BUND NATURSCHUTZ STEIGT AUS LANDSCHAFTSPFLEGEVERBAND IM LANDKREIS WÜRZBURG AUS

Würzburg, 19.12.2018

Der BUND Naturschutz verlässt den Landschaftspflegeverband Würzburg e. V. /LPV im Landkreis Würzburg und kündigt  die Mitarbeit in der Vorstandschaft auf. Der LPV hat nach mehrmaliger Ablehnung im Vorstand nun doch der Betreuung und Kontrolle von Ausgleichsmaßnahmen für die geplante Umgehungsstraße Giebelstadt zugestimmt und verstößt damit gegen eine zentrale Position des übergeordneten Deutschen Verbandes für Landschaftspflege /DVL, teilt der BUND Naturschutz in einer Pressemitteilung mit. Dies kann der BUND Naturschutz nicht unterstützen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der LPV Zusagen zur Betreuung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Umgehungsstraße von Giebelstadt mehrfach einstimmig abgelehnt. Grundlage hierfür ist  eine Position des DVL, die besagt, dass Landschaftspflegeverbände bei umstrittenen Projekten während des Genehmigungsverfahrens keine Zusage zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen abgeben.  Erst im Oktober 2018 wurde diese Position vom Vorstand des DVL einstimmig bekräftigt. Auf dieser Grundlage wurde auch eine Beteiligung an den Ausgleichsmaßnahmen zur Umgehungsstraße Rimpar einstimmig vom LPV abgelehnt. Dies macht Sinn, denn Landschaftspflegeverbände haben die Aufgabe, Natur und Landschaft zu erhalten und nicht Eingriffe zu unterstützen, indem sie sogar schon im Vorfeld eines Planungsverfahrens die Betreuung der Ersatzmaßnahmen zusagen und letztendlich an der Zerstörung von Natur und Landschaft verdienen. Gerade Eingriffe in den Lebensraum bedrohter Arten, wiegen hier besonders schwer. Dies ist hier der Fall, denn mit dem Bau der Umgehungsstraße von Giebelstadt wird massiv in den Lebensraum des Feldhamsters eingegriffen. Dieser ist gerade im südlichen Landkreis Würzburg stark vom Aussterben bedroht. Der BUND Naturschutz kann diese Entscheidung nicht mittragen und zieht sich daher aus dem LPV zurück. Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht, da der BUND Naturschutz den LPV vor 20 Jahren initiiert  hat.

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

RODUNGSARBEITEN BEI THÜNGERHEIM BEGONNEN – VERSTOß GEGEN BUNDESNATURSCHUTZGESETZ

Würzburg, 17.10.2018

Die geplante Steinbrucherweiterung bei Thüngersheim  hat begonnen. Die Rodungsarbeiten im Wald laufen. „Der BUND Naturschutz/BN  hat daher heute den Regierungspräsidenten der Regierung von Unterfranken, Herrn Dr. Beinhofer, erneut aufgefordert, einen sofortigen Rodungsstopp auszusprechen“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Mit der Rodung werden Verbotstatbestände nach Paragraph 44 Bundesnaturschutzgesetz ausgelöst. Vor allem diverse Fledermausarten und die Haselmaus sind betroffen. „Es ist davon auszugehen, dass Tiere getötet oder verletzt werden. Zudem werden Fortpflanzungs- und Ruhestätten besonders geschützter Arten beschädigt oder zerstört“, zeigt sich Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe erschüttert. Damit wird gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen und auch die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt, so der BN in einer Pressemitteilung.

 

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Steffen Jodl
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ APPELLIERT AN KREISTAG: KEINE WEITERE BEBAUUNG IM LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET

Würzburg, 12.10.2018

Erneut sollen die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes im Taubertal zu Gunsten eines Baugebietes verschoben werden. Die Stadt Röttingen möchte einen weit einsehbaren Hang am Kapellenberg bebauen. „Als „Ersatz“ soll unter  anderem eine ehemalige Mülldeponie in das Schutzgebiet aufgenommen werden“, weiß Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz. „Dies ist eine Mogelpackung“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN, die Planung, „denn  die Hangbebauung würde das Landschaftsbild über Röttingen massiv beeinträchtigt. Das ändert sich auch nicht, wenn man nun eine ehemalige Mülldeponie unter Schutz stellt.“

Schon im Jahr 2000 beschloss der Würzburger Kreistag auf Antrag der Gemeinden im Taubertal zahlreiche Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet/LSG „Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebende Wälder“ herauszulösen, um eine Bebauung landschaftlich wertvoller Bereiche zu ermöglichen. Unter anderem ist so die Entstehung eines Hauses in Alleinlage über Tauberrettersheim möglich geworden. Eigentlich sollte es keine weiteren Veränderungen mehr geben. Doch nun beantragte die Stadt Röttingen erneut eine Verschiebung der LSG-Grenzen. So soll zum Beispiel nur wenige Meter unterhalb des Käpelle am Kapellenberg ein lukratives Baugebiet mit einer Größe von rund 26.000 Quadratmetern erschlossen werden.  
Der Kapellenberg ist aber ein wichtiger Aussichtspunkt - mit seiner Kapelle ein Blickfang in der Region und von besonderer landschaftlicher Bedeutung. Die Fläche liegt zudem in einem Vogelschutzgebiet, ist damit europarechtlich geschützt und grenzt unmittelbar an ein FFH-Schutzgebiet an.  

Der Bau- und Umweltausschuss des Landkreises hat den Plänen schon zugestimmt. BUND Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und der Naturschutzbeirat des Landkreises Würzburg hatten sich zuvor klar gegen das Vorhaben ausgesprochen.
Eine ehemalige Mülldeponie und eine bestehende Ausgleichsfläche, sollen nach den Plänen der Stadt Röttingen als Ersatz in das LSG aufgenommen werden.
Der BUND Naturschutz appelliert eindringlich an den Kreistag, dieser Mogelpackung  nicht zuzustimmen. Zwar würde das LSG dadurch insgesamt an Fläche gewinnen, aber ein zentrales Schutzziel – die Bewahrung der Schönheit, Vielfalt und Eigenart des Landschaftsbildes – wird so missachtet. Beide Ersatzflächen werden für eine Bebauung ohnehin nie zur Verfügung stehen. Eine Unterschutzstellung stellt damit auch keine Verbesserung dar. Die Bebauung am Kapellenberg wäre jedoch ein klarer Eingriff in das Landschaftsbild sowie in ein wertvolles Vogelschutzgebiet, in dem auch der Neuntöter noch einen Lebensraum hat.

Wohl am 22.10.2018 wird der Kreistag des Landkreises Würzburg endgültig über den Antrag der Stadt Röttingen entscheiden.

 

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Steffen Jodl
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ ERSCHÜTTERT ÜBER GEPLANTE BANNWALDRODUNG BEI THÜNGERSHEIM

Würzburg, 21.09.2018

 

Knapp 10 ha Bannwald sollen nach Informationen des BUND Naturschutz/BN schon im Oktober bei Thüngersheim, Landkreis Würzburg,  gerodet werden. Angrenzend an den bestehenden Steinbruch der Firma Benkert soll eine erste Erweiterung nach Süden erfolgen. „Der BUND Naturschutz ist über den enormen Umfang erschüttert“, so  Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. „Dies würde nicht nur einen wertvollen Lebensraum zerstören, sondern auch den restlichen Waldteil, der überwiegend national und europarechtlich geschützt ist, in seiner Existenz massiv gefährden“, befürchtet Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Die Genehmigung für diesen ersten Abbauabschnitt wurde schon vor rund 10 Jahren erteilt. Die Daten über betroffenen Arten, die der Genehmigung zugrunde lagen, sind heute jedoch absolut veraltet. Auch wurde keine umfassende artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. „So wurden keine Tierarten vor Ort erfasst, sondern lediglich damals schon bestehende Kartierungen als Grundlage herangezogen“, weiß Steffen Jodl vom BN. Der BN fordert daher eine neue artenschutzrechtliche Untersuchung, welche die heute vorkommenden Arten umfassend berücksichtigt. So ist dem BN bekannt, dass das Waldgebiet vor allem im Winter vom Uhu als Jagd- und Rückzugsrevier genutzt wird. Auch Jungtiere wurden dort schon beobachtet. Europarechtlich geschützte Fledermausarten und die gefährdete Haselmaus haben im Gebiet ebenfalls einen Lebensraum. Ausgleichsmaßnahmen für diese Arten sind jedoch nicht geplant. Es wurde lediglich postuliert, dass diese Arten in der Umgebung genügend Ausweichmöglichkeiten hätten. Dies wurde aber nicht untersucht.

Der BN wundert sich auch, dass eine Rodungsgenehmigung erteilt wurde, obwohl es sich hier um Bannwald handelt. Dieser müsste dann gemäß Waldgesetz angrenzend an den bestehenden Wald wieder aufgeforstet werden.

Der BN befürchtet auch, dass der übrige Waldteil, der als Naturschutzgebiet bzw. über die europaweit gültige Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt ist, durch die angrenzende Rodung im Bestand massiv gefährdet ist. „Die Waldöffnung würde dazu führen, dass Winde stark angreifen können und den Wald schädigen. Der dort geplante Steinbruch mit einer Abbautiefe von bis zu 110 Meter könnte zudem zu einer Austrocknung des angrenzenden Waldes führen, da es zu einer Grundwasserabsenkung komme“, zeigt sich Armin Amrehn besorgt. „Das wäre der Todesstoß für den ohnehin schon unter Trockenstress leidenden Wald“, kritisiert Steffen Jodl das Vorhaben.

 

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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.500 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

MATTHIAS-GRÜNEWALD-GYMNASIUM IST SPITZE BEI SCHULSAMMLUNG FÜR DEN BUND NATURSCHUTZ

Würzburg, 08.08.2018

 

Bei der Schulsammlung des BUND Naturschutz Würzburg (BN) belegte das Matthias-Grünewald-Gymnasium  mit einem Sammelergebnis von 2.144,83Euro den Spitzenplatz unter den beteiligten zehn Schulen. Über 450 Kinder waren insgesamt für den Natur- und Umweltschutz aktiv  und erzielten ein Gesamtergebnis von über 10.000 Euro. Der BN bedankt sich für dieses hervorragende Engagement. Die Gelder kommen vor allem dem Schutz bedrohter Arten wie dem Feldhamster und der Wildkatze zugute.

Die Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg (1.637,47 Euro) und das Röntgen-Gymnasium (1.624,12 Euro) landeten auf den Plätzen 2 und 3.

Aber auch die nachfolgende Schulen trugen zu dem hervorragenden Schulergebnis bei:
Friedrich-Koenig-Gymnasium (1410,45 Euro), Goethe-Kepler-Grundschule (936,38 Euro), Grundschule Zell (532,80 Euro), Gymnasium Veitshöchheim (54,70 Euro), Montessori-Schule (1002,18 Euro), Riemenschneider-Gymnasium (483,51 Euro) und das Wirsberg-Gymnasium (200,42 Euro).

Besonders erfreulich ist, dass sich mit der Montessori-Schule, der Goethe-Kepler-Grundschule und der Grundschule Zell auch 133 ganz junge Schüler an der Sammlung beteiligten und sich somit für die Natur- und Umwelt engagierten.

Der BUND Naturschutz bedankt sich bei allen Sammlerinnen und Sammlern, den organisierenden Lehrkräften sowie den Schulleitungen und nicht zuletzt den Spendern für die große Hilfsbereitschaft!

Unser Dank gilt aber auch unseren erwachsenen Unterstützern. So sammelte  Helga Bätz  815 Euro, Manfred Weiß  325 Euro und Josef Herbert  418 Euro für den Schutz von Natur und Umwelt.

 

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Steffen Jodl
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.400 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ FÜR BEGRÜNTE FUßGÄNGERZONE

Würzburg, 19.07.2018

 

Der Umwelt- und Planungsausschuss des Würzburger Stadtrates  hat eine begrünte Fußgängerzone in Würzburg mit knapper Mehrheit abgelehnt. „Der BUND Naturschutz ist fassungslos über diese rückwärtsgewandte  Entscheidung der Vertreter von CSU, Freien Wählern, Bürgerforum und Würzburger Liste“,  so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender beim BUND Naturschutz Würzburg /BN. „Dies zeigt deutlich, dass einige Stadträte die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben und die Bedrohung der Gesundheit der Menschen durch  Feinstaub- und Stickoxide sowie durch die  zunehmende Überhitzung der Stadt aufgrund des Klimawandels noch immer nicht erkennen oder nicht erkennen wollen“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN diesen Beschluss.

45 Parkplätze sind für einige Vertreter des Würzburger Stadtrates wichtiger, als eine Fußgängerzone im Bereich Sterngasse, Plattnerstraße und Am Bruderhof, die zudem noch mit sieben Bäumen begrünt werden sollte. Gerade in Hinblick auf die hohe Belastung Würzburgs mit Autolärm, Luftschadstoffen und einer Zunahme an Hitzetagen, ist eine Reduktion des Verkehrs und die Schaffung begrünter Plätze eine notwendige und sinnvolle Investition in die Zukunft, stellt der BN in einer Pressemitteilung fest. Von der damit verbundenen Aufwertung der Innenstadt würden auch  Einzelhandel und Gastronomie profitieren.  „Die Würzburger Stadträte sollten sich das Ergebnis zum Bürgerentscheid am Kardinal-Faulhaber-Platz noch einmal zu Gemüte führen. Vor allem Wähler, die in der Nähe der hoch belasteten Innenstadt wohnen, stimmten - bei sehr hoher Wahlbeteiligung - mit weit über 60 % für eine umfassende Begrünung und gegen weiteren Parkraum“, erinnert Steffen Jodl abschließend.

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Steffen Jodl
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Geschäftsführer
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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.400 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ IST BESTÜRZT ÜBER UMBRUCH VON FELDHAMSTERFLÄCHE BEI BERGTHEIM – VERSTOß GEGEN NATUR- UND ARTENSCHUTZ

Würzburg, 26.06.2018

 

„In der Gemarkung Bergtheim wurden vor wenigen Wochen Ausgleichsflächen für den Feldhamster umgebrochen“, stellt Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg beim BUND Naturschutz/BN mit Erschrecken fest. „Nach Informationen des BN wurden auf diese Fläche auch Feldhamster umgesiedelt. Damit wurde klar gegen Natur- und Artenschutzrecht verstoßen“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer bei der BN-Kreisgruppe den Umbruch. Der BN fordert die Naturschutzbehörden auf, diesen eklatanten Verstoß zu ahnden.

Feldhamsterflächen umgebrochen
Bei Eingriffen in den Lebensraum des Feldhamsters ist es in der Regel nötig, Ausgleichsflächen zur Verfügung zu stellen. Diese müssen vor Beginn des Eingriffs bereitgestellt werden, damit sie als Ersatzlebensraum wirken können und es zu keiner Verschlechterung für die Feldhamsterpopulation kommt. Eine derartige Fläche, mit einer Gesamtgröße von über 6 ha, wurde vor wenigen Wochen in der Gemarkung Bergtheim umgebrochen und neu eingesät. Für den BN ist dieses Vorgehen unfassbar, da so klar gegen Natur- und Artenschutzrecht verstoßen wurde. Nach Informationen des BN befanden sich auf der Fläche neben dem Feldhamster auch weitere europarechtlich geschützte Arten wie die Feldlerche.

Wiesenbrüterflächen  in Acker umgewandelt
Unverständlich ist für den BN aber auch, dass diese Fläche überhaupt von der Regierung von Unterfranken als Ausgleichsfläche für den Feldhamster anerkannt wurde. Denn es handelte sich hier um eine für Wiesenbrüter wichtige Wiesenfläche. Es galt sogar die Vorgabe, die Flächen bis Ende Juni zum Schutz dieser Vögel nicht zu betreten. Damit diese Fläche vom Feldhamster genutzt werden kann, wurde die Fläche aber schon im vergangenen Jahr umgebrochen und mit anderen Arten neu eingesät, eine Wiese also in Ackerland umgewandelt. Da diese Einsaat scheinbar nicht funktionierte wurde nun erneut umgebrochen und damit Wiesenbrüter und  Feldhamster gleichermaßen geschädigt.

Wasserschutz beeinträchtigt
Zudem befindet sich ein großer Teil im Wasserschutzgebiet, direkt neben den Brunnen. Ein Umbruch führt zu einer Mobilisierung von Stickstoff im Boden und regt die Nitratbildung an, was sich negativ auf das Trinkwasser auswirkt. Dass eine derartige Maßnahme im Wasserschutzgebiet durchgeführt wird, ist für den BN unverständlich.

 

 

BUND Naturschutz kritisiert massive Bauzeitverlängerung auf A3 - VERZÖGERUNGEN GEHEN AUF KOSTEN DER GESUNDHEIT DER ANWOHNER AN AUSWEICHSTRECKEN

Würzburg, 09.05.2018

 „Der BUND Naturschutz ist fassungslos über die massive Bauzeitverzögerung  beim  A3-Ausbau bei Würzburg bis 2020“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender beim BUND Naturschutz Würzburg /BN. Der Ausbau wird damit acht Jahre dauern, über zwei Jahre länger als geplant. „Eine derartige Verzögerung ist erschreckend und geht auf Kosten der Gesundheit der Anwohner an den Ausweichstrecken in und um Würzburg, die Lärm, Abgase und einen gesundheitsschädlichen Mix aus  Feinstaub und Stickoxiden hinnehmen sollen“ kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN die enorme Bauzeitverlängerung.

Vor allem die Gemeinden Kist, Höchberg und Reichenberg sowie die Stadt Würzburg sind durch  diese unfallträchtige  „DauerStauStelle“ fast schon täglich massiv betroffen. Auch der ÖPNV ist häufig lahmgelegt.  Der BUND Naturschutz fordert daher von der Autobahndirektion Nordbayern dringend Maßnahmen  zur Entschärfung dieser extrem stauanfälligen  Baustelle.  Vertragliche Auseinandersetzungen zwischen der Autobahndirektion und Baufirmen – die Grund für die Verzögerung sein sollen - dürfen nicht auf Kosten der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gehen, so der BN abschließend.

 

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Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ: GEMEINDE KIST SETZT ERSATZMAßNAHMEN FÜR BAUGEBIET NICHT UM – VERSTOß GEGEN EIGENEN BEBAUUNGSPLAN UND NATURSCHUTZGESETZ

Würzburg, 03.05.2018

 „Die Gemeinde Kist setzt die selbst beschlossenen  Ersatzmaßnahmen für das Industriegebiet „Lange Läng“ nicht um“, kritisiert Armin Amrehn, 1. Vorsitzender beim  BUND Naturschutz/BN Würzburg die Landkreisgemeinde. „Damit verstößt die Gemeinde massiv gegen ihren eigenen Bebauungsplan“, stellt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN fest und ergänzt: „Gemäß Naturschutzgesetz sind die Gemeinden verpflichtet, für Eingriffe in Natur und Landschaft Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen durchzuführen. Auch gegen dieses Gesetz wird damit verstoßen“.

Für das knapp sieben Hektar große Industriegebiet „Lange Läng“ in Kist hat die Gemeinde unter anderem die externen Ersatzmaßnahmen „Gerchsheimer Weg“ und „Schlagäcker“ mit einer Gesamtfläche von etwa einem Hektar beschlossen. Spätestens zwei Jahre nach Erschließungsbeginn sollen diese gemäß Festsetzungen im Bebauungsplan vollzogen werden. So ist auf der Fläche „Gerchsheimer Weg“ im Westen der Gemeinde (Flurnummer 453) eine Waldrandgestaltung mit Initialpflanzungen von Bäumen und Sträuchern sowie die Entwicklung eines vorgelagerten Krautsaumes vorgesehen. Tatsächlich findet man dort eine Brachfläche ohne die vorgesehenen Gehölzpflanzungen. Auf der Fläche „Schlagäcker“ im Osten (Flurnummer 689) sollte ein Graben aufgeweitet und die Fläche auf extensiv genutztem Grünland mit neun Obstbäumen bepflanzt werden. Hier ist aktuell nur artenarmes Grünland vorhanden, Obstbäume wurden nicht gepflanzt, eine Grabenaufweitung fand nicht statt. Die Erschließung des Baugebietes  begann spätestens Anfang 2013. Die Ersatzmaßnahmen hätten damit im Jahr 2015 fertiggestellt werden müssen, kritisiert der BN die Tatenlosigkeit der Gemeinde Kist.
Der BN weist darauf hin, dass alle Bürgerinnen und Bürger über den „Bayernatlas“ im Internet die bestehenden Bebauungspläne aller Gemeinden und die zugehörigen Ausgleichs- und Ersatzflächen einsehen können.

 

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Der BN ist mit rund 230.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND Naturschutz kritisiert massiven Eingriff in wertvollen Lebensraum- BIOTOPE BEI FRICKENHAUSEN ZERSTÖRT

Würzburg, 23.04.2018

„Radikal und ohne Rücksicht auf Tierarten wurden bei Frickenhausen Hecken und Bäume gerodet“ kritisiert Armin Amrehn, Vorsitzender beim BUND Naturschutz/BN den massiven Eingriff.  „Eine derartige Zerstörung biotopkartierter und geschützter Lebensräume ist beispiellos für die Region“, zeigt sich Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe erschüttert.

Aktuell erreichen den BN zahlreiche Beschwerden erzürnter Bürger aus Frickenhausen zu dieser nicht genehmigten Rodung von Hecken und Bäumen. Mehr als  50 Jahre konnte sich dieses Biotop auf einer Fläche von rund 4700 Quadratmetern ungestört entwickeln. Gemäß Biotopkartierung  war das „lokal bedeutsame“ Gebiet am nördlichen Rand der Gemeinde durch das Naturschutzgesetz geschützt. Zahlreiche Vogelarten, wie Nachtigall oder Neuntöter hatten hier einen Lebensraum. Auch Fledermäuse wurden regelmäßig beobachtet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit überwinterten auf der Fläche Igel, Zauneidechsen, Schlingnattern und weitere geschützte Tierarten, die durch die Rodung im vergangenen Februar wohl geschreddert wurden. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg ist über diesen Naturfrevel informiert.

 

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E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

Kröten sammeln für Bayerns Natur

Würzburg, 19.04.2018

 

„Kröten sammeln“ gehen vom 23. bis zum 29. April 2018 rund 30 000 Kinder, Erwachsene und Jugendliche. Sie bitten um Spenden zur Unterstützung der Arbeit des BUND Naturschutz (BN).

Es ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Mit den Spendengeldern werden zum Beispiel Schutzgrundstücke gekauft oder das Engagement für Energiewende und Klimaschutz oder für gentechnikfreie Lebensmittel finanziert. Das Geld wird auch im wörtlichen Sinne für Kröten verwendet. Frösche, Molche und Kröten haben Hilfe dringend nötig. Denn bei ihren Frühjahrswanderungen würden sonst viele von ihnen überfahren werden. „Zum Glück gibt es die rund 6000 freiwilligen Helfer des BUND Naturschutz. Sie bauen Schutzzäune auf und helfen den Tieren über die Straßen. Das rettet jährlich rund 650 000 Amphibien das Leben“ erläutert Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg, dieses Engagement.

Einmal im Jahr sammeln Zehntausende von Ehrenamtlichen an der Haustüre und auf der Straße Spenden, um dieses und viele weitere Projekte zu finanzieren. „Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie für den BN. Jeder Euro zählt!“, appelliert Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg, an alle Freunde der Natur.

Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto der BN-Kreisgruppe Würzburg, IBAN DE 10790500000043884410 bei der Sparkasse Mainfranken, mit dem Vermerk „Spende HuS“ eingezahlt werden.

Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über unsere Geschäftsstelle im Ökohaus Würzburg (Tel. 0931/43972) anfordern.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Geschäftsführer
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E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ STARTET AKTION: „ICH WÜNSCHE MIR EINEN BAUM FÜR WÜRZBURG“

Würzburg, 16.04.2018

Anlässlich des „Tag des Baumes“ startet der BUND Naturschutz (BN) die Aktion „Ich wünsche mir einen Baum für Würzburg“. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Würzburg sind herzlich eingeladen am 20. April am Oberen Markt in Würzburg bei der BN Aktion mitzumachen. „Jeder der möchte kann sich hier über einen Wunschzettel unter Angabe des Ortes einen Baum wünschen und diesen gleich symbolisch auf einem Stadtplan von Würzburg selbst pflanzen“, kündigt Dr. Volker Glöckner vom BN die Aktion an. Die Wunschliste übergibt der BN der Stadt Würzburg.

 Die Pflanzung von Bäumen und die Schaffung begrünter Plätze sind in Würzburg dringend nötige Maßnahmen, um einer zunehmenden Überhitzung in den Sommermonaten entgegenzuwirken. Gleichzeitig wird die Luft von Feinstaub und Stickoxiden gereinigt. Ohne umfangreiche Begrünungen sind die nötigen Anpassungen an die Klimaveränderungen nicht zu schaffen.

Der Bund Naturschutz macht daher anlässlich des „Tag des Baumes“ darauf aufmerksam, dass es in Würzburg viel zu wenig Bäume gibt und bietet den Würzburger Bürgerinnen und Bürgern an, ihre Vorschläge für neue Stadtbäume am Infostand des BN mitzuteilen. Die Vorschläge wird der BN dann dem Oberbürgermeister Christian Schuchardt und dem  Baureferenten  Christian Baumgart übergeben. Für Kinder gibt es die Möglichkeit ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ihren idealen Baum zu malen und die Bilder, wenn Sie möchten, zusammen mit den Wunschzetteln an die Verantwortlichen zu schicken.

 

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Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

BUND NATURSCHUTZ: UMGEHUNG VON RIMPAR VERLAGERT BELASTUNGEN NACH SANKT-FLORIAN-PRINZIP

Würzburg, 16.03.2018

 „Die geplante Westumgehung von Rimpar wird aus Sicht des BUND Naturschutz/BN die Verkehrsprobleme nicht lösen. Sie ist reines Stückwerk, verlagert Probleme nach dem Sankt-Florian-Prinzip auf andere Gemeinden und schafft neue Betroffenheiten“, kritisiert Armin Amrehn,  1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg,  die Planung. In Hinblick auf  Luftverschmutzung, Klimawandel, Artensterben und Flächenfraß sind nachhaltige Verkehrskonzepte dringend erforderlich. „Der BUND Naturschutz fordert daher als einzig sinnvolle Alternative  einen umfassenden und zügigen Ausbau des ÖPNV. Gleichzeitig müssen alle Bürgerinnen und Bürger  den ÖPNV auch als nachhaltige Alternative annehmen“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Die Fiktion der Beseitigung von Verkehrsbelastungen durch Straßenbau und der damit vermittelten Garantie unbegrenzter Mobilität ist tragende Säule des herrschenden Wachstumsdogmas und Ursache für immer neue Verkehrsbelastungen. Anstatt eine umfassende Verkehrswende einzuleiten, werden den Bürgerinnen und Bürgern in belasteten Kommunen vor allem Umgehungsstraßen als Problemlösung vermittelt. Damit wird das Problem der Verkehrsbelastung aber nicht gelöst, sondern nur verlagert und zudem auf dem Rücken von Natur und Landschaft ausgetragen. Das vorliegende Vorhaben ist ein Beispiel für diese verfehlte Verkehrspolitik. Die zusätzlich induzierten Belastungen werden vor allem Ortschaften wie Maidbronn, Versbach, Güntersleben, Gadheim und Veitshöchheim zu tragen haben. Dieses Sankt-Florians-Prinzip schafft somit neue Probleme, ohne die Belastungen für ein wachsendes Rimpar nachhaltig zu lösen. Schon jetzt werden die Rufe nach einer Umgehung von Güntersleben immer lauter, sollte es in Rimpar zu einer Umfahrung kommen. Doch welche Lösung will man dann den Bürgerinnen und Bürgern in Veitshöchheim und Versbach bieten? Soll eine Süd-Umfahrung zur vermeintlichen Entlastung von Maidbronn noch mehr Verkehr in die Region holen, mit größten Eingriffen in das Pleichachtal?

Die BewohnerInnen in Rimpar würden vor allem in den westlichen Ortsteilen zusätzlich mit Lärm und Abgasen belastet, die der Westwind in den Ort treibt. Und den erheblichen Ziel- und Quellverkehr in Rimpar wird man so auch nicht spürbar reduzieren. Zudem würde wertvoller Erholungsraum entwertet werden und Lebensraum für ohnehin schon bedrohte Arten unwiederbringlich verloren gehen. Nur mit einem Umstieg vom Kraftfahrzeug auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine nachhaltige Lösung möglich. Die Politik vor Ort ist gefordert den ÖPNV zügig auszubauen, anstatt weiterhin Millionen in neue Straßen zu investieren.

 

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

AMPHIBIEN SIND WIEDER AUF WANDERSCHAFT!

Würzburg, 12.03.2018

 „Die Amphibienwanderung beginnt“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz (BN). Die milderen Tage haben  Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gelockt. Daher bauen freiwillige Helfer des BN an zahlreichen Orten im Landkreis Würzburg Amphibienzäune auf und bringen die Tiere sicher über die Straßen. Bayernweit wird so jährlich rund 700 000 Amphibien das Leben gerettet.

Häufig sammeln unsere Helferinnen und Helfer bis tief in die Nacht oder am frühen Morgen und sind somit ebenfalls den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. „Um Unfälle zu vermeiden, bitten wir daher alle Autofahrer, die entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder mit dem Amphibienzeichen zu beachten und besonders vorsichtig zu fahren“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz.

Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßenabschnitte  betroffen:

Remlingen - Birkenfeld
Randersacker – Lindelbach
Randersacker - Gerbrunn
Rimpar - Güntersleben - Gramschatz
Kist - Reichenberg und Kist - Gerchsheim
Greußenheim - Hettstadt, Uettingen und Oberleinach
Leinach - Zellingen
Erlach - Kaltensondheim
Limbachshof - Kist
Heidingsfeld – Winterhausen
Margetshöchheim – Erlabrunn

Auch in der Stadt Würzburg sind mehrere Wanderstrecken bekannt, so in Dürrbach (Kreisstraße und Schafhofstraße), im Steinbachtal, am Leutfresserweg, an der Giebelstädter Steige sowie in der Berner Straße (Bereich Seelein).

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit über 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

UMWELTBILANZ 2017 - AUSBLICK FÜR 2018

Würzburg, 27.02.2018

 

 

„Der BUND Naturschutz war auch im Jahr 2017 wieder intensiv für die  Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Würzburg aktiv“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Würzburg/BN. „Ein großer Erfolg war dabei das gewonnene Bürgerbegehren in Würzburg zur Begrünung des Kardinal-Faulhaber-Platzes“, beschreibt Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe, ein zentrales Thema des BN im Jahr 2017. Aber auch der ungezügelte Verbrauch wertvollsten Ackerlandes und die Bedrohung von Arten wie dem Feldhamster, bestimmten die Arbeit des BN.  Eine große Herausforderung im Jahr 2018 ist zudem die Landesgartenschau auf der der BN täglich die Besucher umfassend zum Natur- und Umweltschutz informieren wird.

 

Bürgerbegehren „Grüner Platz am Theater“ gewonnen

Eine überragende Mehrheit hat sich in Würzburg für eine umfassende Begrünung des Kardinal-Faulhaber-Platzes ohne Tiefgarage entschieden. Diese Entscheidung macht klar, dass sich die Würzburger Bürgerinnen und Bürger dringend eine deutliche Reduktion des Autoverkehrs in der Würzburger Innenstadt wünschen und zudem fürmehr Grün eintreten.  Dieser Entscheid ist damit auch ein Auftrag  an die Stadt, Maßnahmen in Gang zu setzen, die den ÖPNV  und nicht den motorisierten Individualverkehr fördern. Gleichzeitig muss gerade die Innenstadt konsequent durchgrünt werden. Nur dies schafft eine hohe Aufenthaltsqualität, von der letztendlich auch der Einzelhandel profitiert. Die Rodung der vier großen Platanen am Theater muss als Rückschritt gewertet werden. Diese sind nicht zu ersetzen.

 

Luftreinhalteplan ein Desaster

Der Luftreinhalteplan soll eigentlich sicherstellen, dass die Grenzwerte für Luftschadstoffe nicht überschritten werden. Hauptverursacher sind Dieselfahrzeuge.  Der in 2017 von der Regierung von Unterfranken vorgelegte  Entwurf zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans war jedoch nicht geeignet, die Einhaltung der Grenzwerte zu erreichen. So wurden veraltete Emissionsfaktoren benutzt, die die tatsächlichen Abgas-Werte ignorierten. Auf diese Weise wurde die Prognose schöngerechnet und behauptet, an fast allen Problemstraßen würden die Stickstoffdioxid- und Feinstaub Werte sich quasi von selbst verbessern und die Grenzwerte bis spätestens 2025 eingehalten - nämlich allein durch den Umstieg auf schadstoffärmere Fahrzeuge. Der BUND Naturschutz kritisierte dieses Vorgehen und forderte konkrete Maßnahmenvorschläge zur raschen Verbesserung der Situation.

 

Umweltskandal bei Aub – ein Dauerbrenner

Der wohl größte Umweltskandal der Region ist nach wie vor nicht gelöst. Noch immer liegt tonnenweise schadstoffbelastetes Material in einem Schotterwerk bei Aub. Mit jedem Tag der vergeht wächst das Risiko, dass sich Schadstoffe auch im Grundwasser ansammeln. Der BNdrängt daher weiter auf eine rasche und fachgerechte Entsorgung und fordert die Behörden auf, entsprechend zu handeln.

 

Feldhamster massiv bedroht

Die Intensivierung in der Landwirtschaft und der Verlust von Lebensraum bringen den Feldhamster in immer größere Bedrängnis. So wird zunehmend klar, dass er vor allem im südlichen Landkreis Würzburg immer seltener anzutreffen ist und in wenigen Jahren dort vielleicht schon ganz verschwunden sein wird. Aber auch im nördlichen Landkreis droht eine zunehmende Isolierung von Teilbeständen. Der BUND Naturschutz forderte daher erneut durchgreifende Maßnahmen, um ein Überleben des  europaweit geschützten Feldhamster in Bayern zu ermöglichen.
Besonders negativ war in diesem Zusammenhang der Umgang mit dem Feldhamster in Rottendorf. Hier hatte die Gemeinde – trotz Einspruch durch den BN  - zunächst auf eine Kartierung des Feldhamsters verzichtet. Nachdem der Feldhamster dann doch von einer Privatperson dort nachgewiesen wurde, hat man die Tiere auf den Flächen, die zeitnah bebaut werden sollen, vertrieben. Rund 17 ha Fläche werden dort insgesamt überplant.

 

Flächenschutz nötiger denn je

Der Flächenverbrauch ist in Bayern nach wie vor viel zu hoch. Er lag im Jahr 2016 bei rund 10 ha pro Tag! Und das auch nur, weil eine neue Berechnungsmethode ausgewiesene, aber noch nicht bebaute Flächen, nicht mehr berücksichtigt. Gerade in der Region um Würzburg wirkt sich dies besonders negativ aus, da hier hektarweise wertvollstes Ackerland unter Beton und Asphalt verschwindet. So plant die Gemeinde Unterpleichfeld 14 ha zu überbauen, die Gemeinde Bergtheim 7 ha.

 

Grundwasserschutz im Zeichen des Klimawandels

Die Zunahme von ausgedehnten Trockenperioden haben in den vergangenen Jahren die Grundwasserspiegel deutlich fallen lassen. Nicht selten wurden neue Tiefststände erreicht. Der BN führte daher Gespräche mit der Regierung von Unterfranken und dem Amt für Landwirtschaft, um sicherzustellen, dass der Trinkwasserschutz oberste Priorität vor der landwirtschaftlichen Bewässerung genießt.

 

Arten- und Biotopschutz – eine zentrale Säule beim BN

Der BN engagierte sich auch wieder praktisch im Artenschutz. Vor allem von den BN-Ortsgruppen wurden nicht nur rund 40 BN-eigenen Flächen mit einer Gesamtfläche von über 17 Hektar betreut, sondern auch andere ökologisch wertvolle Grundstücke gepflegt und damit erhalten. So wurden Streuobstwiesen, Schilfflächen und Halbtrockenrasen gemäht, Hecken und Bäume gepflanzt, Kopfweiden gepflegt, Gewässer unterhalten, Nistkästen gereinigt und Fledermausquartiere gesichert. Durch die Betreuung von rund 4 Kilometer Amphibienschutzzäunen bei Wind und Wetter wurden tausende Amphibien vor dem sicheren Straßentod bewahrt.
Damit leistet der BUND Naturschutz einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten sowie des Landschaftsbildes, von dem letztendlich auch alle Bürgerinnen und Bürger profitieren.

 

Wildkräuter, persönliche Energiewende und Erlebnisaktionen für Kinder – BN in der Umweltbildung auch 2017 wieder erfolgreich

Auch 2017 gab es wieder ein vielfältiges Bildungsprogramm, das mit insgesamt ca. 3000 Besuchern bei 180 Veranstaltungen gut angenommen wurde. Die angebotenen Naturführungen wurden wieder rege nachgefragt, ebenso die Veranstaltungen zu Wildkräutern und das Kinder- und Familienprogramm. Für die praktische Umsetzung der persönlichen Energiewende informierte der BUND Naturschutz sehr ausführlich z. B. zu den Themen Wärmedämmung, erneuerbare Energien und Passivhausbau. Das Programm für Schulklassen und Kindergärten nahmen diesmal 70 Gruppen wahr. Schwerpunktmäßig ging es dabei u. a. um das spielerische Kennenlernen der Lebensräume Wiese, Wald, Teich und Hecke. Außerdem beteiligten wir uns mit jeweils einem Stand zum Tag der Biodiversität und zum Tag des Baumes. Wie jedes Jahr waren wir auch 2017 mit zahlreichen Veranstaltungen an den BayernTourNatur-Aktionen des Bayer. Umweltministeriums vertreten. Das Pfingstferienprogramm in Kooperation mit dem Stadtjugendamt begeisterte wieder zahlreiche Kinder. Ein Highlight unserer Umweltbildungsarbeit war 2017 die Beteiligung an der Mainfrankenmesse. Die Themen „Feldhamster“, „ökologische Landwirtschaft“ und „regionale Bioküche“ wurden in attraktiven erlebnisorientierten Ständen verpackt und kamen sehr gut an.
Bei der Landesgartenschau 2018 werden wir mit einem breiten Bildungsprogramm vertreten sein und heimische Schmetterlinge vorstellen.

 

gez. Armin Amrehn         gez. Steffen Jodl           gez. Klaus Isberner
1. Vorsitzende               Geschäftsführer             Bildungsreferent

 

 

 

BUND NATURSCHUTZ FORDERT REGIERUNG ZUM SCHUTZ DES FELDHAMSTERS AUF

Würzburg, 19.02.2018

 

 

Die Eingriffsplanungen in den Lebensraum des Feldhamsters gehen weiter. Gerade die Stadt Würzburg schreckt mit neuen Planungen auf. „Der BUND Naturschutz fordert daher von der Regierung von Unterfranken, den Feldhamster konsequent zu schützen und für ein dauerhaftes Überleben dieser bedrohten Art zu sorgen“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Würzburg/BN. „Eine weitere Ausnahmegenehmigung für Eingriffe in den Feldhamsterlebensraum wird das Aussterben dieser Art beschleunigen“, ist sich Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN sicher und ergänzt:  „Der Feldhamster darf nicht zum Museumstier auf speziell bewirtschafteten Restflächen werden!“

Die Stadt Würzburg plant umfassende Neuausweisungen von Wohn- und Gewerbegebieten im Würzburger Nord-Osten. Damit würde erneut massiv in den Lebensraum des Feldhamsters eingegriffen werden. Diese Art steht ohnehin am Rande des Aussterbens. Gerade in dem betroffenen Gebiet sind bayernweit noch letzte „größere“ Restbestände des europaweit geschützten Nagers nachgewiesen. Im südlichen Landkreis Würzburg steht dieses Tier schon kurz vor dem völligen Verschwinden. Gemäß Artikel 16 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie dürfte in diesen Lebensraum ohnehin nicht eingegriffen werden, da sich die Population schon in einem schlechten Erhaltungszustand befindet. Auch ist ein überwiegend öffentliches Interesse nötig. Der BUND Naturschutz kann dieses aber nicht erkennen, eher aber ein „persönliches“ Interesse der Stadt, das verhindern will, dass Einwohner und Gewerbebetriebe sich teilweise im Umland ansiedeln. Auch stellt sich die Frage, wo denn  das öffentliche Interesse beim Schutz der Artenvielfalt, beim Erhalt bester landwirtschaftlicher Böden, beim Erhalt von Kaltluftentstehungsgebieten und Frischluftschneisen bleibt.
Seit mehreren Monaten erarbeitet die Stadt Würzburg zusammen mit Kommunen des nordöstlichen Landkreises und der Regierung von Unterfranken an einem Feldhamstermanagementplan, der auch zukünftig die Ausweisung von Bauflächen im Hamsterlebensraum ermöglichen soll. Eine weitere Reduktion des Feldhamsterlebensraumes würde aber das Aussterben dieser Art nur beschleunigen.  Der BUND Naturschutz bereitet daher eine Beschwerde bei der Europäischen Union vor und ruft die Regierung von Unterfranken zu einem konsequenten und umfassenden Feldhamsterschutz auf.

 

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

 

 

BUND NATURSCHUTZ: KICKERS-STADION NICHT AUF KOSTEN VON NATUR UND UMWELT

Würzburg, 26.01.2018

„Ein neues Kickers-Stadion darf es nicht auf Kosten von Natur und Umwelt geben“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Würzburg/BN. „Der BN fordert daher, dass bei der Standortwahl für ein neues Stadion der ÖPNV, die Reduktion des Flächenverbrauchs und der Artenschutz besondere Beachtung erhalten“, erläutert Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe die Position des BN. Sollte ein neues Stadion nötig sein, erscheint dem BN der Standort Neuer Hafen die einzig sinnvolle Alternative. Es müssten keine neuen Flächen versiegelt werden, ein Bahnanschluss ist vorhanden und vom Aussterben bedrohte Arten wie der Feldhamster sind dort nicht betroffen.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Es gilt den Klimawandel zu stoppen, den Verkehr und die daraus resultierende Luftverschmutzung zu reduzieren, den Flächenverbrauch deutlich zu begrenzen, landwirtschaftliche Flächen für die Nahrungsmittelproduktion zu erhalten und das massive Artensterben aufzuhalten. Gerade die Stadt Würzburg ist hier aufgrund ihrer Kessellage, der bestehenden Luftbelastung, dem Vorhandensein landwirtschaftlich wertvollster Böden  und  dem Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters besonders gefordert.  Auch die Standortwahl für ein neues Fußballstadion muss sich daran orientieren.

Der BUND Naturschutz fordert daher bei der Standortwahl für ein eventuell nötiges neues Stadion diese Punkte vordringlich zu berücksichtigen. Das heißt, dass ein neues Stadion nicht auf die grüne Wiese oder gar in den Wald gesetzt werden darf. Tabu sind insbesondere landwirtschaftlich wertvollste Böden sowie der Lebensraum des Feldhamsters und zahlreicher weiterer Offenlandarten wie Feldlerche oder Rebhuhn. Natürlich muss ein Anschluss an den ÖPNV vorhanden sein, um die Verkehrsbelastung mit allen negativen Folgen für die Bevölkerung zu reduzieren. Der einzige sinnvolle Standort könnte damit das Gebiet des Neuen Hafens sein. Hier gibt es sogar einen Bahnanschluss, es müssten keine neuen Flächen versiegelt werden und wertvolle Äcker und Lebensraum bedrohter Arten werden geschont. Die vom Planer vorgeschlagenen Standorte bei Lengfeld und Versbach sowie an der Ypsilon-Spange scheiden aufgrund eines fehlenden Anschlusses an den ÖPNV, der Überbauung wertvoller  landwirtschaftlicher Flächen und der Eingriffe in den Lebensraum bedrohter Arten aus. Die Idee eines fußläufigen Anschlusses an den ÖPNV ausgehend vom Athener Ring (weit über 2 Kilometer!) oder gar eine Verlängerung der Straßenbahn bis zum Stadion ist reine Illusion.

 

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 225.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.300 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.