur bei dauerhaft geschlossener Schneedecke mit Frost unter -5°C füttern.
  • Auf Sauberkeit an der Futterstelle achten. Möglichst tägliche Reinigung der Futterstelle um die Entwicklung von Keimen zu verhindern.
  • Nie Futter auf den Boden werfen. Die Mischung aus Vogelkot und Futter kann zu Krankheiten führen. Besser: Verwendung eines Futtersilos.
  • Liegt ein toter Vogel an der Futterstelle, kann dies auf mögliche Infektionskrankheiten unter den Vögeln hinweisen. Futterstelle sofort abbauen, reinigen und mind. 10 Tage bis zu erneuter Fütterung warten.
  • Geeignetes Futter benutzen: z.B. Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Rosinen, Obst, Futterringe und Futterknödel
  • Keine Speisereste verfüttern! Darin enthaltenes Salz und Gewürze können zum Tod der Vögel führen.
  • Keinesfalls über den Winter hinaus füttern! Bei Jungvögeln können schwerverdauliche Sämereien, wie Getreidekörner zum Tod führen, da deren Verdauungstrakt an  leichtverdauliche tierische Nahrung angepasst ist.

Hier erhalten Sie weitere Tipps und Informationen sowie eine kostenlose Infobroschüre zum Thema Vogelfütterung.

 

 

 

„Heizen mit Hirn“ spart Kosten und schützt das Klima

Im Winter laufen die Heizungen häufig auf vollen Touren. Doch muss dies auch sein? Intelligentes Heizen spart nicht nur Energie, sondern schützt auch das Klima – und das ganz ohne Einbußen beim Wohlbefinden.

Die richtige Raumtemperatur ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern kann auch Energie sparen. Denn mit jedem zusätzlichen Grad erhöhen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent. In den meisten Räumen muss der Thermostat nie höher als Heizstufe 3, das entspricht 20 Grad Celsius, eingestellt werden. Um die Wohnung an kalten Tagen schneller warm zu bekommen nützt es nichts, den Thermostat an der Heizung voll aufzudrehen. Dies habe nur bei alten Ein-Aus-Ventilen einen Effekt. Da sich mit derartigen Ventilen die Raumtemperatur nur sehr schlecht regeln lässt, rät der Bund Naturschutz, sie umgehend von einer Fachfirma gegen moderne Thermostate austauschen zu lassen.

Moderne Ventile öffnen oder schließen je nach eingestellter Temperatur selbstständig und zuverlässig. Wenn sie aber zur schnellen Erwärmung voll aufgedreht werden, steuert das offene Ventil eine hohe Zieltemperatur an. Dabei wird die gewünschte Raumtemperatur schnell überschritten und unnötig viel Energie vergeudet.

Besonders leicht bedienbar sind energieintelligente und programmierbare Thermostate. Sie lassen sich schnell montieren, ihre Mehrkosten rechnen sich in wenigen Jahren. Sie regeln programmiert die Heiztemperatur je nachdem, ob sich jemand im Raum aufhält oder ob es Tag bzw. Nacht ist. Auch beim Lüften "denken" programmierbare Heizkörperthermostate mit: Sie registrieren Temperaturabfälle beim Öffnen des Fensters und regeln die Heizung herunter.

Wenn Heizkörper sich zu langsam erwärmen, ist meist Luft im Wasserkreislauf und muss entfernt werden. Die Entlüftung lässt sich unter Zuhilfenahme eines Entlüftungsschlüssels mit einem Schlauch und einer Schüssel auch selbst durchführen.

Bei der Frage, welche Temperatur in den jeweiligen Wohnbereichen optimal ist, empfiehlt der Bund Naturschutz, sich an der folgenden Übersicht zu orientieren.

Richtwerte für Temperatur und Heizstufe in unterschiedlichen Wohnräumen

  • Diele und Flurräume: 13 bis 16 Grad; entspricht Stufe 1-2
  • Schlafräume: 16 bis 17 Grad; entspricht Stufe 2
  • Spiel- und Arbeitsräume: 18 bis 20 Grad; entspricht Stufe 2-3
  • Küche: 18 bis 20 Grad; entspricht Stufe 2-3
  • Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad; entspricht Stufe 3-4
  • Wohnräume: 20 bis 22 Grad; entspricht Stufe 3-4
  • Badezimmer: 22 bis 23 Grad; entspricht Stufe 4

 

 

Alle Jahre wieder: Achtung Streusalz!

Bund Naturschutz empfiehlt Verzicht auf Streusalz

Den "guten Rutsch", den wir uns alle Jahre wieder wünschen, versuchen wir auf den Gehwegen und Straßen zu verhindern, indem wir die Natur "einpökeln". Im Durchschnitt werden jährlich in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1 und 2 Millionen Tonnen Auftausalze im Winterdienst verwendet. Das verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance! Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen - insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken und Wegen.

Der Bund Naturschutz empfiehlt daher auf Streusalz zu verzichten und andere Streumittel mit abstumpfender Wirkung sparsam einzusetzen. Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Splitt oder Granulat können hingegen giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Streumittel mit dem Umweltzeichen ''Der Blaue Engel" sind weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen.

 

 

Gärtnern ohne Torf - Moore und Klima schützen

Sie können Ihren Beitrag zum Schutz der Moore leisten: Verzichten Sie auf Torferden! Es gibt mittlerweile viele torffreie Produkte von Firmen, die den Umwelt- und Moorschutz ernst nehmen. Sie besitzen ähnliche bodenverbessernde Eigenschaften, versauern die Böden im Gegensatz zu Torf aber kaum.

Zwölf Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland jährlich verbraucht, etwa zwei Millionen davon finden im Hobbybereich Verwendung. Heute wird in Deutschland vorwiegend in norddeutschen Mooren auf einer Fläche von 4.000 Quadratkilometern Torf abgebaut. Werden die Moore im derzeitigen Tempo weiter zerstört, sind die in Deutschland zum Abbau genehmigten Torfvorräte in spätestens zehn Jahren erschöpft. Ein großer Teil der heute in Deutschland verwendeten Torfe kommt inzwischen aus Estland, Lettland und Litauen, dort wird die Moorzerstörung fortgesetzt.

 Auf Blumenerde mit Torf verzichten

Torffreie Gartenerden werden auf Basis von Kompost (Rinden-/ Grünschnittkompost), Rindenhumus und Holzfasern (zum Beispiel aus Nadelhölzern oder Kokos) hergestellt. Außerdem beinhalteten sie, je nach Hersteller, Nebenprodukte wie Tonminerale und Lavagranulate (optimale Wasser- und Nährstoffspeicherung und bedarfsgerechte Freisetzung), Xylit (für den idealen pH-Wert) oder Phytoperis (ein Naturdünger).

Beim Einkaufen torffreier Blumenerde sollte man darauf achten, dass es sich wirklich um Produkte ohne Torf handelt. Vorsicht ist geboten bei angeblich "torfreduzierten" bzw. "torfarmen" Produkten, sie besitzen meist immer noch einen Torfanteil von 60 bis 80 Prozent. Es gibt sogar torffreie Erde, die mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Dieses steht für qualitativ hochwertig befundene Blumenerden, die frei von Wildkrautsamen und Wildkräutern sind.

Boden mit Kompost statt mit Torf verbessern

Eines der besten Mittel zur Bodenverbesserung ist der eigene Kompost. Wer einen Garten hat, kann selbst kompostieren, führt dem Boden mit Kompost organisches Material mit hoher biologischer Aktivität zu und hat gleichzeitig eine organische Düngung. Jedes Jahr sollte dazu eine Schaufel pro Quadratmeter in den Boden flach eingearbeitet werden. Auch bei der Wahl der Pflanzen für den Garten gibt es Möglichkeiten, den Torfeinsatz zu vermeiden. So benötigen heimische, robuste Pflanzenarten keine Torferden. Durch entsprechende Bodenbearbeitung können gute Voraussetzungen für die Pflanzen geschaffen werden: "Einmal gelockert ist dreimal gegossen." – "Dreimal gelockert ist einmal gedüngt. "

 

 

Keine Angst vor wilden Tieren! – Nützlinge im Garten

Je naturfreundlicher ein Garten gestaltet oder auch belassen wird, umso zahlreicher werden auch die kleinen unsichtbaren und sichtbaren Helfer, die "Nützlinge", die den Garten aufsuchen und bewohnen, z.B. ...

  • Die Schwebfliege wird sehr leicht mit der Wespe verwechselt und deshalb getötet. Sie bestäuben jedoch vor allem Obstbäume und ihre Larven fressen bis zu 500 Blattläuse.
  • Der Laufkäfer ist in der Dämmerung aktiv und verspeist pflanzenschädigende Insekten, Schnecken und Raupen.
  • Die Florfliege frisst Pollen, ihre Larven bis zu 500 Blattläuse.
  • Die Schlupfwespe legt ihre Eier in lebende Blattläuse oder Raupen des Kohlweißlings oder Apfelwicklers.
  • Die Marienkäfer sind meist auf bestimmte Blattlausarten spezialisiert. Eine Larve verzehrt bis zu 600 Läuse.
  • Ohrwürmer fressen bevorzugt Blutläuse.
  • Blindschleichen, Eidechsen, Kröten, Frösche, Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe und Vögel leben von Insekten, Raupen, Würmern und Nacktschnecken.

 

 

Gartenarbeiten im Frühjahr

Was es im Frühjar im Garten zu tun gibt, lesen Sie hier:

März (2. Monatshälfte):

  • Beete und Böden auflockern
  • Gartenstauden zurückschneiden
  • Winterschutz von den Rosen entfernen und sie schneiden
  • Mulchdecke von Beeten entfernen, damit sich der Boden erwärmen kann, die Mulchdecke kompostieren
  • Überwinterte Pflanzen umtopfen und zurückschneiden

April:

  • steil stehende Äste junger Obstbäume können herunter gebunden oder gespreizt werden, damit sie bald fruchten und nicht so viel weggeschnitten werden muss
  • Rundknospen an Johannisbeeren ausschneiden
  • Neupflanzungen gut gießen
  • Vogeltränke aufstellen, brütende Vögel brauchen sehr viel Wasser

Mai:

  • bei verblühten Blumenzwiebeln erst das Laub verwelken lassen, dann die Zwiebel ausgraben und trocknen
  • frühjahrsblühende Ziergehölze wie z. B. Forsyzien nach der Blüte zurückschneiden
  • alle Neupflanzungen bei Trockenheit mit abgestandenem Wasser gießen

 

 

Herbstputz im Garten: Unordnung ist das halbe Leben

Ein Winterquartier und lebenswichtige Nahrung für Igel, Amsel und Co. bietet, wer sich auf Balkon oder Garten von seiner Ordnungsliebe verabschiedet.

Laub auf den Beeten, ein Reisighaufen in der Gartenecke und verblühte Blumenstengel im Balkonkasten - hier ist kein Faulpelz sondern ein Öko-Gärtner am Werk. Statt alles „ordentlich“ abzuschneiden, sollte man Stauden und Sträucher im Herbst stehen lassen, damit Vögel hier ihre Winternahrung finden. Die Insektenfresser unter ihnen wie Rotkehlchen und Zaunkönig picken Spinnen und Insekten auf, die in hohlen Stengeln oder den Blütenresten überwintern. Die Samenbestände der Blumen dienen wiederum Körnerfressern wie Finken, Ammern und dem Zeisig als Nahrung. Einheimische Sträucher wie Schneeball, Pfaffenhütchen und Heckenrose bieten mit ihren Beeren ebenfalls jede Menge Futter.
Ein Haufen Zweige vom Baum- oder Heckenschnitt in der Gartenecke kommt dem Igel auf Wohnungssuche gerade recht, um hier den Winter zu verschlafen und im Frühjahr seinen Nachwuchs großzuziehen. Auch Kröten, Eidechsen und Vögel finden hier Schutz und Nahrung.
Wer seine Beete mit einer Laubschicht bedeckt, ist nicht zu faul zum Blätterfegen. Diese Schicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und bietet den Bodentieren reichlich Nahrung. Der Boden bleibt locker und der verrottete Mulch kann beim Garten-Frühjahrsputz leicht mit dem Sauzahn eingearbeitet werden.

 

 

Gartenabfälle als wertvoller Lebensraum

Auf einfache Weise wird der Garten zum Lebensraum für viele Tierarten:

  • Laubhaufen: Im Herbst und Winter das Laub zu einem oder mehreren Haufen aufschichten. Unzählige Kleintiere und der Igel nutzen dieses Laub als Winterquartier.
  • Reisighaufen: In einer Ecke des Gartens anfallende Äste und Zweige sammeln. Auf einfache Weise schafft man so Unterschlupf und Nahrung für viele Spinnen und Insekten, Vögel und Kleinsäuger.
  • Steinhaufen: Das reich strukturierte Lücken- und Höhlensystem eines Lesesteinhaufens kann Tagesversteck, Brut- und Winterquartier von Insekten, Spinnen, Reptilien (z.B. Eidechsen, Blindschleichen) und Kleinsäugetieren (Spitzmäuse, Wiesel) sein.
  • Totholzhaufen: Abgestorbene Bäume, alte Baumstümpfe und gesammeltes Totholz wird von Pilzen und kleinen Lebewesen langsam zersetzt. Dabei entstehen kleine Höhlen und Spalten, die z. B. von Wildbienen bewohnt werden. Vögel und kleine Säuger finden Verstecke und einen reichen Futterplatz.

 

 

Friedhöfe - Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere

BN-Tips für Umweltschutz auf Friedhöfen

Friedhöfe sind grüne Oasen in unseren verbauten Städten. Sie bieten vielen, oftmals seltenen Tieren und Pflanzen Lebensmöglichkeiten. Hier gibt es auf engem Raum alte Baumbestände, Hecken, Wiesen, Mauerfugen und andere Lebensräumen. Gerade  im Herbst läßt sich dieses bunte Mosaik schön erkennen.  Für die meisten Menschen sind Friedhöfe Orte der Ruhe und Besinnung. Durch umweltschonende Pflege der Anlagen und Gräber lläßt sich diese friedlichen Parks schützen.
Beispiele für Natur- und Umweltschutz auf dem Friedhof:

  • Bei den Gärtnereien nach kompostierbaren Grabschmuck fragen. Gerade  wenn die Gräber für die Feiertage hergerichtet werden. Kränze mit Plastikschleifen und Steckgittern aus Kunststoff lassen sich nicht kompostieren und sind unnötiger Abfall.
  • Herbstlaub sollte zu kleinen Laubhaufen zusammengeharkt werden und nach Möglichkeit auf der Grabstätte bleiben. Igel und andere Kleintiere fühlen sich darin besonders wohl. Sogenannte Laubsauger sollten nicht benutzt werden, sie machen Lärm und töten die Insekten, die die Vögel im Winter unbedingt als Nahrung brauchen.
  • Auf alten Grabsteinen wachsen oftmals seltene Flechten und Moose. Diese natürliche bunte Patina sollte erhalten bleiben. Ätzende Chemikalien zur Grabsteinreinigung haben auf dem Friedhof genausowenig zu suchen wie Unkrautvernichtungsmittel oder Mineraldünger.
  • Um Bodeneigenschaften und Pflanzenwachstum zu verbessern, sollte Kompost verwendet werden, er enthält Nährstoffe und Humus. Torf hingegen nur Humus und kann zur  Bodenversauerung beitragen. Außerdem werden beim Torfabbau selten Naturräume zerstört.

Die Friedhofsverwaltung müssten für eine Abfalltrennung sorgen. Grün- und Gehölzabfälle sollen auf Kompostierplätzen gesammelt werden und nur unzersetzbares Material gehöre in den Restabfall. Das wäre ein guter Beitrag zur Müllvermeidung und zur Kostenreduzierung.  Trennung und Kompostierung senken die Entsorgungskosten um bis zu 75 Prozent.    

 

 

Was tun bei Sommersmog?

Ozon in der Atemluft kann schaden - was ist zu tun?

Ozon trägt wesentlich zum Schutz vor schädlicher UV-B-Strahlung bei – wenn dieses Spurengas seinen Platz in den äußeren Schichten der Erdatmosphäre einnimmt. Gesundheitsschädlich dagegen ist Ozon, wenn es vermehrt in unserer Atemluft enthalten ist, zum Beispiel als Sommersmog.

Je höher die Konzentration, desto höher die Gefahr. Ozon wirkt auf den menschlichen Körper als aggressives Reizgas und verursacht vielfältige Symptome. Ozon entsteht unter Sonneneinwirkung vor allem dort, wo hohe Emissionen von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen auftreten. Diese Emissionen stammen zum größten Teil aus dem Autoverkehr.
Bei Sommersmog ist deshalb der erste wichtige Schritt der Verzicht aufs Auto.

Lösemittelhaltige Stoffe wie Farben und Lacke oder Reinigungsmittel sollten vermieden werden.

Für den Gesundheitsschutz ist es wichtig, sich über die Ozonwerte zu informieren, um sich schützen zu können: sind sie erhöht, sollte man möglichst wenig ins Freie gehen, auf jeden Fall Sport und anstrengende Tätigkeiten vermeiden. Gesunde Ernährung unterstützt den Körper. Zum Beispiel haben Vitamin C und E eine dem Ozon entgegengesetzte Wirkung.

 

 

BN-Umwelttips für den Schulanfang

„Das kommt mir nicht in die Schultüte...“

Der erste Schultag ist etwas Besonderes. Eltern haben viele Möglichkeiten, den ABC-Schützen an diesem Tag einen umweltfreundlichen Schulranzen zu packen. So sollte zunächst nur das Nötigste für den Schulanfang gekauft werden: Meist bekommen die Kinder in der Schule genau gesagt, was sie für den Unterricht brauchen.  Eltern sollten dann darauf achten, dass sie nur Materialien kaufen, welche die Umwelt und die Gesundheit ihrer Kinder nicht gefährden. Als umweltfreundlich gelten:

  • Schulhefte und Mappen aus Umweltschutzpapier. Auch bunte Schnellhefter gibt es längst aus Recycling-Pappe.
  • In der Federmappe aus Leder sollten unlackierte Blei-, Bunt- und Wachsmalstifte in Papierhüllen sein und Fasermaler auf Wasserbasis.
  • Lineal und Anspitzer sollten aus Holz sein. Gut sind auch Metallspitzer mit auswechselbarer Klinge. Radiergummis aus Kautschuk und Klebstoff ohne giftige Lösungsmittel dürfen im Öko-Schulranzen nicht fehlen.

Und selbst beim Pausenbrot kann man etwas für die Umwelt tun.   Die stabile Butterbrotdose ersetze Papier und Frischhaltefolien. Und damit die Kids ihr Taschengeld nicht am Kiosk für Dosengetränke oder Trinkpäckcken ausgeben, sollten die Eltern einen fest verschließ- und wiederbefüllbaren Trinkbecher in den Schulranzen packen. Am ersten Tag ist natürlich die Schultüte enorm wichtig. Obst und Vollwertschleckereien sind gesünder als die prall gefüllte Zuckertüte.

 

 

Umweltfreundlich Grillen

Sommer, Sonne, Gartenparty – Grillen macht Spaß, und wer beim Kauf von Kohle, Anzündern und Fleisch sowie beim Grillen einige Tipps beachtet, muss keine Angst um seine Gesundheit haben.

Während Holzkohle meist einen hohen Heizwert hat, d.h. lange brennt, ist der Heizwert bei Grillbriketts und Briketts oft nur halb so hoch. Bevorzugen Sie daher Kohle und Briketts mit geringem Aschegehalt.

  • Seien Sie vorsichtig beim Anzünden des Grills, vor allem beim Umgang mit Spiritus, Benzin etc. Eine Lötlampe oder Heißluftpistole hilft, den Grill schneller in Gang zu bekommen.
  • Das Fleisch darf erst auf den Rost gelegt werden, wenn die Holzkohle überall gut durchgeglüht ist, d.h. mit einer gleichmäßigen, weißen Ascheschicht überzogen ist.
  • Vom Fleisch darf das Fett nicht in die Glut tropfen, damit sich keine Schadstoffe bilden. Am besten sind spezielle Grille, bei denen die Fettabscheide-Rinnen bereits integriert sind oder bei denen sich die Glut seitlich neben dem Fleisch befindet. Auch bei Vertikalgrills ist das Grillgut besser vor Schadstoffen geschützt.
  • Beim Einkauf des Fleisches sollten Sie auf die Herkunft achten, kontrolliert biologisches Fleisch schmeckt auch viel besser! Bevorzugen Sie fettarme Sorten und vermeiden Sie vor allem alles Gepökelte. Der Zusatzstoff Nitrit kann beim Grillen zur Bildung der krebserzeugenden Nitrosamine führen.
  • Versuchen Sie es auch einmal mit Grillen von Gemüse, wie Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Zucchini u.ä.!

 

 

Biogemüse: Gesund und lecker

Der BUND Naturschutz (BN) rät, Bio-Gemüse zu kaufen, denn das enthält in der Regel viel weniger Nitrate und Pestizide als konventionelles Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in einer Studie nachgewiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse wirksamen Schutz vor Krebserkrankungen bieten kann.

Bio-Gemüse kann auch direkt beim Biobauern in sogenannten "Abo-Kisten" bestellt werden. Die Kisten werden in verschiedenen Größen - vom Single-Haushalt bis zur Großfamilie - angeboten. Das Gemüse wird entsprechend der Jahreszeit ausgesucht und stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Manche Anbieter erweitern diesen Service mit Rezeptvorschlägen. Wiederentdeckte regionale Gemüsearten wie Mangold oder Rübstiel kommen so zu neuen Ehren.

Auf Wunsch ist es möglich, die Abo-Kiste auch mit Brot, Milch oder Käse aus kontrollierter Produktion aufzufüllen. Der BUND Naturschutz rät, Informationen unter www.oekolandbau.de einzuholen. Dort finden die Verbraucher regionale Anbieter, Adressen und Informationen zur jeweiligen Produktpalette.

Der BUND Naturschutz in Bayern gibt auch selbst regionale Adressverzeichnisse von Biobauern und Abokistenlieferanten heraus.

 

 

Klimafreundliche Ernährung

Hier möchten wir Ihnen Tipps geben, wie man selber das Klima schützen und gleichzeitig den Geldbeutel schonen kann.

  • Der wichtigste Punkt ist wahrscheinlich, beim Einkauf darauf zu achten, Lebensmittel zu kaufen, die vorher nicht einmal um die ganze Welt gereist sind. Und auch das meiste Gewächshaus-Gemüse aus Spanien sollte man links liegen lassen.                      
    Am klimaschonendsten ist es beim Einkauf (der natürlich zu Fuß, oder mit dem Fahrrad erledigt wird) auf regionale, biologisch angebaute Ware zu achten.
    Im Zweifelsfall sind aber auch regionale, konventionell angebaute Lebensmittel denen aus Südamerika vorzuziehen.
    Und wer dann doch nicht auf den Kaffe verzichten will, der tut wenigstens den Bauern etwas Gutes, indem ich Fair Trade Kaffe kauft.
  • Einen großen Beitrag leistet man auch, wenn entweder ganz, oder an bestimmten Tagen auf Fleisch, oder (für die ganz Konsequenten) auf tierische Produkte verzichtet wird.
    Bei komplettem Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren spart ein Haushalt im Jahr über 400€.
    Für dieses Geld kann man sich dann einen schönen Urlaub in der Nähe leisten.

  • Ein häufig unterschätzter Punkt, der Geld und CO2 verbraucht, ist das Wegwerfen von Lebensmitteln. Nur so viel zu kaufen, wie ich auch wirklich verbrauchen kann, ist oft eine Herausforderung, der zu stellen sich viele zu bequem sind. Dabei hat man viel mehr davon, z. B. häufiger, wenig frisches Obst zu kaufen, als einmal viel zu kaufen, von dem das meiste schon nach kurzer Zeit verdirbt.
    Und auch beim Kochen nicht Verwendetes kann noch verwertet werden: bei einem leckeren, kreativen Resteessen, indem man aus verschiedenen Resten neue Gerichte zaubert, oder einfach indem man mal schaut, was es abgesehen vom klassischen Einfrieren noch für Möglichkeiten der Haltbarmachung gibt.

  •   Hier einige Anregungen:    

Früchte, von denen man weiß, dass man sie nicht mehr essen wird, kann man sehr gut  auf der Heizung, oder in der Sonne zu Trockenfrüchten verarbeiten.

Brot, das langsam alt schmeckt, kann genauso getrocknet  werden und später zu Semmelknödeln, Milchspeisen oder Armen Rittern verarbeitet werden.

Wenn der Kirschbaum mehr Früchte trägt, als Sie essen können, können Sie auch wieder mal probieren eine leckere Marmelade selber zu kochen.

  • Eine Lösung nicht mehr zu unnötigen Käufen verleitet zu werden, ist sich vor dem Einkauf einen Einkaufszettel zu schreiben, an den man sich dann im Laden auch hält. So kauft man nur das wirklich Benötigte und lässt sich nicht von Hunger oder Werbung hinreisen Produkte zu kaufen, die man später vielleicht nicht verbrauchen kann. Damit schont man den Geldbeutel und es landen weniger Lebensmittel im Müll.

     

 

 

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