BUND NATURSCHUTZ UNTERBREITET KLIMABÜRGERMEISTER MARTIN HEILIG MAßNAHMEN-VORSCHLÄGE ZUM KLIMASCHUTZ

Würzburg ist ein Hotspot des Klimawandels: Hitzetage und Tropennächte nehmen zu, Stadtbäume vertrocknen. Würzburg hat daher ein großes Interesse, den Klimawandel zu stoppen und muss sich zudem an klimatische Veränderungen anpassen, soweit dies möglich ist. Um dies zu unterstützen, hat der BUND Naturschutz/BN nun einen Maßnahmenkatalog an den Klimabürgermeister und neuen Umweltreferenten Martin Heilig übergeben.

Foto (BUND Naturschutz) von links nach rechts: Martin Heilig (Klimabürgermeister und Umweltreferent der Stadt Würzburg, Steffen Jodl (Geschäftsführer BN Würzburg), Dr. Volker Glöckner (stellv. Vorsitzender BN Würzburg), Armin Amrehn (1. Vorsitzender BN Würzburg)

27.07.2020

Bei einem Gespräch im Ökohaus Würzburg diskutierten Armin Amrehn (1. Vorsitzender BN Würzburg), Dr. Volker Glöckner (stellv. Vorsitzender BN Würzburg) und Steffen Jodl (Geschäftsführer BN Würzburg) mit dem neuen Klimabürgermeister Martin Heilig die Vorschläge des BN für ein besseres Klima in Würzburg.

Der BN machte dabei deutlich, dass Klimaschutz und eine Anpassung an die klimatischen Veränderungen bei allen städtischen Planungen oberste Priorität erhalten müssen. Hierzu gehört, dass eine Fassadenbegrünung in die Bauleitplanung zwingend aufzunehmen ist. Frischluftschneisen sind von einer Bebauung freizuhalten und Fließgewässer freizulegen und zu renaturieren. Das schon lange vorliegende Gewässerentwicklungskonzept ist zeitnah umzusetzen. Dass hierfür eine eigene Dienststelle „Ökologische Gewässerentwicklung“ im Umweltreferat geschaffen wird, begrüßt der BN sehr.

Steingärten sind zu verbieten, da diese auch einer Überhitzung der Stadt Vorschub leisten. Die Versiegelung durch den anhaltend hohen Flächenverbrauch ist deutlich zu reduzieren. Städtisches Grün ist zu erhalten und zu erweitern. Auch das vom BN vorgelegte Baumscheibenbegrünungskonzept bietet hier wichtige Unterstützung. Insbesondere die in den vergangenen Hitzesommern vertrockneten Bäume sollten bis spätestens 2020 ersetzt werden. Dabei lobt der BN die Entscheidung des Klimabürgermeisters allein dieses Jahr 5000 zusätzliche Bäume pflanzen zu lassen.

Eine Bewässerung des städtischen Grüns muss sichergestellt werden. Daher sollten Niederschläge dezentral gesammelt werden, um eine zunehmend notwendiger werdende Sommerbewässerung zu ermöglichen. Zudem könnten Niederschläge direkt in Grünanlagen geleitet werden, um dort zu versickern. Ein Konzept „Schwammstadt Würzburg“ ist zu entwickeln und zügig umzusetzen.

Bürgermeister Martin Heilig begrüßte die Vorschläge des BN. „Die Stadt steht vor einer großen Herausforderung, die es zu meistern gilt“, so Martin Heilig. Der BUND Naturschutz bot seine Unterstützung hierbei an.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl, Diplom-Biologe
Geschäftsführer BN Würzburg
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Anlage:
Foto (BUND Naturschutz) von links nach rechts: Martin Heilig (Klimabürgermeister und Umweltreferent der Stadt Würzburg), Steffen Jodl (Geschäftsführer BN Würzburg), Dr. Volker Glöckner (stellv. Vorsitzender BN Würzburg), Armin Amrehn (1. Vorsitzender BN Würzburg)

       
Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 265.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.600 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.