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Akteure am Ackerrand

 

So sieht Artenvielfalt aus! - Können wir sie retten?

Ein Multivisionsvortrag und Diskussionsabend in Prosselsheim


Was bewegt über 120 Menschen, einen Freitagabend zu opfern, um sich einen Vortrag anzuhören, den die Ortsgruppe des Bund Naturschutz am 16. November im Prosselsheimer Rathaus veranstaltete, wo der Raum fast zu klein war, um alle zu fassen?

Es war das Wissen und die Sorge, dass unsere Natur von Jahr zu Jahr ärmer wird, dass der Artenverlust bei Pflanzen und Tieren unserer Flur erschreckend fortschreitet.

Und es war die Erwartung, "schöne" Fotos, besondere Aufnahmen von "unberührter Natur" und ihren Bewohnern zu Gesicht zu bekommen, wofür der Naturfotograf Roland Günter bekannt ist, der sich besonders auf dem Gebiet der Makrofotografie einen Namen gemacht hat.


Tatsächlich erlebten die Zuschauer und Zuschauerinnen bzw. Zuhörer und Zuhörerinnen ein Feuerwerk atemberaubender, fantastischer Bilder, verbunden mit eigens dazu komponierter Musik von Kai Arend und den launigen und humorvollen Ausführungen des Referenten.


Köstlich zuzusehen, wie ein Feldhase sich sorglos zwischen den Wildpflanzen in der Sonne räkelt und ungeniert und zufrieden gähnt, wie eine Lerche sich morgens triumphierend trällernd in den blauen Himmel schraubt (untermalt mit der Musik von Haydns Lerchenquartett). Prächtige Großaufnahmen zeigten, wie die Ackerkratzdistelbohrfliege ihr Ei in den Blütenboden der Distel plaziert und die Mohnbiene ihren Brutgang mit Mohnblätterstückchen austapeziert.


Buchstäblich vor Augen geführt bekam man die vielfältige, enge Verflechtung von tierischem und pflanzlichem Leben, die aufs Genaueste abgestimmten Abhängigkeiten, die wie ein Puzzle zusammengefügt werden müssen, um zu funktionieren. Staunend erlebte man, wie wenig wir eigentlich von diesen Vorgängen wissen. Vielleicht würden wir diese Vielfalt der Biodiversität anders schätzen und sorgfältiger mit unserer Umwelt und Mitwelt umgehen!


Dann würde eine "Hecke" kein auf 1 - 2 m zurechtgestutztes Gebilde sein, sondern würde breit genug gelassen, dass sie wirklich Lebensraum sein könnte für Hase, Rebhuhn, manche Amphibien, eine Vielzahl von Insekten und viele Vogelarten. Randstreifen müssten nicht mehrmals im Jahr gemäht, Bäume an Acker- und Straßenrändern nicht zu "Baumkrüppeln" kaputtgeschnitten werden.


In vielen weiteren Beispielen zeigte Roland Günter, was getan werden müsste - und könnte, damit nicht diese über die langen Zeiträume der Evolution entstandene Formen-, Farben-, Artenvielfalt vom Aussterben bedroht ist.


An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an. Von Seiten der konventionellen Landwirtschaft wurde auf die finanzielle Situation, den Zwang zur Vergrößerung, der Unschädlichkeit eines integrierten Pflanzenschutzes, der Notwendigkeit unkrautfreier Äcker und Ackersäume hingewiesen. "Wo wir was anbauen wollen, wollen wir was erzeugen, d.h. das Getreide wachsen sehen und nicht das Unkraut!"

Dagegen beklagten andere Gesprächsteilnehmer den enormen Rückgang von bäuerlichen Betrieben und die "Monokultur der Industrielandwirtschaft" und betonten, dass eine weniger intensive Ausnutzung der Natur und auf Gewinnmaximierung orientierte Landwirtschaft durchaus machbar wäre, dass mit biologischen, ökologischen Methoden oft die gleichen Erfolge erzielt werden können. Freilich wäre dafür ein höherer Mehraufwand nötig.

"Es hat uns Bauern nicht gut getan, immer nur auf Leistung und Produktivität zu schauen."

Die Menschen wollen "saubere", aufgeräumte Räume, die Verbraucher "gesunde", fleckenlose Nahrungsmittel, die möglichst billig sein müssen. Wie aber mit "Nutztieren" umgegangen wurde und wird, sei ein ethisches Problem und keine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

Schließlich wurde auch darauf hingewiesen, dass durch den Einsatz von Pestiziden etc. bei Menschen z.B. die Allergien zunehmen und unser Trinkwasser in Gefahr ist.


Der Abend schloss mit dem Fazit: "Wir haben eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung - zum Erhalt dieser Vielfalt."


Führung durch den Quittenlehrpfad in Astheim

 

(Gemeinsame Veranstaltung der BN-Ortsgruppe Kürnach-Estenfeld-Prosselsheim und der Siedlergemeinschaft Kürnach e.V.)

Freitag, 14.9.2018

Leider war es nur eine recht kleine Gruppe, die aber gerade dadurch eine recht persönliche und besonders detailierte Führung vom deutschlandweit renommierten Quittenexperten Marius Wittur durch den von ihm geschaffenen Quittenlehrpfad bekam. Herr Wittur war begeistert von dem großen Interesse der Teilnehmer und diese wiederum von den interessanten Ausführungen, dem süffigen Quitten"saft" und der sehr lockeren Atmosphäre dieser Wanderung durch die idyllische Landschaft gegenüber der Kapelle Maria im Weingarten.


Mehr Informationen unter www.quittenlehrpfad.de sowie unter www.mustea.de


30 Jahre Ortsgruppe - Feier am 1. Juli 2018 im Biolandhof Bieber

Wie lange gibt es ihn noch - den Feldhamster?

Wo und wie leben die Tiere?
Wie können wir sie schützen?

Eine Führung mit Expertin und Projektleiterin Carola Rein
Freitag, 08. Juni 2018, 18 Uhr
Treffpunkt: Weiße Mühle, Estenfeld

Fahrradausflug mit Abkühlung

innen und außen

Es war ein kleines Häufchen - keine Familien, keine Kinder - , das sich am Himmelfahrtstag auf den Weg nach Nordheim machte, um in geselliger Runde einen Nachmittag auf dem Weinfest zu verbringen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Die Unwetterwarnung hat wohl manchen davon abgehalten, mitzuradeln. Aber so schlimm wurde es doch nicht. Hinwärts war die Tour ein Genuss. Den Wein und das breitgestreute Essensangebot ließen wir uns munden und auch die Musik war zunächst sehr wohltuend. Als sie dann in Lärm überging und das Grollen am Himmel doch etwas bedenklich wurde, machten wir uns auf dem Heimweg. Schon auf der Fähre erwischte uns ein ordentlicher Regenguss. Zum Glück bot uns ein Hauseingang Schutz vor zu viel Nässe. Aber das bisschen Feuchtigkeit tat der Stimmung keinen Abbruch und am Ende kamen wir wieder trocken zu Hause an.

Rückschnitt im Feuchtbiotop Speierleinsrain

Kürnach, 9. Februar 2018

Das Wetter hatte genau gepasst: Es hatte wieder gefroren, aber es war nicht zu kalt. Noch lag überall Schnee. An diesem Freitagnachmittag machte sich ein kleiner Trupp mit Sägen und Gartenscheren auf den Weg, um am kleinen Tümpel in der ehemaligen Erdaushubdeponie südlich der Aussiedlerhöfe die Uferweiden zurückzuschneiden. Den Fröschen und sonstigen Amphibien sollte wieder mehr Licht und Sonne zur Verfügung stehen. Die Bäume waren doch im Laufe der Zeit zu sehr ins Kraut geschossen. Das Biotop hatte die Ortsgruppe zusammen mit dem 1. Bürgermeister Manfred Ländner 1998 angelegt.







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Speierling gepflanzt

 

2008 setzten wir zum Gedenken an unsere langjährige Vorsitzende Maria Mohr eine Edelkastanie an die Ruhebank, die im hinteren Teil unseres Pachtgrundstückes an den Fischweihern in Kürnach aufgestellt wurde. Leider ging das Bäumchen bald ein. Anna-Maria Räthlein besorgte nun aus der Baumschule einen Speierling und pflanzte ihn auch eigenhändig an die Stelle der erfrorenen Kastanie. Wir hoffen, dass er sich gut entwickelt und seinen Schatten dann viele Jahre und Jahrzehnte den müden Wanderern und Joggern oder den stillen Naturgenießern spendet und die Vorbeigehenden mit seinen Früchten und seinem bunten Laub erfreut.

 

(29. Oktober 2011)