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Todesfalle Licht: BN bitte Kommunen und Bevölkerung um Unterstützung der Earth Night

Insekten sterben massenweise durch nächtliche Beleuchtung. Wenigstens eine dunkle Nacht im Jahr – dafür setzt sich die Initiative „Earth Night“ ein. Am 23. September (Neumond) ruft die Initiative dazu auf, ab 22 Uhr das Licht zu reduzieren oder abzuschalten.

21.09.2022

Straßenlampen, Autoscheinwerfer, Leuchtreklame, Flutlichter auf Parkplätzen, Tankstellen und Sportanlagen, Strahler auf Baustellen, Gewerbeflächen und Baudenkmäler – für nachtaktive Insekten können solche Lichtquellen zu Todesfallen werden, denn sie führen zum Zusammenbruch ihres angeborenen Orientierungsvermögens. Um das große Insektensterben aufzuhalten, fordert die BN-Kreisgruppe Würzburg zusammen mit den „Paten der Nacht“, den Initiatoren dieser bundesweiten Aktion, ein Umdenken bezüglich künstlicher Lichtquellen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Energiekrise hat das Abschalten des Lichts nicht nur einen Artenschutzaspekt, sondern ist selbstverständlich auch das Gebot der Stunde, um Energie zu sparen.

„Von den in Deutschland vorkommenden Insektenarten sind etwa 70 Prozent nachtaktiv. Viele davon sind bereits in ihrem Bestand gefährdet“, sagt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg. Für den BN steht fest: „Es ist höchste Zeit, die Beleuchtungsdauer zu verkürzen oder in bestimmten Fällen ganz auf nächtliche Beleuchtung zu verzichten. Dies leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen und damit zum Klimaschutz!“

Das Problem vieler nachtaktiver Insekten: Sie sehen noch bei sehr geringer Lichtstärke und fühlen sich vom Licht angezogen. Das Fatale: Haben Insekten eine künstliche Lichtquelle entdeckt, umfliegen sie sie bis zur völligen Erschöpfung oder sie kollidieren mit der Lampe und werden angesengt. Wer vor Erschöpfung zusammengebrochen ist, fällt oft seinen Fressfeinden zum Opfer. Bei Tagesanbruch räumen dann die Vögel unter den noch immer erstarrt verharrenden Insekten auf, die sich an Hauswänden ausruhen oder am Boden liegen. „Ganze Insektenpopulationen können so in der Stadt in kurzer Zeit zusammenbrechen. Das Massensterben der zum Licht gelockten Tiere kann nicht wettgemacht werden. Selbst scheinbar naturnahe Lebensräume in der Stadt verarmen so“, erklärt Steffen Jodl, Geschäftsführer und Biologe bei der Kreisgruppe Würzburg.

Für Rückfragen:

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972

0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de
 

Hintergrundinformation BUND Naturschutz:

Der BN ist mit rund 261.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 7.000 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.

 

-- Mit freundlichen Grüßen Steffen Jodl Diplom-Biologe Geschäftsführer BUND Naturschutz Kreisgruppe Würzburg Luitpoldstraße 7a 97082 Würzburg Tel 0931/43972 Fax 0931/42553 steffen.jodl@bn-wuerzburg.dewww.wuerzburg.bund-naturschutz.de