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BUND Naturschutz: „Bundestagswahl ist Klimawahl“

Die Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz in Bayern e.V. möchte die Bevölkerung hinsichtlich der anstehenden Bundestagswahl am 26. September für Klima- und Naturschutzthemen sensibilisieren.

09.09.2021

Die Folgen der Klimakrise werden immer sichtbarer, auch in der Region Würzburg. Starkregenereignisse führen wiederholt zu Überflutungen, wie erst im Juli in Reichenberg. Gleichzeitig sterben weiterhin Bäume in unseren Wäldern aufgrund der Trockenperioden der vergangenen Jahre und trotz des Regens in den Sommermonaten zeigen die Grundwasserstände weiterhin ein hohes Defizit.

Erst vor wenigen Wochen (09. 08. 2021) haben die Wissenschaftler des IPCC in ihrem neuen Bericht die Dramatik des Klimawandels dargestellt: Wenn wir nicht deutlich schneller und konsequenter als bisher handeln, kann die Schwelle der 1,5°-Erwärmung schon 2030 überschritten sein, in Unterfranken ist dies schon jetzt der Fall. Dies ist eine zentrale Aufgabe für die neue Bundesregierung, denn die Bundespolitik stellt entscheidende Weichen für den Klimaschutz in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft.

„Auch in unserem Landkreis gibt es zahlreiche Projekte und Entscheidungen, die von der Bundespolitik und damit von den im Herbst gewählten Bundestags-Abgeordneten abhängen“ betont Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg. Dabei geht es etwa um eine klima-, wasser- und naturverträgliche Agrarpolitik, nötige Weichenstellungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energieeinsparung sowie eine dringend nötige Mobilitätswende mit einem Moratorium und Klimacheck aller Straßenbauprojekte.

Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe führt aus: „Ob der neue Bundestag schnell die nötigen Weichen stellt, wird auch über das Schicksal des Ausbaus der B 26 n entscheiden. Diese neue Trasse würde auch den Landkreis Würzburg durchschneiden und zu massiven Eingriffen in Wälder, Wasserschutzgebiete und Biotopflächen führen. Der Bundestag kann und muss die Zerstörung der Landschaft durch diese natur- und klimaschädliche Trasse abwenden. Auch die Zerstörung durch den nicht notwendigen Netzausbau durch die Stromtrasse SuedLink gilt es zu verhindern. Wichtig ist auch ein Stopp des Flächenverbrauchs. Gerade um Würzburg befinden sich bayerweit die landwirtschaftlich hochwertigsten Böden, die auch Lebensraum für zahlreiche Offenlandarten wie Wiesenweihe und Feldhamster sind und bei nachhaltiger Bewirtschaftung wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher darstellen.“

Der BUND Naturschutz appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Würzburg genau hinzuschauen, welche Parteien und welche Kandidat*innen wirklich für einen effektiven Klima- und Naturschutz einstehen. „Jeder einzelne hat es in der Hand und kann die Richtung vorgeben: Wollen wir weiter mit kleinen halbherzigen Schritten dem Klimawandel begegnen oder wollen wir eine Klimapolitik, die mutig voranschreitet und sich der Erhitzung unseres Planeten entschlossen entgegenstellt?“

Für Rückfragen:
Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer
Tel. 0931/43972
0160 5611341
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz (BN)
Der BN ist mit rund 260.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Die Kreisgruppe Würzburg hat in Stadt und Landkreis über 6.700 Mitglieder. Wir setzen uns für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.