BUND Naturschutz kritisiert massiven Eingriff in wertvollen Lebensraum - BIOTOPE BEI FRICKENHAUSEN ZERSTÖRT

„Radikal und ohne Rücksicht auf Tierarten wurden bei Frickenhausen Hecken und Bäume gerodet“ kritisiert Armin Amrehn, Vorsitzender beim BUND Naturschutz/BN den massiven Eingriff. „Eine derartige Zerstörung biotopkartierter und geschützter Lebensräume ist beispiellos für die Region“, zeigt sich Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe erschüttert.

23.04.2018

 

Aktuell erreichen den BN zahlreiche Beschwerden erzürnter Bürger aus Frickenhausen zu dieser nicht genehmigten Rodung von Hecken und Bäumen. Mehr als  50 Jahre konnte sich dieses Biotop auf einer Fläche von rund 4700 Quadratmetern ungestört entwickeln. Gemäß Biotopkartierung  war das „lokal bedeutsame“ Gebiet am nördlichen Rand der Gemeinde durch das Naturschutzgesetz geschützt. Zahlreiche Vogelarten, wie Nachtigall oder Neuntöter hatten hier einen Lebensraum. Auch Fledermäuse wurden regelmäßig beobachtet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit überwinterten auf der Fläche Igel, Zauneidechsen, Schlingnattern und weitere geschützte Tierarten, die durch die Rodung im vergangenen Februar wohl geschreddert wurden. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg ist über diesen Naturfrevel informiert.

 

Für Rückfragen:                                    
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 09 31/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
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