BUND NATURSCHUTZ: RANDERSACKER PLANT WEITERE 13 HEKTAR GEWERBEFLÄCHEN IM MAINTAL – FLÄCHENVERBRAUCH UNGEBREMST

Der Markt Randersacker plant die Ausweisung weiterer 13 Hektar Gewerbeflächen im Maintal, obwohl noch 6,5 Hektar Gewerbeflächen leer stehen. „Dieser Flächenfraß widerspricht allen politischen und gesellschaftlichen Zielsetzungen“, stellt Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BUND Naturschutz-Kreisgruppe Würzburg/BN, fest. „Da auch gesetzlich geschützte Biotope überplant werden und damit wertvolle Lebensräume für Insekten, Reptilien und Vögel verschwinden würden, wird auch der Wille von über 30 Prozent der Walberechtigten in Randersacker, die das Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt unterzeichnet haben, missachtet“, so Steffen Jodl, BN-Geschäftsführer.

13.08.2019

Südlich von Randersacker, angrenzend an die Autobahnauffahrt, sollen nach dem Willen des Marktes Randersacker weitere Gewerbeflächen entstehen. Obwohl noch 6,5 Hektar Gewerbeflächen leer stehen, soll in einem landschaftlichen Vorbehaltsgebiet die doppelte Fläche neu erschlossen werden.  „Randersacker scheint die Notwendigkeit des Flächensparens nicht erkannt zu haben“, so der BN-Kreisvorsitzende Armin Amrehn. Ackerflächen und wertvolle Lebensräume wie Hecken und Brachestrukturen würden dem Wachstumsdenken geopfert werden. „31 Vogelarten, zahlreiche Zauneidechsen und Blindschleichen wurden hier nachgewiesen“, weiß Steffen Jodl und wundert sich über diese Planung, die dem Wunsch zahlreicher Bürgerinnen und Bürger Randersackers nach mehr Artenvielfalt nicht gerecht werden dürfte.  30 Prozent hatten das Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt unterzeichnet. Kritisch sieht der BN auch die zusätzliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sowie eine weitere Minderung des Luftaustausches im Maintal.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
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