KOMMUNALWAHL IST KLIMAWAHL

Am 15. März 2020 finden Kommunalwahlen statt. Die Kommunen spielen eine zentrale Rolle beim Natur- und Klimaschutz. Die Weichen in eine Zukunft für unsere Kinder, Enkel und Urenkel, die von einer lebenswerten und intakten Umwelt, von Frieden, Wohlstand und Sicherheit geprägt sein soll, müssen jetzt gestellt werden – in Würzburg, den Gemeinden des Landkreises und im Kreistag selbst.

28.02.2020

Laut dem IPCC-Klimabericht, den zehntausende von renommierten Wissenschaftlern aus aller Welt verfasst haben, bleibt der Menschheit nur noch ein Zeitfenster von wenigen Jahren, um die Chance zu wahren, das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten und den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu beschränken. Um dieses Ziel zu erreichen braucht es konkrete, wirkungsvolle Maßnahmen. Die Auswirkungen durch die Klimakrise sind mittlerweile ganz konkret vor Ort spürbar. Ob Tropennächte, niedrige Grundwasserspiegel oder absterbende Bäume. Bei der Bewältigung der Klimakrise können gerade die Kommunen sehr viel gestalten und umsetzen.

Tempo 30 in den Kommunen und mehr Artenschutz

„Unsere Kommunen bestimmen darüber, wieviel Emissionen vor Ort im Verkehr oder im Bau ausgestoßen werden. Auch über die Fragen der Energie- und Wärmeversorgung, der Nutzung von erneuerbaren Energien und des Flächenschutzes wird vor Ort entschieden.“ zählt Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz/BN die Handlungsspielräume auf und konkretisiert: „So muss zum Beispiel unsere langjährige Forderung nach einem flächendeckenden Tempolimit von 30 km/h in Würzburg und den Landkreisgemeinden endlich umgesetzt werden. Der ÖPNV ist auszubauen. Hier benötigen wir auch eine Straßenbahnlinie zum Hubland. Diese ist möglich ohne Stadtbäume zu opfern.“ Auch zur Umsetzung des Volksbegehrens Artenvielfalt sieht der BN die Kommunen in der Pflicht. „Der erneut diskutierte Einsatz von Gift im Wald – wie dem Insektizid Mimic gegen Schwammspinner -  ist zu unterlassen, denn dies fördert das Artensterben. Wiesenflächen sollten nicht gemulcht, sondern spät im Jahr gemäht werden und Teile als Überwinterungsfläche über den Winter sogar stehen bleiben“, fordert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

„Umwelt- und Klimaschutz werden direkt vor Ort umgesetzt. Wir werden die Kandidatinnen und Kandidaten an unseren Forderungen und ihren Wahlkampf-Versprechen messen“, teilt der BN mit.

An die Bevölkerung appellieren wir: „Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahlentscheidung die Belange von Umwelt und Klima.“

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

          
Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 245.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.600 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.