Mit der Hilfe einer Mitarbeiterin der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth wurde auf dem überschaulichen Grundstück der Kreisgruppe Würzburg neue Kräuter und Pflanzen angebaut, die gerade als Heilpflanzen zum Teil in Vergessenheit geraten waren.

Hier bekommen Sie nun die Möglichkeit, nicht nur ein aktuelles Bild anschauen zu können, sondern auch etwas über die Bedeutung der Pflanze zu erfahren. So können Sie vielleicht bei Ihrem nächsten Besuch auf dem Ökohausgelände Ihre Augen für die meist unscheinbaren Kräuter und anderen Pflanzen schulen, die nicht nur im Bauerngarten, sondern auch in unserem Nutzgarten und auf der Kräuterspirale zu finden sind.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nicht genau wissen, welche Pflanze Sie vor sich haben, bitte essen Sie diese nicht. Gerade für ungeübte Augen kann der Verzehr falscher Pflanzen(teile) lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich ziehen!
Außerdem sollten Sie weder ganze Pflanzen noch Pflanzenteile herausreißen, so dass die Besucher, die nach Ihnen kommen auch noch etwas von dem Garten haben und auch unsere Arbeit nicht gänzlich umsonst ist.

Nun Danke und viel Spaß beim Stöbern in unserem Garten!

(Durch das Klicken auf die einzelnen Bilder können Sie sich die Pflanzen vergrößert anschauen.)

Kräuterpflanzen

Alant (Inula helenium): 2m, stattliche Staude mit sonnenblumenähnlichen Blüten; alte Heilpflanze
Schnittsellerie (Apium graveolens): 80cm, Bildet keine Knollen, dafür aber zarte, aromatische Blätter bis zum Jahresende; getrocknete Blätter und sMen gut zur Herstellung von Kräutersalz
Quendel (Thymus sepyllum): 10cm, kriechender, maltenbildender Thymian, rosa Blüten, Tee schmeckt mild und aromatisch
Ysop (Hyssopus officinalis): 90cm, blaue, rosa oder weiße Blüten, für Tee und als Gewürz in der Küche
Zitronenmelisse (Melissa officinalis): 100cm, Kraut mit starkem Zitronenaroma, Frische Blätter z.B. für Salatsaucen und Tee, wirkt entspannend
Zitronenverbene (Aloysia triphylla): Haustee, beliebt für alle Gelegenheiten, Zitronenbonbon-Aroma
Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare): bis zu 300cm, Samen als Gewürz für Tee und frisches Grün in der Küche gebräuchlich
Raute (Ruta graveolens): nicht zum Verzehr geeignet, schreckt Fliegen ab, im Mittelalter wurde das Kraut der Raute gegen die Pest eingesetzt, da es mit seinem Geruch die Ratten als Krankheitsüberträger vertrieb
Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus L.): 20 bis 50cm, Die Blüten wirken stimulierend und magenstärkend, der Aufguss hilft bei Magenkrämpfen. Die Samen gelten als Wurmmittel.
Färberkamille (Anthemis tinctoria): 90cm, dottergelbe Korbblüten, die zum Gelbfärben von Wole und Stoffen verwendet werden kann
Estragon (Artemisia sraculus): 80cm, sehr aromatisch und gut wüchsig
Petersilie, kraus (Petroselinum crispum): 20cm, Küchenkraut
Süßdolde (Myrrhis odorata), nach Lausbefall: 90cm, große Staude mit farnartigen Blättern, die im Geschmack Kerbel ähneln; weiße Blütendolden und große Samen, haben einen süßen Anisgeschmack; Leider wurde die Pflanze aus dem Boden gerissen, so dass wir folglich keine Bilder mehr von ihr zeigen können.
Thüringer Minze (Mentha x piperita, 'Multimentha'): 60cm, im Geschmack ähnlich wie Englische Pfefferminze
Alpenerdbeere (Fragaria vesca Alexandria): 30cm, Winterharte, nicht rankende Erdbeere mit aromatischen Früchten von Frühsommer bis Herbst
Baldrian (Valeriana officinalis): 160cm, medizinisch dienen Kaltauszüge aus der getrockneten Wurzel als Beruhigungsmittel
Bronzefenchel (Foeniculum vulgare): 150cm, feinfiedrigen, bronzefarbenen Blätter sind eine leckere Zugabe für Salate und andere Gerichte; Blätter, Blütendolden und Samen für Tee
Griechischer Hirten- oder Bergtee (Sideritis syriaca): 50cm, leckerer Kräuter- und Entspannungstee, wird häufig mit Salbei verwechselt
Indianernessel (Monarda didyma): 80cm, die schönen dunkelroten Blüten locken Bienen und Hummeln an, Blätter und Blüten gut für Tee
Jakobsleiter (Polemonium): ca. 50cm, Glockenförmige Blüte, hängend in Blautönen; Laub schön gefiedert; nach dem Verblühen ist das oberirdische Laub ein guter Kompostdünger
Johanniskraut (Hypericum perforatum): 45cm, einheimsiche Heilpflanze; aus den gelben Blüten läßt sich das bekannte rote Johanniskruatöl leicht selbst herstellen; Öl zum Einreiben bei Nervenschmerzen, Blutergüssen, etc. Tee wirkt u.a. gegen Depressionen
Breitblattkresse (Lepidium latifolium): 100cm, Blätter haben scharfen Meerittichgeschmack
Nachtkerze (Oenothera biennis): 100cm, große gelbe Blüten, die sich am Abend öffnen und einen starken Duft verströmen, verschiedene medizinische und kosmetische Anwendungen
Liebstöckel oder Maggikraut (Levisticum officinalis): 200cm
Gartenkresse: Brunnenkresseähnlicher Geschmack, reich an Vitamin C
Salbei (Salvia officinalis): 60cm, vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, z.B. Tee zum Gurgeln gegen Halsschmerzen

Gemüsepflanzen (leider alle Früchte unerlaubterweise "geerntet")

Jack o'Lantern: Schmackhafter altgoldfarbener Kürbis, Früchte bis zu 3kg schwer, ca. 4 Monate haltbar, in Amerika an Halloween als Laterne benutzt
Bischofsmütze: Kürbis mit ausgezeichnetem Geschmack
Ungarischer Blauer: Rankender Kürbis, wohlschmeckende Sorte, gute Lagerfähigkeit