Willkommen bei der Ortsgruppe Gerbrunn

Nächstes Treffen

Am 22.04.2020 um 19.00 Uhr treffen wir uns in der Gaststätte Linie 14 (Rathausplatz 1, Gerbrunn). Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
 

Nistkastenputzen & -aufhängen

Spätestens im März sollten die Nistkästen für die neue Saison startklar sein. Deswegen hat sich die Ortsgruppe Gerbrunn schon im Februar aufgemacht und die Nistkästen entlang des Haslachtals gesäubert. Wie schon in den Vorjahren waren in fast allen Kästen alte Nester zu finden. Das zusätzliche Wohnungsangebot wird von unseren gefiederten Nachbarn offenbar sehr gerne angenommen. Daher kam die Idee auf, bei der Gemeinde nachzufragen, ob wir auch auf dem Gelände der ehemaligen Schießanlage am Flürle Nisthilfen aufhängen dürfen. Aus Spendenmitteln der Gerbrunner BN-Mitglieder konnten wir so insgesamt zehn Nisthilfen für Gartenrotschwanz, Neuntöter, Kleiber und Co. sowie zwei Fledermaushöhlen anschaffen. Dank der Gemeinde durften wir Anfang März auf das Gelände, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die passenden Bäume zum Anbringen der Nistkästen waren schnell gefunden, da sich dort einige sehr schöne alte Eichen befinden. In dieser tollen Wohnlage für Vögel und Fledermäuse müssen die neuen Eigenheime bestimmt nicht lange auf Bewohner warten.


Biene des Monats

Letztes Jahr waren Bienen durch das Volksbegehren ein großes Thema. Beim Artenschutz ist nicht nur die Politik gefragt, auch im Kleinen kann jeder von uns etwas dazu beisteuern und, wenn es nur ein paar blühende Kräuter vor dem Fenster sind. Was unsere heimischen (Wild-)Bienen brauchen und was sie uns alles geben, das wollen wir Ihnen mit einer kleinen Reihe – der „Biene des Monats“ – in den nächsten Monaten näher bringen. Den Anfang machen wir mit einer unserer größten und auffälligsten Bienen, der Dunklen Erdhummel, die wie alle Hummeln auch zu den Wildbienen zählt.

April

Ich heiße: Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Ich fliege von März bis Mai.

Mein Traumhaus:
waagrechte Löcher und Röhren mit etwa 5-9 mm Durchmesser. Egal ob Bohrlöcher in Holz und gebranntem Ton oder Schilfstängel und Pappröhrchen, solange sie trocken stehen und frei von Spreißeln oder Rissen sind, ziehe ich gerne auch in Insektenhotels ein.

 

Das kann ich besonders gut...
Obstbäume und -sträucher bestäuben. Manche Obstbauern siedeln mich und meine Schwestern sogar gezielt auf ihren Plantagen an. Mit meinem dichten Pelz – vorne schwarz, hinten rot – sehe ich fast aus wie eine kleine Hummel und vertrage auch kühles Wetter gut. Schon bei Temperaturen ab etwa 5°C bestäube ich fleißig Blüten, wenn es vielen anderen Blütenbesuchern noch zu kalt ist.

 

Das wünsche ich mir…
Auch wenn wir äußerlich den Hummeln ähneln, leben wir nicht in Staaten. Bei uns versorgt jedes Weibchen nur seine eigene Brut. Dafür müssen wir in unserer kurzen Zeit als erwachsene Biene (ca. 4-6 Wochen) genügen Pollen und Nektar sammeln, dass unsere Nachkommen sich von Larven zu fertig verpuppten Bienen entwickeln. Deswegen brauchen wir im Frühjahr genug Blüten. Neben Steinobst, Kernobst und Erdbeeren mögen wir besonders gerne blühende Weiden und Frühlingsblumen wie Krokus, Blaustern, Goldlack, Traubenhyazinthe u.ä. Sehr wichtig ist uns wie auch allen anderen Bienen, dass wir Blüten ohne Pestizide besuchen können. Außerdem freuen wir uns über einfache, gut gemachte Nisthilfen. Und keine Angst: wir stechen nicht, sondern sind sehr friedliche, fleißige Nachbarn auf Balkon, Terrasse und im Garten.

März

Ich heiße:  Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

 

Ich fliege von März bis Oktober

 

Mein Traumhaus:
alte Mäusenester und andere Hohlräume im Boden, gerne auch in Komposthaufen, falls die bis in den Herbst stehen bleiben

 

Mein Lieblingsessen:
Ich bin nicht wählerisch und mag von den ersten Krokussen über Obstbaumblüten bis hin zu blühenden Kräutern und Gemüsepflanzen viele Blumen gerne – Hauptsache sie bieten genug Nektar und Pollen.

 

Das kann ich besonders gut…
Niemand kann Tomaten so gut bestäuben wie ich. Mein Trick dabei ist, dass ich mich an den Blüten festhalte und mit dem ganzen Körper vibriere, so dass der festsitzende Pollen der Tomatenblüten sich löst. Deswegen werden meine Schwestern in der ganzen Welt auch in Gewächshäusern zum Bestäuben eingesetzt. Außerdem bin ich schon bei Temperaturen unterwegs, bei denen sich keine Honigbiene vor den Stock traut und kann so bei kühlem Wetter wichtige Bestäubungsarbeit leisten. Das kann ich, weil ich mich mit einer Flugmuskulatur quasi warm zittern kann und mein Pelz mich schützt.

 

Das wünsche ich mir…
Mehr Blüten im frühen Frühling und im Sommer. Als junge Königin bin ich nach dem Winter nämlich sehr hungrig. Da helfen mir Frühblüher wie Krokus, Blaustern und vor allem auch Weidenkätzchen, meinen Kalorienbedarf zu decken. Im Sommer, wenn Obstbäume und Rapsfelder verblüht sind, brauchen meine Kinder und ich immer noch Nahrung, aber es gibt weniger Blüten. Deswegen ist für uns wichtig, dass Wegränder und Wiesen nicht zu früh gemäht werden und in den Gärten z.B. Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Oregano blühen.